„Beteiligung geht alle an!“

Bürgerbeteiligung – für die Einen geht sie nicht weit genug und Ergebnisse werden zu wenig berücksichtigt, für die Anderen ist sie ein Hemmnis und verzögert Bauprojekte. Die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen Katrin Lompscher, in deren Arbeitsbereich viele, aber längst nicht alle Beteiligungsverfahren durchgeführt werden, lässt deshalb derzeit Berliner Leitlinien für Bürger-beteiligung an der räumlichen Stadtentwicklung erarbeiten. Hierfür wurde ein 24-köpfiges Arbeitsgremium aus Vertreterinnen und Vertretern der Politik, Verwaltung und Bürgerschaft geschaffen, das in Weiterlesen

Geschenk zum Jubiläum: Bezirk Neukölln bietet Gespräche über Verstetigung des „Neuköllner Talente“-Projekts an

Sein 10-jähriges Bestehen feierte das Patenschaftsprojekt „Neuköllner Talente“ der Bürgerstiftung Neukölln am vergangenen Samstag mit Gästen aus ganz Berlin im Märkischen Museum. Das Projekt, das um die Anerkennung als festes Programm ringt und verlässliche Partner sucht, unterstützt Neuköllner Kinder im Grundschulalter darin, ihre Talente und ihre Persönlichkeit zu entfalten, um sie stark zu machen für ein selbstbestimmtes Leben. Seit Oktober 2011 ist das Projekt zu 100 Prozent auf die Akquise von Spendengeldern angewiesen. Eigentlich ist aber das, was die Neuköllner Talente Weiterlesen

„Ich freue mich, dass in diesem Jahr das Siegerfoto nicht aus dem Neuköllner Norden kommt“

65 Fotoamateure beteiligten sich mit insgesamt 176 Beiträgen zum Thema „Echt Neukölln“ am diesjährigen N+Fotowettbewerb der Bürgerstiftung Neukölln. Am Donnerstag wurden die sechs besten Aufnahmen im Neuköllner Leuchtturm in der Emser Straße ausgezeichnet. Den 1. Platz erhielt Bärbel Schürrle für das Foto eines blühenden Kirchbaumes am U-Bahnhof Blaschkoallee. Mit Platz 2 wurde Heinz Schreibers Momentaufnahme „Der Überflieger“ prämiert, die einen Salto schlagenden Mann vor staunendem Publikum beim Festumzug des Karnevals der Kulturen zeigt. Der 3. Platz ging an Ingrid Gödele für ihre Aufnahme des Graffiti „Deutsch mich nicht voll“ an einer Neuköllner Häuserwand. Die Sachpreise überreichten Weiterlesen

Unterstützung für sieben Projekte, die mit wenig Geld viel bewegen

Zweimal im Jahr vergibt der N+Förderfonds der Bürgerstiftung Neukölln finanzielle Zuschüsse für engagierte Projekte, die sich mit viel Herzblut für ein friedliches und respektvolles Miteinander in Neukölln einsetzen.

Am vergangenen Dienstag zeichneten Friedemann Walther (r.), Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung, sowie Wolfgang Hecht, der als Vorsitzender des N+Fachausschusses Projekte auch Sprecher der Jury war, sieben Projekte im Neuköllner Leuchtturm in der Emser Straße aus.

Die kleine Feier, bei der den Vertretern der Initiativen ihre Urkunden Weiterlesen

Kein Projekt, sondern ein Programm: Neuköllner Talente suchen verlässliche Partner

„Wir wollen mit den Neuköllnern gemeinsam Projekte entwickeln“, sagt Idil Efe, als sie mir bei einem Gespräch in ihrem Büro bei der Bürgerstiftung Neukölln das Projekt Neuköllner Talente vorstellt, das sie selbst aufge-baut und von Oktober 2008 bis 2012 geleitet hat.

