Projekt „Dialog – Aufbruch aus Neukölln“ macht regionale Aktionen zu bundesweiten

„Demokratie leben!“ heißt ein Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, mit dem der Dialog zwischen den verschiedenen Kulturen in Deutschland ermöglicht und gefördert werden soll. Ziel des Bundes-programmes ist es, bewusste und unbewusste, insbesondere kulturspezifische Vorurteile zwischen verschiedensten Gruppen von Menschen zu thematisieren und abzubauen.

Der Aufbruch Neukölln e. V. stellte in diesem Zusammenhang gestern Mittag im Spiegelsaal des Deutschen Theaters in Mitte sein bundesweites Projekt „Dialog – Aufbruch aus Neukölln“ der Öffentlichkeit vor. Es wurde im September letzten Jahres begonnen und läuft bis Ende 2019. Weiterlesen

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„Kazım, wie schaffen wir das?“: Biographie eines unermüdlichen Kulturmittlers aus Neukölln erschienen

Als Mensch, der beharrlich gegen Fremdheit, Sprachlosigkeit und Gewalt arbeitet und für ein friedliches Miteinander eintritt, ist der Neuköllner Kazım Erdoğan weit über die Grenzen Berlins bekannt geworden. 2012 erhielt er für seine Verdienste um das Zusammenleben in Deutschland das Bundesverdienstkreuz.

Im Ballhaus Naunynstraße wurde Mitte September die Biographie vorgestellt, die die Autorin und Reporterin Sonja Hartwig über Kazım Erdoğan geschrieben hat. Das Ergebnis ihrer Arbeit namens „Kazım, wie schaffen wir das?“ ist weit mehr als ein einfaches Portrait des Psychologen, Sozialarbeiters, Gründer der ersten Selbsthilfegruppe für türkische Männer und Vorsitzender Weiterlesen

Kommt jetzt in Neukölln der Wahlkampf in Fahrt?

Der richtige Schwung für die Bundestagswahl am 24. September fehlt bislang beim Wahlkampf in Neukölln, der eher unbemerkt mit einem Mehr-Parteien-Gespräch im Mai beim Britzer Bürgerverein begann.

Donnerstagabend stellte nun auf Einladung des Neu-köllner Bundestagsabgeordneten Dr. Fritz Felgentreu  der Berliner SPD-Landesvorsitzende Raed Saleh sein Buch „Ich Deutsch“ in der Alten Dorfschule in Rudow vor. Anschließend diskutierten die rund 50 Gäste angeregt über Salehs These einer „linken Leit-kultur“.

Bereits Anfang Juli hatte die Neuköllner Bundestagskandidatin Weiterlesen

„Das schwarze Wasser“: Inhaltsschwerer Kulturgenuss mit anschließender Publikumsdiskussion in der Neuköllner Oper

@martin koos.de_das schwarze wasser_neukoellner oper„Ich habe selten so ein anspruchsvolles Stück gesehen“, gestand in akzentfreiem Deutsch ein junger Mann, der nicht im geringsten den Eindruck machte, einer bildungsfernen Schicht anzugehören. „Sie müssen“, fuhr er Sonnabendnacht gegen elf Uhr fort, „die Schwellenangst weiter abbauen, damit noch mehr Menschen zu Ihnen kommen.“ Über zweihundert Zu-schauer hatten zuvor im fast ausverkauften Saal der Neuköllner Oper das Stück „Das schwarze Wasser“ gesehen: Im Musikstück der Brüder Vivan und Ketan Bhatti, das nach dem Weiterlesen

Viele Punkte angesprochen, aber längst nicht alle Fragen beantwortet

genezareth-kirche neuköllnRegen Zulauf verzeichnete Freitagabend die Gene- zareth-Kirche auf dem Herrfurthplatz im Neuköllner Schillerkiez: Erol Özkaraca, SPD-Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, dessen Bürgerbüro nicht weit entfernt in der Hermannstraße ist, hatte in Zusam-menarbeit mit dem Treffpunkt Religion und Gesellschaft (TRG) e. V. zu einer Gesprächsrunde mit dem Thema „Islam – zwischen Jugendkultur, Religion und Politik“ finger_kontschieder_buschkowsky_islam-podiumsdiskussion_izg neuköllnein. Die Kirche war voll, und nur die Plätze auf der Empore blieben unbesetzt. Prominentester Zuhörer des Abends: der ehemalige Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky. Von der Neuköllner BVV wurden die SPD-Abgeordneten Jutta Finger, Eugen Kontschieder und Wolfgang Hecht sowie Elfriede Manteuffel (CDU) gesehen, Weiterlesen

Wer gehört dazu?: Diskussion im Neuköllner Rathaus über das Andersdeutsch-Sein

andersdeutsch in deutschland_bvv neuköllnErstmals beteiligte sich das Bezirksamt Neukölln aufgrund eines Beschlusses der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) an den Internationalen Wochen gegen Rassis- mus. Bernd Szczepanski, der Bezirksstadtrat für Soziales, hatte deshalb gestern Abend zur Diskussionsveranstaltung „Wer gehört da- zu? Andersdeutsch in Deutschland“ in den BVV-Saal eingeladen.

„Ich werde häufig gefragt, warum ich Carl heiße – nicht aber, warum ich Chung heiße“, mit dieser persönlichen Beobachtung führte der 1963 in Köln geborene Diplom-Politologe, der seit 2002 Leiter des Mobilen Beratungsteams Ostkreuz ist, die Zuhörer in das Thema des Abends ein. „Woher kommen Sie?“ – „Aus Schöneberg.“ – „Nein, das meine ich nicht.“ – Weiterlesen

72 Meldungen mehr als im Vorjahr: Neuköllner Register macht Diskriminierung im Alltag auf lokaler Ebene sichtbar

refugees welcome_neuköllnMorgen beginnt nicht nur eine neue Woche, morgen beginnen auch die Internationalen Wochen gegen Rassismus. Mehr als 70 Organisationen und Einrichtungen beteiligen sich bundesweit mit Veranstaltungen an den beiden Aktionswochen rund um den Welttag gegen Rassismus. Zum ersten Mal ist, nach einem Mehrheits-Beschluss der Bezirksverord- netenversammlung, auch das Neuköllner Be- zirksamt dabei.

Um rechtsextreme und diskriminierende Vor- fälle in der Hauptstadt zu erfassen und doku- mentieren, wird seit zehn Jahren von der Koor- dinierungsstelle Berliner Register ein Netz bezirksbezogener Register aufgebaut: Das erste wurde 2005 in Pankow eingerichtet; Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick und Friedrichshain-Kreuzberg folgten. Seit Juni 2013 gibt es auch ein Neuköllner Register. Inzwischen Weiterlesen