Ist nicht? Entfällt?

Mauergeschichten, eine Ballonaktion, Sonderführungen, Vorträge, Konzerte, Gottes- dienste und eine Lichtgrenze, vom Bürgerfest am Brandenburger Tor ganz zu schwei- gen: Der  25.  Jahrestag des Mauerfalls  wird  in Berlin am und schon vor dem 9. No-

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vember groß und mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert. Nur in Neukölln, das durch ein viele Kilometer langes Stück Mauer von den östlichen Nachbarn getrennt war, findet nichts statt. Mehr noch: Der ganze Bezirk findet im eigens Weiterlesen

Wider das Vergessen: Heute beginnt das Berliner Themenjahr „Zerstörte Vielfalt“

80 Jahre ist es heute her, dass die Nazis für mehr als eine Dekade die Macht in Deutschland übernahmen. Knapp sechs Jahre später, am 9. November 2013_LOGO_300X_www1938, schlug der Antisemitismus des Regimes in staatlich organisierte Gewalt um. Diese Eckdaten, der  80. Jahrestag der Machtergreifung der National-sozialisten und der 75. Jahrestag der Novemberpogrome, sind Anlass für das Berliner Themenjahr 2013. Unter dem Motto „Zerstörte Vielfalt“  wird ab heute stadtweit mit  über 500 Veranstaltungen insbesondere an Menschen erinnert, die zur Vielfalt Berlins beigetragen hatten und nach 1933 bedroht, verfolgt, deportiert und ermordet wurden.

gedenkstätte, ausstellung, ns-zwangsarbeiterlager friedhof hermannstraße, neuköllnAuch in Neukölln bereitet man sich auf die Teilnahme am Berliner Themenjahr 2013 vor: „Verschleppt. Ge- treten. Beschimpft. Bedroht“ steht als Titel über der Führung, die am 14. April um 14 Uhr von der Evan- gelischen Kirche Berlin-Brandenburg angeboten wird und über NS-Zwangsarbeiter im kirchlichen Lager auf dem Neuköllner St. Thomas-Friedhof informiert.

„Ende einer Idylle? – Hufeisen- und Krugpfuhlsiedlung in Britz vor und nach 1933“ heißt eine Ausstellung, die hufeisensiedlung britz, unesco welterbe, neukölln, hüsungdas Museum Neukölln ab 16. Mai zeigt. Zur Einstimmung hat das Museum in seinem Blog den Themenschwerpunkt „50 Türen in die NS-Zeit“ gesetzt und schildert in ihm Schicksale von Britzern street view neukölln, lilienthalstraße, neukölln, friedhof lilienthalstraßeim Nationalsozialismus.

Schon seit einem Vierteljahr und noch bis zum 30. April ist in der Feierhalle des ehemaligen Militärfriedhofs in Neukölln immer dienstags bis sonntags (10 – 17 Uhr) die Wanderausstellung „Die polnische Minderheit im KZ“ zu sehen, bei der es um Mitglieder polnischer Verbände im Deutschen Reich in den Konzentrations- lagern Sachsenhausen und Ravensbrück geht.

Des Themas „Die politischen Häftlinge des Konzen- trationslagers Columbia-Haus 1933 – 1936“ nimmt denkmal columbia-haus_columbiadamm neuköllnsich die GDW – Gedenk- stätte Deutscher Wider- stand ab 19. Juli an. Heute erinnert nur ein Denkmal am Columbiadamm, wenige Schritte von der Neuköll- ner Bezirksgrenze entfernt, an das KZ, dem eine besondere Bedeutung unter den Berliner Konzentra- tionslagern beigemessen wird. „Es ist das einzige Lager“, so GDW-Leiter Prof. Dr. Johannes Tuchel, „das von Beginn an unter Aufsicht der SS steht und zum Ausbildungszentrum für viele spätere KZ-Komman- danten wird.“ Im November 1936 wurde das Lager geschlossen, 1938 das Gebäude abgerissen. In der Ausstellung stehen die Häftlinge im Vordergrund. Ihr Alltag wird durch ausgewählte Biographien veranschaulicht und so ein individueller Zugang zu den Schicksalen der Menschen sowie den Haftbedingungen, denen sie ausgesetzt waren, infotafeln zur geschichte des tempelhofer felds, zwangsarbeiterlager, berliner forum für geschichte und gegenwartermöglicht.

Auf dem Tempelhofer Feld wird anlässlich des The- menjahrs „Zerstörte Vielfalt“ ein Open-Air-Geschichts- pfad zur NS-Historie des Flughafengeländes angelegt: Dazu werden zunächst  im Frühjahr zu den drei bereits bestehenden Infotafeln zehn weitere installiert. Insge- samt soll der vom Berliner Forum für Geschichte und Gegenwart (BFGG) e. V. erarbeitete Infopfad einmal 27 Tafeln umfassen und so den Beschluss des Berliner Abgeordnetenhauses umsetzen, am Columbiadamm einen Gedenk- und Informationsort einzurichten.

stolpersteine für berlin 8.10.2011, gunter demnigIn das Internetportal des Themenjahres, das über alle „Zerstörte Viel- falt“-Veranstaltungen informiert, wurde auch der Datenpool des Projektes „Stolpersteine“ einge- bunden, der nun mittels einer interaktiven Stadtkarte die über 1.500 Stolpersteine in Berlin darstellt. Seit Oktober letzten Jahres liegen 123 davon vor Häu- sern in Neukölln.

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