„Zur Gründungszeit der Bürgerstiftung war die Zinslage gut und wir bekamen einen hohen Zinsertrag für unser angelegtes Geld“, kommt Idil Efe, die bei der Bürgerstiftung den Bereich Kommunikation und Strategie leitet, rasch auf den Punkt. Die Bürgerstiftung ist zwar mit ihrem Vorsitzenden Friedemann Walther (M.) und vielen honorigen Stifterinnen und Stiftern weit über den Bezirk bestens ver-netzt und sie verfügt zudem über ein festangelegtes Weiterlesen

„Entscheidend ist, dass die Ideen der Freiwilligenarbeit weitergetragen werden“

36 Organisationen, Vereine und Träger haben sich mittlerweile im 2008 gegründeten Netzwerk Ehrenamt Neukölln zusammengetan, um die gemeinsame Arbeit und den Erfahrungsaustausch zu fördern und sich für das Allgemeinwohl im Bezirk einzusetzen. Freiwilligenmanager Dietrich Schippel, der im Sprecherrat des Netzwerkes den VITA e. V. vertritt, konnte zum diesjährigen Jahresempfang , der gestern zum zweiten Mal im Bürgerzentrum Neukölln in der Werbellinstraße stattfand, die Neuauflage der Broschüre „Ehrenamt und Freiwillige Mitarbeit, Angebote & Möglichkeiten in Neukölln“ vorstellen. „Der Druck dieser Broschüre wurde durch eine Zuwendung des Bezirksamtes Neukölln, Abteilung Stadtentwicklung, Soziales und Weiterlesen

Neuköllner Engagementbüro eröffnet, aber noch namenlos

„Seit meinem 20. Lebensjahr betätige ich mich ehrenamtlich und ich bin heute hier, weil das Ehrenamt eine Riesenrolle in unserer Gesellschaft spielt“, verriet mir Wolfgang Hecht (M.), Bezirksverordneter der SPD-Fraktion und bei der Bürgerstiftung Neukölln Sprecher des Fachausschusses Projekte, am vergangenen Dienstagmittag während der Eröffung des neuen Engagementbüros in der Hertzbergstraße 22 nah am Richardplatz. „Das Ehrenamt ist eine einmalige Gelegenheit, um eine Idee – auch ohne viel Geld und mit nur wenigen Leuten – voranzubringen“, erklärte der aktive Ruheständler weiter.“Früher, in den 1970er Jahren ist das Mitmachen ein Hauptanliegen gewesen. Weiterlesen

Ausgezeichnetes Engagement für Integration und Inklusion in Neukölln

Obwohl die Neuköllner Bürgerstiftung erst im November 2005 als erste Stadtteil-Bürgerstiftung Deutschland gegründet wurde, vergab sie bereits 2004 ihren ersten Neuköllner Bürgerpreis für zivilgesellschaftliche Initiativen im Rollbergviertel und in der Gropius-stadt. Mit der Verleihung des Bürgerpreises 2012 brach diese Tradition ab. Donnerstagabend wurde nun beim Stiftungsmitglied Fipp e. V. in den Son-nenhöfen nahe dem S-Bahnhof Sonnenallee der inzwischen 9. Neuköllner Bürgerpreis verliehen.

Zahlreiche Vorschläge waren bei der sechsköp-figen Jury eingegangen, wie Deniz Eroglu (r.) mitteilen konnte, der für die operative Geschäftsführung der Bürgerstiftung zuständig ist. Nachdem Weiterlesen

Nadel, wem Ehre gebührt

neukoellner ehrennadelIn Neukölln wohnen muss man nicht. Entscheidend ist, dass man sich langjährig um den Bezirk verdient gemacht hat: im kulturellen, sportlichen, wirtschaftlichen, religiösen, sozialen oder gesellschaftlichen Bereich, ehrenamtlich oder im Beruf. Dann kann es passieren, blumen+urkunde_neuköllner ehrennadeldass man – so man sie denn haben will – bei einem Festakt im Schloss Britz die Neuköllner Ehrennadel ver-liehen bekommt.

