Öffentlich und in geschlossenen Räumen

Wenn die Frühlingssonne – so sie sich blicken ließ – unaufhaltsam Kurs auf den Horizont nimmt und es draußen ungemütlicher wird, lädt auch in dieser Woche die Neuköllner Bezirkspolitik wieder zu öffentlichen Veranstaltungen in geschlossenen fruehlingssonne neukoelln_foto irenaeus ilnickiRäumen ein: Im Sozialausschuss wird morgen ab 17 Uhr im Wetzlar-Zimmer u. a. der kürzlich erschienene Sozialbericht Neukölln besprochen und ein im März 2014 (!) gestellter CDU-Antrag, in Bezirk die Stelle einer/s Beauftragten für Senioren einzurichten, erörtert. Zeitgleich tagt im Çigli-Zimmer der Stadtentwicklungs-ausschuss, wo z. B. die degewo den aktuellen Stand des Masterplans zur Entwicklung der südlichen Gro-piusstadt präsentiert und das Einzelhandels- und Zentrenkonzept für Neukölln vorgestellt wird. Ebenfalls morgen ab 17 Uhr kommt im Ústí-nad-Orlicí-Zimmer der Ausschuss für Bildung, Schule und Kultur zu-sammen. Außer der Information über diverse Sach-stände u. a. auf der Tagesordnung: ein Referat mit dem Schwerpunkt der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt im Kontext Schule nebst einem thematisch passenden Grünen-Antrag.
Keine Terminüberschneidungen gibt es indes Don-nerstag ab 17 Uhr: Im Çigli-Zimmer tagt der Jugendhilfeausschuss, um bspw. über Anträge zum Aufbau eines Bezirksjugendrings und zur personellen Verbesserung für Neuköllner Kitas zu beraten.

Details aus dem Neuköllner Nord-Süd-Gefälle

obdachlosigkeit neukoelln_foto irenaeus ilnickiWer sich nicht auf eigene Eindrücke verlassen, sondern wissen will, wie es den Neuköllnerin-nen und Neuköllnern geht, wie sie leben und wohnen, kann das seit einigen Tagen in einem neuen Kompendium nachschlagen: dem So-zialbericht Neukölln. „Er beschreibt nicht nur die demographischen, sozialen, kulturellen und gesundheitlichen Besonderheiten unseres bunten Bezirks anhand neuester Zahlen – sondern ermöglicht zudem anschauliche Vergleiche der Neuköllner Kieze untereinander, zu anderen Weiterlesen

Zwischenstopp in Neukölln

Zwei Wochen lang wurde in den Räumen des WerkStadt Kulturvereins an der Kreuzung Emser-/Ilsestraße im Neuköllner Körnerkiez gebohrt, geflext, gehämmert und geschwitzt. Letzten Sonnabend war es dann soweit: Der offizielle Geburtstag der WerkStadt Bar  konnte mit einem Fest mit Freunden, Verwandten, Bekannten, Unbe-

renovierung werkstadt-bar neukölln neueröffnung werkstadt-bar neukölln francine k. affourtit_werkstadt-bar neukölln

kannten und Nachbarn gefeiert werden. Auch für Francine K. Affourtit aus Philadel-phia/USA war der Abend ein besonderer, denn seitdem – und noch bis zum 20. Sep-tember – zeigt sie ihre  Installation „Traveling Suitcase“  in der neu eröffneten Bar.

Großer gelber Vogel im Körnerpark

Normalerweise landen Bälle, Frisbee-Scheiben, Enten, Spatzen und Amseln auf dem Rasen im Körnerpark, den zu betreten eigentlich verboten ist, was aber seit eh und je niemanden interessiert. Gestern Morgen war es ein ungleich größerer Vogel, der dort knatternd  statt  zwitschernd oder quakend  landete: Komfortable Bedingungen für das

adac-hubschrauber christoph31_körnerpark neukölln

Team des ADAC-Helikopters Christoph 31, der für die Berliner Feuerwehr die Luftret-tung übernimmt. Im letzten Jahr waren es mit 3.714 Einsätzen die bundesweit meis-ten; gestern war nach Auskunft der ADAC-Pressestelle „ein internistischer Notfall“ der Grund für den Flug nach Neukölln und die Landung im Körnerpark.

Von draußen nach drinnen: Graffiti in der Helene-Nathan-Bibliothek

christian winterstein_kommunikation auf mauern_stadtbibliothek berlin-neuköllnRund 600 Fotos von Parolen-Graffiti nahm Christian Winterstein in Straßen und Hinter- höfen zwischen Hermannplatz und S-Bahn- hof Sonnenallee, Neuköllner Schiffahrtskanal und Tempelhofer Feld mit seiner digitalen Kleinbildkamera auf. „Der Akt des Ungehor- sams als Akt der Freiheit ist der Anfang der Vernunft“ oder einfach nur „Liebe.“ sind zwei der eingefangenen Losungen. Mehr als drei Dutzend weitere Wandbotschaften sind nun in der Ausstellung „Kommunikation auf Mauern: Neuköllner Parolen-Graffiti“ in der Helene-Nathan-Bibliothek zu Weiterlesen

Alle Räder stehen still, wenn die GDL es will

s-bahn-gleise neukölln_irenäus ilnickiMorgen ist es wieder soweit: Von zwei Uhr nachts bis Donnerstagabend um 21 Uhr ruft die Gewerk- schaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ihr Perso- nal nach über fünfmonatiger Streikpause erneut zum bundesweiten Ausstand im Personenverkehr auf. Nicht nur der Regional- und Fernverkehr der Deutschen Bahn wird vom 43-stündigen Streik betroffen sein, sondern auch die  Berliner S-Bahn. „Bitte weichen Sie auf U-Bahn-Straßenbahn und Bus aus“, empfiehlt diese ihren verhinderten Fahr- gästen. Das Begehen der Gleise ist selbst in Neu- kölln weiterhin nur denen erlaubt, die dort etwas zu suchen haben.

So sieht’s aus

Was am 23. Januar begann, soll im März enden: die Olympischen und Paralympi- schen Wochen, bei denen der Senat die Hauptstädter als verbindliche Unterstützer der Bewerbung Berlins für die Olympia-Austragung im Jahr 2024 bzw. 2028 gewin- nen will. Bereits im  letzten Jahr wurden mit  einem  Stimmungstest  erste Prioritäten-

wir wollen die spiele_olympia-kampagne berlin_neukölln

setzungen erfragt: 9.462 Leute haben sich daran beteiligt; 77 Prozent von ihnen stimmten dem Statement von DOSB-Präsident Alfons Hörmann zu, dass es darum gehen werde, dass sich „Olympia an die besonderen Bedingungen und Gegeben- heiten einer Stadt“ anpasst. Wie das zu verstehen ist, führt Neukölln schon mal vor.