Mike Spike Froidl thematisert Gewalt und Sexualität im ostasiatischen Ambiente

Geishas, die Leihräder mit Vorschlaghämmern zertrümmern und vollbusige Terroristinnen mit riesigen Revolvern: Im Bauchhund Salonlabor sind seit Freitagabend in der Ausstellung „Freche Geishas – schöne Terroristinnen“ Bilder, Graphiken und Kalligraphien der besonderen Art zu sehen.

Mike Spike Froidl (r.) studierte von 1985 bis 1991 in München beim Fluxus-Künstler Robin Page Malerei und erlernte die Kunst der japanischen Kalligraphie von 1990 bis 1998 beim Zen-Mönch Weiterlesen

„Neukölln spricht viele Sprachen, auch Esperanto“

Völkerverständigung und das Streben nach Frieden sind zwei Gedanken, die mit der Idee der Plansprache Esperanto eng verbunden sind. Im Jahr 1887 veröffentlichte der jüdische Augenarzt Ludwik Zamenhof in Warschau unter dem Pseudonym Doktoro Esperanto („Doktor Hoffender“) in einer kleinen Broschüre die Grundzüge einer konstruierten Sprache, die für jeden leicht zu erlernen sein sollte. Heute wird Esperanto von Menschen in über 100 Staaten verwendet, ist aber in keinem Land der Welt als Amtssprache anerkannt. In Polen wurde Esperanto jedoch als Träger der Esperanto-Kultur zum Weiterlesen

„Es kommt auf die Bedürfnisse an“

Karin Kramer im Mai 2013 in der Galerie bauchhund

Karin Kramer im Mai 2013 in der Galerie bauchhund

An eine Begegnung, die schon einige Jahre zurück liegt, kann ich mich noch gut erinnern: Ich bereitete damals eine Führung durch die Gewerbe- und Dienst- leister-Szene des Richardkiezes vor und sprach auch Karin Kramer an, die mit dem namensgleichen Verlag schon lange in diesem Neuköllner Kiez beheimatet ist. Sie empfing mich in ihrem kleinen Büro, das nach  Büchern  roch  und chaotisch aussah.

Die Idee der Gewerbetouren fand sie zwar toll, beteili- gen wollte sie sich daran mit dem Karin Kramer Verlag jedoch nicht. Großes Aufheben hat die Verlegerin nie um ihre Tätigkeit gemacht. Selbst viele Nachbarn aus der Niemetzstraße wissen deshalb vermutlich bis heu- te nicht, was im Ladenbüro des Altbaus mit der Haus- nummer 19 passiert.

Seit 44 Jahren gibt es den Karin Kramer Verlag nun- mehr, seitdem führten Karin und Bernd Kramer ihn zu- sammen. Mindestens acht Belletristik- und Sachbü- cher, in denen es vornehmlich um Anarchismus, Anar- chie und Utopien ging, gaben sie pro Jahr heraus. Auf solche Themen Weiterlesen