Heute ist es wieder soweit. Am Abend zeichnen Dr. Franziska Giffey und der Bezirks-verordnetenvorsteher Jürgen Koglin drei Frauen und drei Männer mit dieser höchsten Ehrung des Bezirks aus. Überreichen Blumen, stecken die Weiterlesen

Anfangs belächelt, inzwischen eine feste Neuköllner Größe

friedemann walther_gründung bürgerstiftung neuköllnDas Image Neuköllns lag wie ein ausge-knockter Boxer am Boden, als sich Mitte Januar 2004 einige Leute um Friedemann Walther (r.) versammelten, um dem Bezirk durch eine Bürgerstiftung wieder auf die Beine zu helfen. Viele von ihnen erklärten mit ihrer Unterschrift, mindestens 500 Euro dafür zu investieren – und wurden belächelt oder bemitleidet. Nicht mal zwei Jahre später, am Vortag von Angela Merkels erster Wahl zur Bundeskanzlerin, war ein Kapital von knapp 71.000 Euro von 103 Gründungsstiftern zu-sammen und die Bürgerstiftung Neukölln im Stiftungsregister eingetragen. Gestern wurde mit einem Festakt im Weiterlesen

Von Einzelkämpfern zum Netzwerk: Erster Fachtag für Berliner Patenschafts- und Mentoringprojekte in Neukölln

gloria amoruso_ekaterina karabasheva_mentorenprojekte-fachtag berlin-neukölln„Das ist  heute ein wichtiger Tag“, hielten Gloria Amoruso (l.) und Ekaterina Karabesheva gleich bei der Eröffnung des 1. Fachtags für Men- toren- und Patenschaftsangebote in Berlin fest. Im Neuköllner Leuchtturm hatten sich auf Einladung der Bürgerstiftung Neukölln und des vorstellungsrunde_mentorenprojekte-fachtag berlin-neuköllnNetzwerks Berliner Kinderpatenschaften die Koordinatoren zahlreicher Projekte eingefunden, die in der Hauptstadt Mädchen und Jungen aller Alters- gruppen Erwachsene als ehrenamtliche Orien- tierungshelfer für unterschiedlichste Lebens- phasen an die Seite geben. Die Tagung sollte die Vernetzung der vielfältigen Ange- bote initiieren, zugleich aber außerdem durch Impulsreferate und Weiterlesen

In trockenen Tüchern

Während gestern im Haushaltsausschuss des Bundestags noch über die Kürzung der Städtebauförderung debattiert wurde, konnte die von diesem Topf – ergo: Soziale Stadt-Mitteln – unabhängige Bürgerstiftung Neukölln eine Erfolgsmeldung verkünden:

Auch im nächsten Jahr wird ihr Neuköllner Talente-Projekt, das Patenschaften zwi- schen Grundschülern und erwachsenen Ehrenamtlichen initiiert, von der Bauge- nossenschaft IDEAL eG, der STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH und der KJK Freies Wohnungsunternehmen GmbH mit insgesamt 10.000 Euro unterstützt. Die Wohnungsunternehmen leisten durch ihr karitatives Engagement einen wichtigen Beitrag zum Fortbestand des vor zwei Jahren gestarteten Projekts, das zu 80 Prozent durch „Aktion Mensch“-Mittel getragen wird, jedoch  eine  zu- sätzliche 20-prozentige Kofinanzierung durch Spenden erfordert.

