Neuköllner Kunstfestival blickt ins Futur III

Rund 90 Vorschläge gab es nach einem Open Call für das Festivalmotto der nächsten Auflage der 48 Stunden Neukölln. Dann tagte eine Jury, um per Abstimmung das Jahresthema 2019 zu ermitteln: Die Wahl fiel auf „Futur III“, den Vorschlag der Neuköllner Künst-lerin Claudia Simon.

„In der Gegenwart sind wir in komplexe Verhältnisse verstrickt und arbeiten uns an einem scheinbar alternativlosen Status quo ab“, erklären Dr. Martin Steffens und Thorsten Schlenger, die Festivalleiter. „Entwicklungen und Veränderungen erkennen wir allein in der Rückschau: Beruhigend wirken die Weiterlesen

Mitarbeit erwünscht: Lenkungsgruppe bisher ohne Gewerbetreibende aus der Karl-Marx-Straße

„Ich habe Angst, dass Neukölln zu erfolgreich wird. Wir starten zu sehr durch.“ Mit dieser überraschenden Aussage appellierte Willi Laumann vom Berliner Mieterverein am vergangenen Dienstagabend beim 20. Treffen der [Aktion! Karl-Marx-Straße] an alle Bewohner und Geschäftsleute im Sanierungsgebiet Sonnenallee/Karl-Marx-Straße, sich sehr viel stärker als bisher in die Politik einzumischen. Laumann kandidierte neben sechs anderen Personen für die A!KMS-Lenkungsgruppe, die am Ende der Veranstal-tung per Akklamation bestätigt wurde.

Schwerpunktmäßig ging es bei der turnusmäßigen Sitzung der [Aktion! Karl-Marx-Straße], die im KinderKünsteZentrum in der Ganghofer-straße stattfand, allerdings um die Bedeutung von Netzwerken Weiterlesen

Der Körnerpark wird zum Atelier eines Neuköllner Bildhauers

Ab Montag können Besucher des Körnerparks dort nicht nur vollendete Kunstwerke anschauen, sondern auch zusehen, wie unter freiem Himmel eine Skulptur ent-stehtAxel Peters wird bis zum 11. August an den Werktagen zwischen 10 und 16 Uhr vor dem Kreativraum der Galerie im Körnerpark arbeiten.

Zahlreiche Büsten und Figurengruppen prägen das Werk des in Neukölln lebenden Künstlers, dessen berufliche Laufbahn mit einer Ausbildung zum Lokomotivschlosser begann. Eine Steinmetz-Lehre legte später eine neue Schiene; außerdem war er Gasthörer an der Kunst-hochschule in Dresden. Als freischaffender Bildhauer begann Weiterlesen

Neuköllner Produktionen in Ateliers und Galerien

art-spaces-nk_offene-ateliers-neukoellnEine Premiere steht heute Abend in der Galerie im Saalbau auf dem Programm: Dort wird um 18 Uhr erstmalig der mit insgesamt 5.000 Euro dotierte Neuköllner Kunstpreis verliehen, um den sich über 180 in Neukölln „professionell arbeitende bildende Künst-ler*innen“ beworben haben. Zehn von ihnen wurden nominiert, sind nun Anwärter auf die Auszeichnung und dürfen ihre Werke bei der Ausstellung „Neuköllner Produktion“ zeigen.
Nichts wirklich Neues ist hingegen das Begleitprogramm, das sich am Wochenende anschließt. Morgen und übermorgen stehen von 15 bis 20 Uhr über 150 Ateliers im Bezirk offen, um entdeckt zu werden, Gespräche mit den Kunstschaffenden zu ermöglichen und die Aufmerksamkeit auf die Bandbreite des Produktionsstandorts Neukölln zu lenken. Ergänzt wird das Event, das wie eine Reanimation des NACHTUNDNEBEL-Kunstfestivals bzw. eine Weiterlesen

„Immer dienstags trifft sich die Neuköllner Kulturszene in einer Telefonzelle aufm Richardplatz“

gruppenbild mitglieder_20 jahre kulturnetzwerk neukoellnMit diesem Bild beschrieb Klaus Dieter Ryrko die Situation anno 1995 in seiner Video-Bot-schaft. Gezeigt wurde der Einspieler zwischen denen zahlreicher anderer Gratulanten am vergangenen Dienstag, als das Kulturnetz-werk Neukölln in der Neuköllner Oper sein 20-jähriges Bestehen feierte.

Ryrko, Programmbereichsleiter bei der VHS Neukölln, saß derweil im Publikum und erlebte einen Abend, der zurückblicken und in die Zukunft schauen ließ. Zunächst aber war es – nach der Weiterlesen

Neukölln funkt S.O.S.

Rund 60.000 Besucher zählten die knapp 300 Veranstaltungsorte im letzten Jahr bei der 16. Auflage von 48 Stunden Neukölln. Seitdem hat das Kunstfestival abgespeckt: Diesmal sind es nur noch 220 Locations mit 385 Events, die am Wochenende die Potenziale der Kreativszene zeigen – und deren Sicht auf das Thema „S.O.S. – Kunst rettet die Welt“. Die zentrale Ausstellung ist abermals in den Neukölln Arcaden: Dort

48 stunden neukölln

sind Werke von 24 Künstlern zu sehen und wird morgen um 19 Uhr das Festival- programm von Bezirksbürgermeisterin Giffey und Kulturstadtrat Rämer eröffnet. Dann liegt das Opening des Ablegers Junge Kunst NK  bereits acht Stunden zurück, und an dessen Festivalbeitrag  „Es ist eine Wand“  wird schon ab 9 Uhr morgens gearbeitet.

Unvergrünt

Zu den Fragen, mit denen sich selbst Neukölln-Insider gehörig ins Schleudern bringen lassen, gehört die nach dem Gartenkulturpfad des Bezirks. Dabei ist der absolut keine neue gartenkulturpfad neukölln_route 1_richardplatzEinrichtung: Schon seit 2007 gibt es den Gartenkulturpfad Neukölln mit seinen fünf Routen durch Parks, Gartenanlagen sowie weitere grüne Sehenswürdigkeiten zwi- schen Hermannplatz und Rudow.

Nun ist momentan zugegebener- maßen noch wenig Grünes zu sehen, das hat aber auch unge- heure Vorteile: Architektonische Besonderheiten, auf die der  Flyer und das 62-seitige Booklet des Gartenkulturpfads Neukölln eben- falls aufmerksam machen, sind nicht hinter saftigem Blattwerk versteckt und ungehindert zu be- trachten oder zu fotografieren. Die Erkundung botanischer Highlights Neuköllns kann dann bei einer späteren Begehung des Gartenkulturpfads nachgeholt werden.