Neue Formen des Danachs in Neukölln

Gestern endete bei Kutschen-Schöne am Richardplatz die Veranstaltungsreihe 161124_stelen-koppelweg_foto-bezirksamt-neukoellnDeathLab, die seit Ende September mit sieben Gesprächen über Tod und Kunst zu einer Expedition in die zeitgenössische Sterbekultur eingeladen hatte.

Zeitgenössische Formen der Bestattung werden seit dem Spätsommer auch auf vier der acht landeseigenen Friedhöfe in Neukölln angeboten: Elf Urnenstelen mit Platz für 104 Urnen wurden auf den Friedhöfen Köpenicker Straße und Buschkrugallee installiert; auf dem Friedhof Koppelweg sind Weiterlesen

Nicht nur keine Diskussion: Entscheidung in Sachen „Stolperstein für Sigurd Franzke“ gefallen

gunter demnig_stolperstein neuköllnAuch der 29. November 2013 war ein Freitag. Außerdem war es der Tag, an dem Gunter Demnig 12 Stolpersteine in Neukölln verlegte, von der Verlegung eines 13. aber absah und sich statt- dessen Bedenkzeit für den Fall Sigurd Franzke erbat. Denn der Neuköllner, der als 27-Jähriger am 13. Mai 1939 wegen „widernatürlicher sexueller Neigungen“ zu zwei Jahren Haft verurteilt, im Oktober 1940 deportiert und am 26. März 1942 in der Tötungsanstalt Bernburg ermordet wurde, ist zwar  zweifellos ein Opfer des nationalsozialis- tischen Regimes geworden. Doch der Homo- sexuelle ist auch NSDAP-Mitglied sowie Ober- scharführer der SS und als solches zugleich Täter gewesen. „Vielleicht ist in dem Fall eine vorherige öffentliche Diskussion mit dem proNeubritz, der den Gedenkstein für Sigurd Franzke spenden will, dem Museum Neukölln und dem Weiterlesen

Very britzish

friedhof koppelweg britz, berlin-neukölln, tag des friedhofs 2012„Humor haben sie ja, die Britzer“ – das könn- te denken, wer diese Fahne über dem Fried- hof Koppelweg flattern sieht. Auch die Vermu- tung, sie wäre zum Tag des Friedhofs gehisst worden, liegt nahe. Der aber hatte in diesem Jahr mit „Kein Ort wie jeder andere“ ein an- deres Motto.

Stattdessen ist die Auf- forderung „Es lebe der Friedhof!“ eine Kampa- gne vom Bund deut- scher Friedhofsgärtner, die die Friedhöfe so als kreative und inspirieren- de Orte in die Mitte der Kultur und Gesellschaft rücken wollen.