Neuer Standort für ein Neuköllner Mauerkreuz

Das schlichte Holzkreuz, das an Dieter Berger und Lutz Schmidt erinnert, die im Dezember 1963 und im Februar 1987 an der ehemaligen Berliner Mauer erschossen wurden, steht seit Anfang April nicht mehr an der Köpenicker Straße in Neukölln, sondern am Neudecker Weg. Not-wendig wurde die Umsetzung wegen Arbeiten am Neubau der Clay-Schule. „Das Holzkreuz hat jetzt im Neudecker Weg 7 einen angemessenen neuen Standort nur wenige Meter vom markierten Weiterlesen

Advertisements

Eine Frage der Zeit

wiener brot holzofenbäckerei_berlin-neuköllnWer nie vormittags an dem Eckhaus Her- mann-/Glasower Straße vorbeikommt, sieht immer nur geschlossene Rollläden. Was sich dahinter tut oder ob sich dort überhaupt etwas tut, darüber kann nur spekuliert wer- den. Immerhin dürfen sich jene Unwissen- den damit trösten, dass man beim renom- mierten Kauperts – Straßenführer durch Berlin  auch nicht schlauer ist.

„Früher war hier eine Kneipe, danach eine Postfiliale und anschließend stand die Im- mobilie lange leer“, berichtet Diana von Webel. Seit dem Sommer 2012 hat dieser Zustand ein Ende – und der zur Sarah Wiener-Gruppe gehörende Geschäftsbereich Wiener Brot, für die Diana von Webel als Pressereferentin tätig ist, hat Weiterlesen

Irreführend

Der Bekanntheitsgrad eines Platzes hängt nicht zwangsläufig von dessen Attraktivität ab. Ein gutes Beispiel dafür ist mitten im Neuköllner Norden der Platz, an dem die fakhro supermarkt, neukölln, platz der freundschaft, da-wo-aldi-ist-platzBöhmische Straße, Kan- nerstraße und Schönewei- der Straße auf die Richard- straße treffen.

Im Spätsommer 2007 be- kam dieser Platz nach einer zurückhaltenden Auf- hübschung aus „Soziale Stadt“-Mitteln des Quar- tiersmanagements Ri- chardplatz-Süd gleich noch einen offiziellen Namen verpasst: Freundschaftsplatz sollte nun genannt werden, was bei allen im Kiez nur als Da-wo-Aldi-ist-Platz bekannt war.

Das Vorhaben scheiterte kläglich, und bis heute können weder Kauperts Stra- ßenführer durch Berlin, noch Google Maps oder der berlin.de-Stadtplan den Freundschaftsplatz einer Örtlichkeit in Neukölln zuordnen. Dass sie mit dem Begriff „Da-wo-Aldi-ist-Platz“ auch nichts anfangen können, steht auf einem anderen Blatt.

Inzwischen hat der Lebensmittel-Discounter seine Filiale im Richardkiez ge- schlossen. Demnächst wird dort der Fakhro-Supermarkt eröffnen. Ob der sich auch als neuer Namensgeber für den gegenüberliegenden Platz mausern kann, wird sich zeigen. Bei den alteingesessenen Kiezbewohnern dürfte das schwierig werden, bei neu zugezogenen weniger. Das Aufleben der kaum benutzten Bezeichnung Freundschaftsplatz könnte das Kommunikations- und Orientierungsproblem zwischen beiden Gruppen minimieren. Vielleicht setzt sich aber auch das etwas sperrige Konstrukt  Da-wo-Aldi-war-und-jetzt-Fakhro-ist-Platz durch.

=ensa=