„Kunst kann aufrütteln und zum Nachdenken anregen“: Freitag eröffnete die Ausstellung „Entwurzelt“

Unzählige entwurzelte Bäume blieben im Herbst letzten Jahres zurück als Sturmtief Xavier auch durch Neukölln wütete. Bereits einige Monate zuvor hatte eine Orkanböe den großen Ahornbaum in einer Ecke des Körnerparks aus dem Boden gerissen. Dorothee Bienert, Galerieleiterin des Kulturamtes, und Bernd Kanert, Leiter des Grünflächenamtes Neukölln, waren sich damals bald einig, dass mit dem umgestürzten Ahorn etwas gemacht werden muss, weil er zu schade zum Wegwerfen sei. So entstand die Idee zur Ausstellung „Entwurzelt“, Weiterlesen

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Das Zarte als ästhetische Kategorie

Als feinfühlig, rücksichtsvoll und einfühlsam sind die Menschen in Berlin – insbesondere in Neukölln – nun wirklich nicht bekannt. Es mag deshalb überraschen, dass die Ausstellung „Eine Enzyklopädie des Zarten“ von Anne Brannys (r., neben Kuratorin Dorothee Bienert) gerade in der Galerie im Körnerpark zu sehen ist. „Ich wollte meine Ausstellung unbedingt hier präsentieren, weil mich der langgestreckte Raum mit der Fensterfront an einer Seite stark an eine Orangerie erinnert“, begründete Brannys auf der Vernissage am vergangenen Weiterlesen

Künstlerische Apparate und Artefakte in der Galerie im Saalbau

Fünf Arbeiten des Künstler*innenkollektivs Quadrature, die dazu anregen, über Weltraum, Mensch und Zivilisation nachzudenken, zu philosophieren oder zu träumen, werden derzeit in der Ausstellung „Ebenen der Expansion“ in der Galerie im Saalbau gezeigt.

In ihrer neuen Funktion als Leiterin der Galerien im Saalbau und im Körnerpark eröffnete Dorothee Bienert (r.) am 1. September die Ausstellung mit künstleri-schen Apparaten und Artefakten von Jan Bernstein, Juliane Götz und Sebastian Neitsch. „Das in Berlin basierte Künstlerkollektiv Quadrature experimentiert mit der Widersprüchlichkeit und Mehrdeutigkeit des Raumbezugs unserer Zivilisation sowie ihrer Aufbreitung im Universum“, erläuterte Bienert. Die Exponate der von Cathérine Kuebel (l.) kuratierten Weiterlesen

Zerstörtes und Verstörendes in einer neuen Ausstellung

Es sind nur wenige Exponate in der Ausstellung „Constructing the Earthquake“. Doch so aufwändig wie deren Aufbau war bisher keiner in der Galerie im Körnerpark. „Vier Tonnen Asphalt, der von Berliner Straßen abge-tragen wurde, mussten von der Sammelstelle im Westhafen per LKW hergebracht werden“, berichtet Kuratorin Dorothee Bienert am Rande der Vernissage am vergangenen Freitag. Ein Radlader habe schließlich die Brocken in die Galerie transportiert und in einen 15 Quadratmeter großen Behälter geschüttet.

Folke Köbberlings Installation „Testphase #3“ ist das Kernstück der Ausstellung, die „Erdbeben als Metapher für gesellschaftliche und emotionale Weiterlesen

Kunst, die zu überraschen weiß, in der Galerie im Saalbau

Werfen Sie gelegentlich einen neugierigen Blick in die Fenster der Galerie im Saalbau, um sich spontan für oder gegen einen Ausstellungsbesuch zu entschei-den? In den nächsten knapp zwei Monaten gibt es in der Galerie am U-Bahnhof Karl-Marx-Straße die Gelegenheit, die Ausstellung „Das Maß der Dinge“ mit Exponaten von Ingo Gerken (M.) und Florian Neufeldt (r.) zu besichtigen – von der Straßen aus betrachtet sieht es allerdings eher aus, als ob die Räume gerade umbaut werden. Lassen Sie sich aber davon nicht abschrecken, denn dieser Eindruck ist beabsichtigt: „Ingo Gerken und Florian Neufeldt greifen in die Substanz von Räumen ein und eröffnen so vor Ort neue Hand-lungsspielräume“, erklärte Kuratorin Dorothee Bienert (l.) in ihrer Weiterlesen

„Wir sind gut darin, für die Freiheit zu kämpfen. Aber wir haben Probleme damit, in einer Demokratie zu leben“

drohnen_galerie-im-saalbau_neukoelln„Uff wat für Ideen die hier komm‘n, die Künstler“, staunte ein Mann nicht schlecht, der sicherlich kein typischer Galeriebesucher ist, aber trotzdem jüngst ausstellungsplakat_galerie-im-saalbau-neukoellnden Weg in die Galerie im Saalbau fand, um die Ausstel-lung „Flucht aus dem Kino ‚Freiheit‘“ mit zeitgenössischer Kunst aus Polen zu besuchen. Seine Bewunderung galt unter anderem der Arbeit „Volvo 240“ von Zuzanna Janin. Dem Publi-kum berichtete die Künstlerin bei der Vernissage: „Eines Tages war mein altes Auto schrottreif und nicht mehr zu gebrauchen. Da habe ich es zu einem Kunstwerk transformiert.“ Das Weiterlesen

„Ordinary City“: Bilder gegen zähe Neukölln-Klischees

ordinary city_galerie im saalbau_neuköllnKaum etwas hält so dauerhaft wie ein einmal vergebenes Etikett: Kreuzberg wird wie selbstver-ständlich mit 1.Mai-Randale und Multikulti in Ver- bindung gebracht, Prenzlauer Berg mit Bionade und jungen Müttern. Neukölln muss seit rund zehn Jahren mit den Labels Integrationsverweigerung, Hartz IV und Hundekot umgehen lernen. „Mit dieser Ausstellung soll Neukölln in seiner Vielfalt franziska giffey_ordinary city_galerie im saalbau neuköllnsichtbar werden!“, versprach Bezirks- stadträtin Dr. Fran- ziska Giffey (l.) Freitag in der Galerie im Saalbau bei ihrer Rede zur Eröffnung der Ausstellung „Ordinary City“ und gratulierte Sabine von Bassewitz zum gerade geborenen zweiten Kind. Die Bilder der Fotografin sollen Weiterlesen