711 erstaunliche Fakten über Berlin – und einige davon über Neukölln

fernsehturm berlinDass der Fernsehturm am Alex offiziell Fernmel- deturm 32 heißt, dürfte kaum einen Berliner in Erstaunen versetzen. Amtliche Bezeichnungen sind den meisten ohnehin egal. Dass die 32 aber gleich zweimal bei den Maßen des Bauwerks auftaucht, das so hoch wie 77 Giraffen ist, könnte schon eher zu Verblüffung führen: Nicht nur seine Basis hat einen Durchmesser von 32 Metern, sondern auch die Turmkugel. Sogar, wie viele Badewannenfüllungen in diese passen würden, haben André und Mirela Stanly für ihr kürzlich erschienenes Buch „Unnützes Wissen Berlin“ recherchiert, das „711 erstaunliche Fakten“ ver- sammelt.

Selbstverständlich bleibt auch Neukölln in dem Kuriositätenkatalog nicht unerwähnt. Nur bis zur Seite 14 muss man sich schmökern, um erstmals auf Bemerkenswertes aus dem Bezirk zu stoßen: Um den Spätkauf „Eck-Oase“ geht es Weiterlesen

Der Tante-Emma-Laden ist tot, es lebe der Späti

der späti_christian klierOffiziell heißen sie Spätverkaufsstellen. In Berlin aber, wo es über 900 von ihnen gibt, bleibt von dem sperrigen Begriff nur die erste Silbe und der wird ein Verniedlichungs-i angehängt – so dass am Ende  Späti  übrigbleibt.

Christian Kliers liebstes Exemplar dieser Einzel- handelsspezies mit Regalen voller Waren von Al- kohol bis Zwieback ist in Neukölln an der Kreuzung Flughafen-/Reuterstraße und heißt  Eck-Oase. Hier begann er auch als Student der Kunsthochschule Weißensee die Recherchen für seine Diplomarbeit im Fach „Visuelle Kommunikation“: Viele Monate lang hat der 29-Jährige hunderte der Läden be- sucht, ihre Inhaber und Kunden interviewt und die Sortimente sowie die Historie der Gattung Späti erforscht. Was Christian Klier dabei herausfand, ist nun auf 176 Seiten in dem Buch „Der Späti“ nach- zulesen, das letzte Woche in Hassans Eck-Oase vorgestellt wurde.