Die Unterstützung des Trios aus der Immobilienwirtschaft gilt erneut dem Bereich Britz-Nord, wo im letzten Jahr bereits 22 Kinder der Zürich-Grundschule und der Grundschule am Teltowkanal zu Teilnehmern des Neuköllner Talente-Projekts wur- den und gezielt gefördert werden konnten. Auch zum Vorteil der Spender: „Mit der Talenteförderung“, so Friedemann Walther von der Bürgerstiftung Neukölln zur Win-Win-Situation, „stärken die Unternehmen den sozialen Zusammenhalt und damit die Qualität ihrer Wohnungsbestände.“

=ensa=

In den Neuköllner Leuchtturm und dann immer geradeaus!

neuköllner leuchtturm, neuköllnDas ist nun die Marschrichtung für die 58 Mentoren und mentorenprojekt der kepler-oberschule,neuköllner leuchtturm,neuköllnMentees, die aktuell an „Fit für den Be- ruf“, dem Mentoren- projekt der Kepler-Schule, teilnehmen. Denn das hat seit letzten Freitag eige- ne Räumlichkeiten im Hinterhof des wohl auffälligsten Hauses im Körnerkiez, im Neuköllner Leuchtturm.

„Vorher“, sagt Projektleiterin Ursula Rettinger, „gab’s oft Platzprobleme.“ Das Mentorenprojekt sei schließlich nicht das einzige, das im Vorderhaus des Leuchtturms die Räume der Bürgerstiftung Neukölln benötige.  Sie hatte 2006 begonnen, Neuntklässlern der Kepler-Schule ehrenamtliche Mentoren an die Hand zu geben, um die  Schülerinnen und Schüler beim Übergang vom Schul- in den Berufsalltag zu begleiten. Der Grundstein für den Erfolg war gelegt. Zwei Jahre später zog sich die Bürgerstiftung Neukölln aus der Organisation des Projekts zurück und übergab es in die Trägerschaft des Fördervereins der Kepler-Schule.

„Mit den eigenen Räumen ist das Vorzeigeprojekt unserer Schule zur Vollendung gereift“, erklärte dessen Vorsitzende Martina Liebchen bei der Eröffnungsfeier. Eine eigene kleine Küchenzeile, zwei Arbeitsplätze und ein Besprechungstisch – so wenig und doch so viel: „Besonders für die Gespräche zwischen Mentoren und Mentees ist es enorm wichtig einen Raum zu haben, in dem sie ungestört zusammen kommen können.“ Dass die Treffen der Schüler mit ihren erwachsenen Pfadfindern außerhalb der Schule und auch nicht in privaten Bereichen stattfinden, gehört zum Programm. „Milieuüberschreitung“ nennt Friedemann Walther, der Vorstandsvorsitzende des Bürgerstiftung Neukölln, diesen wichtigen Baustein zum erfolgreichen Passieren der Grenze zwischen dem ersten und nächsten Ernst des Lebens durch zivil- gesellschaftliche Begleitung.

Durch das Mentorenprojekt träfen Jugendliche auf Menschen, die sie sonst nie kennen gelernt hätten, bestätigt auch Ursula Rettinger. Ihr obliegt die Zu- sammenstellung der Paar-Konstellationen, die mancher Mentee gerne aufgehoben sähe. „Natürlich“, sagt sie, „gibt es immer wieder den Wunsch, den Mentor mit einer Freundin oder einem Freund zu teilen. Aber das kommt nicht infrage.“ Auch wenn es die Warteliste verkürzen würde. Inzwischen müsse sie nicht mal mehr Werbung machen, um neue Mentoren oder weitere Schüler zu finden, erklärt die Projektleiterin. Die Mundpropaganda aktueller Teilnehmer reiche völlig aus. Der Erfolg tut ein Übriges:  Die Quote derer, die an der Kepler-Schule dank der Mentorenbetreuung den Mittleren Schulabschluss schaffen, sei deutlich gestiegen.

Mehr Probleme bereitet dagegen die Kontinuität bei der Finanzierung des Projekts. Bis zum Jahresende sei es durch ESF-Mittel und die Unterstützung des Lions Club Berlin-Wannsee gesichert. Was danach kommt, müsse man sehen. „Immerhin müssen wir uns keine Sorgen wegen der Miete machen“, sagt Ursula Rettinger. Die Bürgerstiftung Neukölln wolle sich um Sponsoren für diesen Kostenfaktor kümmern.

_ensa_