Entwicklungspolitischer Ratschlag fordert städtische Erinnerungskultur

Mehr Engagement bei der Aufarbeitung des deutschen Kolonialerbes – insbeson-dere in der Beziehung zu Namibia – fordert der Entwicklungspolitische Ratschlag (BER) vom Berliner Senat in der Januar-Ausgabe seines Newsletters. Obwohl im Koalitionsvertrag die die Bearbeitung der Kolonialgeschichte als Aufgabe genannt werde, sei die Städtepartner-schaft zwischen Berlin und Windhoek gegenwärtig noch nicht Handlungsfeld städtischer Erinne-rungskultur, kritisiert die auf dem Kindl-Areal ansässige entwicklungspolitische NGO.

Ein ungefähr 12 mal 10 Meter großes Plakat mit einem Totenschädel und der Aufschrift „In Memoriam Herero and Nama – No Amnesty on Weiterlesen

„Der Normalfall ist nicht Sex und Drogen aufm Klo, sondern die Nichteinhaltung der Hausordnung und ein zugespitztes Aggressionspotenzial bei älteren Kindern und Jugendlichen“

stadtbibliothek neuköllnVorgestern brach in der Helene-Nathan-Bibliothek in den Neukölln Arcaden eine neue Ära an: Seitdem bewegen sich dort nicht nur Besucher und Mitarbeiter durch die von Bücherregalen flankierten Gänge, sondern auch zwei Wachschützer. In einer dreimona- tigen Testphase, die den Bezirkshaushalt um 20.000 Euro erleichtert, soll ausprobiert werden, ob durch die Präsenz der Männer der Rheinischen Sicherheits- dienste die Atmosphäre in der Bücherei auf ein Level geschraubt werden kann, das den Angestellten ein angenehmes Arbeiten und den Besuchern einen ungestörten Aufenthalt  ermöglicht.

„Der erste Tag war sehr positiv“, resümiert Brigitte Lichtfeldt am Tag 2 des Experiments. Die Bibliothekarin, die Ende Januar zur kom- missarischen Leiterin der Neuköllner Bücherei aufstieg, arbeitet seit 1979 dort und kann ob ihrer Erfahrung sehr wohl zwischen guten und schlechten Weiterlesen

Überraschungs-Ei Stadtbibliothek Neukölln

lesung barbara wrede_stadtbibliothek neuköllnNeukölln ist immer für eine Überraschung gut, wie gestern in der Helene-Nathan-Bibliothek zu erleben war, die zuletzt durch Schlagzeilen negativer Art auffiel: „Wir haben heute zwei Veranstaltungen im Haus“, leitet der für Lesungen verantwortliche Bibliothekar um 18 Uhr den Leseabend „Affenbarbier kann ich immer noch werden“ mit Barbara Wrede ein. Nur eine halbe Stunde später wird eine Etage höher die Ausstellung „Fotografie und Literatur“ des Weiterlesen

Helene Nathan 2.0

Ich gebe es zu, ich finde Menschen manchmal ja auch doof und habe auf manche Gespräche wirklich keine Lust. Aber noch viel weniger möchte ich mit Automaten ausleihe-medienselbstverbuchung_helene-nathan-bibliothek neuköllnplaudern. Jetzt stehen allerdings ebensolche, von denen ich mir etwas sagen lassen soll, in der Helene-Nathan-Bibliothek in den Neu- kölln Arcaden: Selbstverbuchung heißt das System, das seit einigen Wochen per RFID (Radio-Frequency Identification) die automa- tische Identifizierung von Büchern und ande- ren Medien erlaubt.

Natürlich gibt es dem Eingang zur Bibliothek einen ganz neuen Charme. Den des Check-In-Bereichs eines Flughafens beispielswei- se, obwohl, nein, da sind ja mehr Menschen. Eher den einer Pfandflaschenrückgabe- oder Geldautomaten-Halle oder so. Auf jeden Fall den, den ich nicht erwarte und haben möchte, wenn ich in eine Bibliothek gehe. Alles noch anonymer, noch automatischer, noch unpersönlicher. Weiterlesen