Neuköllner Absichten – vom Dach des Estrel Hotels

estrel-hotel_neuköllnEs war ein Angebot der Kategorie „unwiderstehlich“, das unserer Anfrage folgte: Eigentlich hatten wir nur die Absicht gehabt, Blicke aus der immerhin auch über 60 Meter  hohen oberen Etage in die Tiefe zu werfen. Wir dürften auch aufs Dach, schrieb uns Annemarie Hirschberg aus dem PR- und Marketing-Sekretariat des Estrel Hotels zurück, und kündigte an, dass von dort die Aussicht über die Stadt noch balkon präsidentensuite_estrel berlin_neuköllnbesser sei.

Zwar zählt das 1995 er- öffnete, nach Eigentü- mer Ekkehard Streletzki benannte Hotel in Sachen Höhenmeter nicht zur Top 10 in Deutschland, was die Zimmerzahl betrifft, schlägt es andere Häuser aber um Längen: Weiterlesen

Wie nach einem Wirbelsturm

hinweistafel kleingartenkolonien sonnenallee_neuköllnDie Hinweistafel steht noch an Neuköllns Sonnenallee, nur von dem, worauf sie hinweist ist nicht mehr viel übrig. Das Gebiet, auf dem früher Laubenpieper ihre Freizeit genossen, erweckt den Anschein, als wäre ein Hurrikan darüber hinweg gefegt. Die Trümmer von Holzhütten und Zäunen liegen verstreut oder zu meter- hohen Stapeln aufgetürmt in den ehe- maligen Kleingartenkolonien, die Blu- men-, Kräuter- und Gemüsebeete sind zerstört. Doch es war keine Naturgewalt, die hier eine Schneise der Verwüstung geschlagen hat, sondern die Politik. Parallel zur

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Sonnenallee, nördlich der Dieselstraße, sieht es nicht anders aus: Auch hier sind die einstigen  Parzellen von Brettern, Baumaterial  und  Schutt übersät. Nur die aus  Stein

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gemauerten Datschen stehen noch und warten auf die Bagger, die fortsetzen sollen, was heute vor einer Woche mit dem offiziellen Spatenstich begann: der Ausbau der Stadtautobahn A100. Auch das Werksgelände einer früheren Aluminiumfabrik an der

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Sonnenallee wird der umstrittenen 3,2 Kilometer langen, sechsspurigen Trasse wei- chen müssen, die Neukölln ab 2022 teils unter- und teils oberirdisch mit dem Nachbarbezirk Treptow verbinden soll.

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