So sieht’s aus

Was am 23. Januar begann, soll im März enden: die Olympischen und Paralympi- schen Wochen, bei denen der Senat die Hauptstädter als verbindliche Unterstützer der Bewerbung Berlins für die Olympia-Austragung im Jahr 2024 bzw. 2028 gewin- nen will. Bereits im  letzten Jahr wurden mit  einem  Stimmungstest  erste Prioritäten-

wir wollen die spiele_olympia-kampagne berlin_neukölln

setzungen erfragt: 9.462 Leute haben sich daran beteiligt; 77 Prozent von ihnen stimmten dem Statement von DOSB-Präsident Alfons Hörmann zu, dass es darum gehen werde, dass sich „Olympia an die besonderen Bedingungen und Gegeben- heiten einer Stadt“ anpasst. Wie das zu verstehen ist, führt Neukölln schon mal vor.

 

Ab in die Mitte!

steven karlstedt_brandenburger tor_spremberger straße neuköllnArnold Zenkert hat es exakt berechnet. Vor gut vier Jahren ermittelte der Potsdamer Professor, der im letzten April fast 90- jährig verstarb, den westlichsten und östlichsten, nördlichsten und südlichsten Punkt der Hauptstadt und stellte anhand dieser Koordinaten fest: Nicht, wie bisher angenommen, in der Kreuzberger Alexandrinenstraße 12 – 14, sondern bei 52° 29′ 38“ nördlicher Breite und 13° 25′ 26“ öst- licher Länge liegt der geografische Mittelpunkt Berlins – und somit direkt zwischen den Hausnummern 3 und 4 in der  Spremberger Straße  im Neuköllner Reuterkiez.

Zwar sorgte die Berechnung von Zenkert nun nicht dafür, dass die in der Alexandri- nenstraße montierte Granitplatte mit der Inschrift „Hier befindet sich Weiterlesen

Neuköllner Absichten – von der Skylounge Gropiusstadt

joachim-gottschalk-weg 1_skylounge gropiusstadt-neuköllnFrank Bielka weiß, dass mit der Skylounge Gropius- stadt das Rad nicht neu erfunden wurde. „Sie ist ein Plagiat“, gibt das Vorstandsmitglied der degewo AG zu. gropiusstadt_ideal-hochhaus_skylounge gropiusstadt-neuköllnDas Original steht wenige hundert Me- ter Luftlinie entfernt, ge- hört der Baugenossenschaft Ideal und ist gut 20 Meter und genau vier Etagen höher. „Die Sky-Lounge in der Fritz-Erler-Allee kam im letzten Jahr bei den Mietern und Gästen so gut an, dass wir Weiterlesen

Neuköllner Absichten – vom Philipp-Melanchthon-Kirchturm

philipp-melanchthon-kirche neuköllnJe weiter südlich, desto schöner das Wetter – in diesem Fall traf es zu. Während die Aussicht vom Dach der Carl-Legien-Schule in grauen Wolken stecken blieb, zeigte sich der Himmel philipp-melanchthon-kirchturm_neukölln-neubritzüber der einen knap- pen Kilometer ent- fernten Philipp-Me- lanchthon-Kirche in strahlendem Blau. Zugegeben: Es war nicht am selben Tag, und es war auch nicht der, den wir ursprünglich für das Erklimmen des Kirchturms eingeplant hatten. An dem war es nicht nur tiefgrau, sondern zudem regnerisch Weiterlesen

Dem Namen (fast) alle Ehre gemacht

Einen Sonntag mit viel Sonne – den gab es, ohne Schnee und Frost, lange nicht mehr in  Berlin. Bis gestern, was die Menschen in Scharen aufs Tempelhofer  Feld strömen

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ließ, um die Freiheit zwischen Himmel und Erde zu genießen oder auf Asphalt und zartem Grün zu tun, worauf seit  Monaten verzichtet  werden musste. Auch für die Feld-

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lerchen ist inzwischen alles fürs Brüten hergerichtet. Vis-á-vis der abgesperrten Flä- chen, auf dem Gelände des Allmende-Kontors, wurden Sämereien verkauft, und Max

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von Grafenstein vom Bauerngarten gab Hobbygärtnern in einem Workshop Profi- Tipps für die  Aussaat, die Jungpflanzen-Anzucht und eine spätere erfolgreiche Ernte.

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So konnte mancher mehr als den ersten dezenten Sonnenbrand der Saison mit nach Hause nehmen.

Ganz schön abgehoben …

luftbild nord-neukölln, kettenflieger around the world, neuköllner maientage

luftbild berlin-kreuzberg berlin-mitte, kettenflieger around the world, neuköllner maientage

luftbild berlin-kreuzberg, kettenflieger around the world, neuköllner maientage

luftbild tempelhofer feld, kettenflieger around the world, neuköllner maientage

… mit dem Kettenflieger „Around the World“ bei den  Neuköllner Maientagen.

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Per Anhalter durch Berlin

Der Fernsehturm scheint fast zum Greifen nah, wenn man vom Parkdeck der Neukölln Arcaden in Richtung Norden guckt. Und eigentlich ist es auch für Nicht-Auto- oder -Fahrradfahrer leicht, das Wahrzeichen in Berlins Mitte von Neukölln aus zu errei- chen: Mit der U7 zum Her- mannplatz, dort umsteigen und dann mit der U8 direkt bis zum Alex. Gerade mal eine Viertelstunde dauert die Fahrt.

Heute ist die Sache noch bis 19 Uhr ob des BVG-Warn- streiks, der den Bus-, U- und Straßenbahn-Verkehr lahmlegt, entschieden kompli- zierter und zeitaufwändiger, wenn man per ÖPNV unterwegs sein will, der sich nun auf die S-Bahnen beschränkt. „Ich wollte mich auch gerade auf den Fußmarsch zur Ringbahn machen, aber dann fiel mir ein, dass ich’s ja mal mit Trampen versuchen könnte“, erzählt ein Neuköllner, der am Vormittag unbedingt nach Wilmersdorf musste: „Mit der U-Bahn hätte ich nur halb so lange gebraucht und nicht zweimal umsteigen müssen. Aber im Grunde hat’s besser als erwartet geklappt.“ Nur auf dem Rückweg leider nicht, zur Freude eines Taxifahrers.

=ensa=