Quartiersmanagement Schillerpromenade stellt Aktionsplan zur Verstetigung des QM-Gebietes vor

Um Stadtteile zu stabilisieren, die in Gefahr sind, von der gesamtstädtischen Entwicklung abgehängt zu werden, wurde 1999 in verschiedenen Berliner Kiezen – u. a. im Gebiet Schillerpromenade – das Pilotprojekt „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die soziale Stadt“ als Vorläufer des späteren Quartiersmanagements initiiert. Hohe Arbeitslosigkeit, nicht funktionierende Nachbarschaften, unzureichende Integration sowie Anzeichen der Verwahrlosung des öffentlichen Raumes begründeten damals den besonderen Entwicklungsbedarf des Gebietes.

Nach 21 Jahren wird das Quartiersmanagement im Schillerkiez, wo heute über 20.000 Menschen in Nähe des Tempelhofer Felds leben, zum Dezember 2020 in seiner bisherigen Form beendet. Weiterlesen

„Verstetigt und dann?“: Planungen für die Zeit nach dem Ende des Quartiersmanagements im Schillerkiez

Seit 1999 ist der Neuköllner Schillerkiez ein Quartiersmanagementgebiet, doch mit dem 1. Januar 2021 endet die Förderung durch das Quartiersmanagement. Um die in den letzten zwei Jahrzehnten entstandenen Errungenschaften wie Bürgerbeteiligung, Vernetzung und Nachbarschaftstreff im Kiez möglichst zu erhalten, leitete das QM-Schillerpromenade im August einen sogenannten Verstetigungsprozess ein, an dessen Ende ein Aktionsplan steht, der im Februar 2019 auf einer Stadtteilkonferenz vorgestellt wird. Nach einem Projektentwicklungs-Workshop und der Diskussion eines Entwurfes für den Aktionsplan hatte QM-Leiter Gunnar Zerowsky vorgestern zur Weiterlesen

Ein Jahr Milieuschutz in Neuköllner Kiezen

Nur wenige Interessierte kamen am vergangenen Freitagnachmittag in den Gemeindesaal der Genezareth-Gemeinde, um auf Einladung des Quartiersmanage-ments Schillerpromenade über die Wirkung des seit einem Jahr in Teilen Neuköllns geltenden Milieuschutzes zu diskutieren. Dabei war das Podium prominent besetzt: Neben dem für Stadt-entwicklung zuständigen Bezirksstadtrat Jochen Biedermann (3. v. l.) nahmen Stadt und Land-Geschäftsführer Ingo Malter (r.), Dr. Jochen Lang (2. v. l.), Abteilungsleiter der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, sowie die Architektin des Evangelischen Friedhofsverbands, Bettina Bauerfeind (l.), Platz. Max Althoff (3. v. r.), Mietrechtsanwalt Weiterlesen

Ein neuer Neuköllner Park kommt, drei Namensvorschläge sind schon da

nachbarschaftspreis goldener schiller_neukoellnWenn Preise verliehen sind, ist normalerweise die Spannung raus. Die Gewinner stehen fest, haben Glückwünsche, Urkunden und Präsente erhalten, und das Büffet lockt. Beim Nachbarschaftspreis „Goldener olga-benario-park_anita-berber-park_schillerpark_neukoellnSchiller“ ist die Situation diesmal eine andere.

Bereits zum sechsten Mal wurde die Auszeichnung des Quartiersmanage-ments Schillerpromenade gestern auf dem Areal der Kinderwelt am Feld ver-liehen. In den Vorjahren habe man die nettesten Nachbarn, schönsten Balkone und die besten Koch-rezepte, Fotos und Geschichten aus dem Kiez gewürdigt, zählt Quartiersmanager Gunnar Zerowsky auf: „Beim ‚Goldenen Schiller 2016‘ geht es um etwas, das zu einer dauerhaften Auswirkung führt.“ Das jedenfalls ist erwünscht, ob es letztlich dazu kommen wird, hängt Weiterlesen

Überlegener Sieger: Desinteresse

Mit dem Satz „Gremien wie der Quartiersrat und die Aktionsfondsjury bilden die Vielfalt der Quartiersbewohnerinnen und -bewohner ab und repräsentieren ihre quartiersrat-wahl_grafik qm schillerpromenade neukoellnunterschiedlichen Interessen und Bedürfnis-se“ leitet ein 2012 vom Quartiersmanagement Körnerpark herausgegebenes Heft das Kapitel „Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung“ ein.

Mit einem erstaunten „Ich wusste gar nicht, dass eine Wahl war!“ reagieren indes viele Bewohner der 11 Neuköllner Quartiersmanage-ment-Gebiete auf die Frage, ob sie den Quartiersrat mitgewählt haben. Getrost bezwei-felt werden darf allerdings, dass sie im Falle der Kenntnis ihre Stimme abgegeben hätten. Denn dass beispielsweise von den etwa 10.000 Weiterlesen

Ehemaliger Neuköllner Friedhof soll vom Paradies für Hunde zur „naturnahen Grünfläche“ für alle werden

west-zugang _st. thomas friedhof_neuköllnWenn die Planungen vom Spätsommer 2011 realisiert worden wären, wäre schon seit drei Jahren ein haupteingang_st. thomas friedhof_neuköllnZeltplatz auf dem stillge-legten Teil des St. Thomas Friedhofs. Wurden sie aber nicht. Deshalb ist die Situa- tion auf dem Areal zwischen Hermannstraße und Tempel- hofer Feld unverändert: Dea- ler aus der U8, Wild-Camper und -Sperrmüllentsorger, Schüler der benachbarten Carl-Legien-Schule, Hundebesitzer und ihre Vierbeiner – jeder weiß den ehemaligen Friedhof nach wie vor aus unterschiedlichsten Gründen zu schätzen. Was sich jedoch verändert hat, ist, dass die Bäume und Büsche gewachsen sind und Weiterlesen

Ein neuer Ort, an dem Nachbarschaft entstehen, wachsen und gedeihen soll

Knapp 2 Kilometer liegen zwischen dem Oben und Unten des flächenmäßig zweit- größten Neuköllner Quartiersmanagement-Gebiets. Wer im Norden vom Schillerkiez, nachbarschaftstreff im schillerkiezam Columbiadamm, wohnt, hält sich deshalb gemeinhin eher selten im Süden, um die Siegfriedstraße her- um, auf. Dass drei Friedhöfe horizon- tale Schneisen in den Kiez schlagen und dessen unteres Drittel vom Nor- den abkoppeln, kommt erschwerend hinzu und beeinflusste auch die Pla- nung eines Bürgerzentrums maßgeb- lich. „Schon 2006 haben wir festge- stellt, dass ein solcher Ort als Anlaufpunkt gebraucht wird“, erinnert Weiterlesen