Neuköllns Rathaus-Chefin geht: Reaktionen der Fraktionen

Franziska Giffey, die ihre Karriere im Neuköllner Bezirksamt 2002 als Europabeauftragte begann, ab 2010 Stadträtin für Bildung, Schule, Kultur und Sport und seit April 2015 Bezirksbürgermeisterin war, kehrt Neukölln den Rücken. Gestern um kurz nach 10 wurde die SPD-Politikerin offiziell als neue Familienministerin vorgestellt; nächsten Mittwoch wird sie in ihrem neuen Amt vereidigt.

In den sozialen Netzwerken gibt es massig Glückwünsche zum steilen Aufstieg vom Rathaus eines Berliner Bezirks in die Bundespolitik, aber ebenfalls reichlich Betroffenheit, Traurigkeit und Enttäuschung. Wer Giffey in Neukölln ersetzen soll, fragen sich nun viele – auch die Fraktionen der Weiterlesen

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Informationen zum aktuellen Stand des Vorkaufsrechts im Bezirk – nur ein Thema von vielen

“Die Mieter des Wohnhauses Hermannstraße 174/Jonasstraße 35 in Neukölln müssen keine Angst mehr vor Verdrängung haben. Der Bezirk hat sein Vorkaufsrecht zugunsten der landeseigenen Wohnungsbau-gesellschaft Stadt und Land ausgeübt, wie er am Donnerstag mitteilte“, ließ das Neues Deutsch-land am 19. Januar seine Leserinnen und Lesern wissen. Doch die Pressemitteilung, auf der die Meldung beruhte, zog der für Stadtentwicklung zuständige Neuköllner Bezirksstadtrat Jochen Biedermann nach wenigen Stunden wieder zurück, ohne dass das ND bisher seinen Bericht Weiterlesen

Neukölln im Kalten Krieg: VHS-Kursreihe endete mit einer Veranstaltung über „Bezirkspolitik im Frontstadtbezirk“

Mit dem Projektkurs „Kommunismus in Neukölln“ begab sich die Volkshochschule Neukölln seit September passend zum 100-jährigen Jubiläum der Oktoberrevolution auf Spurensuche nach dem kommunistischen Erbe in der Lokalgeschichte des ehemaligen Arbeiter-bezirkes. Die Kursreihe schloss am Donnerstag-abend mit der Veranstaltung “Bezirkspolitik im Frontstadtbezirk“ ab.

In der Zeit der Ost-West-Blockkonfrontation, die zwischen dem Mauerbau 1961 und dem Fall der Mauer 1989 lag, war die rund 17 Kilometer lange Bezirksgrenze zwischen Treptow und Neuköln zu einer massiv bewachten Systemgrenze ausgebaut geworden. Gabriele Vonnekold, Weiterlesen

Pünktlich zum 100. Jahrestag der Oktoberrevolution: Neukölln reflektiert seine kommunistische und linksradikale Vergangenheit

„Neukölln ist ein perfektes Laboratorium für die Beschäftigung mit der Geschichte des Kommunismus“, erläuterte Katharina Hochmuth, Projektkoordinatorin der Stiftung Aufarbeitung, zur Eröffnung der Ausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“, für die am Dienstagnachmittag – exakt der 100. Jahrestag der Oktoberrevolution vom 7. November 1917 – im Obergeschoss der Neuköllner Stadtbibliothek nur ein kleiner Besucherkreis zusammengekommen war. Die Ausstellung, die auf beide Etagen der Helene-Nathan-Bibliothek verteilt ist, will den Aufstieg und Niedergang der kommunistischen Bewegung umfassend beschreiben und so zu einem tieferen Verständnis der DDR-Diktatur beitragen. Sie Weiterlesen

Wen warum wählen und weshalb überhaupt? Fragen an vier Bezirksverordnete von Neuköllner Wählern

wahl-info-veranstaltung_vhs-neukoellnWer momentan in Neukölln unterwegs ist, trifft beinahe auf Schritt und Tritt auf Wahlkämpfer aller möglicher Parteien, die sich mit Kugelschreibern, Stoffbeuteln oder Luftballons in Erinnerung bringen und halten wollen. Manche haben sogar ihr Wahlpro-gramm parat, um ein spontanes Informationsbedürf-nis potenzieller Wähler zu stillen. Nicht selten muss das jedoch unbefriedigt bleiben. Also die wählen, die den schönsten Luftballon, die robusteste Einkaufs-tasche oder den ergonomisch angenehmsten Stift verschenkt haben?

Ein wenig Orientierung im bezirkspolitischen Dschun-gel wollte vorgestern Abend eine Veranstaltung der Neuköllner Volkshochschule geben. Unter dem Motto „Berlin wählt – und Neukölln auch“ hatte Weiterlesen

Geschichte der Wende in arabischer Sprache

Eine misslungene Generalprobe, sagen Theaterleute, sei die beste Garantie für eine kameramann_die wende_daz neukoellngelungene Premiere und weitere erfolgreiche Aufführungen. Sofern  diese Regel über das Theater hinaus  gilt, muss die arabischsprachige Ausstellung „Die Wende – der Beginn der deutschen Einheit. Eine friedliche Revolution zur Wiedervereinigung“, ein voller Erfolg werden.

Zur Eröffnung  luden vorgestern der Bezirksstadtrat für Soziales, Bernd Szczepanski, und der Leiter des Deutsch-Arabischen Zentrums (DAZ) Nader Khalil ein. Die Zielgruppe, neu zugezogene Flüchtlinge aus arabischen Ländern, denen auf Weiterlesen

Erst Information und Diskussion, dann die Umbenennung

strassenschild wissmannstr neukoellnDie Kolonialgeschichte Deutschlands scheint heute für viele längst vergessen und vergangen zu sein. Es gehört zum gesellschaftlichen Konsens, dass es nichts am Kolonialismus gibt, worauf irgendjemand uneingeschränkt stolz sein könn-te. Erst kürzlich bedauerte Bundestagspräsident Norbert Lammert politische Versäumnisse im Umgang mit den deutschen Kolonialverbrechen im früheren Deutsch-Südwestafrika. Lammert und das Auswärtige Amt nannten im Sommer 2015 die während des Herero-Aufstandes verübten Massaker, Weiterlesen