„Vor einem Jahr starben Menschen in Hanau, die auch Neuköllnerinnen und Neuköllner hätten sein können“

213 Kerzen standen in dieser Wochen gut sichtbar in den Fenstern des Rathaus Neukölln. Sie erinnerten unmittelbar im Zentrum des Bezirks an alle Menschen, die in Deutschland seit 1990 als Opfer rechtsextremer oder rassistischer Gewalt getötet wurden. Die Lichter zum Gedenken an die Todesopfer waren anlässlich des 1. Jahrestages der rassistischen Morde in Hanau aufgestellt worden. Auf einem Transparent am Rathaus-Balkon waren zudem die Portraits und die Namen der neun Hanauer Mordopfer zu sehen. Der Feuerüberfall vom 19. Februar 2020 war seit dem Anschlag auf dem Münchner Oktoberfest im September 1980 der schwerste Angriff mit einem rechtsextremen Hintergrund in der Geschichte der Weiterlesen

Sechs Monate nach dem Anschlag von Hanau: Gedenken auch am Hermannplatz

Neun Menschen wurden im Februar bei einem rassistisch motivierten Terroranschlag auf zwei Shisha-Bars in Hanau getötet. Nicht nur am Rathaus der Stadt, das aktuell eingerüstet ist und saniert wird, und dem Brüder-Grimm-Denkmal erinnern nach wie vor Transparente, Blumen, Kerzen und Fotos der Ermordeten an die Tat. Viele Orte in der Stadt halten das durch den Ausbruch der Corona-Pandemie erschwerte Gedenken an die Opfer wach: Auf Aufklebern an Ampelmasten und an Hauswänden bleiben ihre Namen unvergessen, in vielen Schaufenstern in der Innenstadt demonstrieren Plakate mit dem Weiterlesen