Umfangreiche Veranstaltungsreihe der Volkshochschule Neukölln zu umstrittenen Straßennamen

Wann und warum werden Straßen oder Plätze umbenannt? Diese eher theoretische Frage hat längst in der Neuköllner Kommunalpolitik eine ganz praktische Bedeutung bekommen. Denn erstens erleichterte der Berliner Senat mit einer Änderung der Ausführungsvorschrift zu Paragraf 5 des Berliner Straßengesetzes vom 1. Dezember 2020 die Umbenennung der Straßen und Plätze, die nach Wegbereitern und Verfechtern von Kolonialismus, Versklavung und rassistischen Ideologien benannt sind. Und zweitens identifizierte in einem Dossier zu Straßen- und Platznamen mit antisemitischen Bezügen  der Politologe Felix Weiterlesen

Ausstellung im Rathaus Neukölln würdigt Stadtbaurat Martin Wagner

„Berlin ist die jüngste, aber auch die ärmste Weltstadt Europas. Aber nicht nur Reichtum, auch Armut verpflichtet, verpflichtet doppelt zu einer Konzentration der Mittel und der Kräfte, mit dem beschränkt gegebenen Kapital ein Höchstmaß an Zweckerfüllung, Form und Repräsentation zu erreichen.“ Dieses Zitat des Berliner Stadtbaurates Martin Wagner aus dem Jahr 1928 begegnete mir kürzlich in einer Ausstellung im Rathaus Neukölln. Sie wurde im Berliner Jubiläumsjahr “100 Jahre Groß-Berlin 1920 – 2020“ konzipiert und trägt den Titel „Der Dirigent der Weltstadt – Martin Wagner und das Neue Berlin“. Berlin war damals mit 3,8 Millionen Weiterlesen