Vor dem Rathaus Neukölln die Regenbogenfahne, drinnen eine Ausstellung über ein Tabuthema

regenbogenfahne_rathaus neukoellnAn über 80 offiziellen Orten in Berlin wird in diesem Monat die Regenbogenflagge gehisst, die vor zwanzig Jahren erstmals 1996 auf Initiative des Lesben- und Schwulenverband Berlin Brandenburg (LSVD) vor drei raemer_boecker-g_wewer_giffey_steinert_szczepanski_kahlefeld_regenbogenflagge rathaus neukoellnBezirksrathäusern auf-gezogen wurde. Mit dem Hissen der Regenbogen-flagge werden die Pride Weeks eingeläutet, bei denen es bis zum 23. Juli, dem Christopher-Street-Day, eine Reihe von Veranstaltungen gibt.

„Wir wollen ein deutliches Zeichen gegen Homophobie am und im Rathaus Neukölln setzen“, erklärte Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey, die auf Weiterlesen

Regenbögen vor dem Neuköllner Rathaus

Vor den SPD-geführten Bundesministerien wurden die Regenbogenflaggen, wie das Queer-Magazin berichtet, bereits wieder abgenommen. Vor dem Neuköllner Rathaus wurden sie erst gestern gehisst, da das Ereignis an die 4. Infobörse für Frauen ge- koppelt werden sollte. „Außerordentlich bedauerlich“ nannte Sozialstadtrat Bernd Szczepanski (l.) die Vorkommnisse auf bundespolitischer Ebene: „Hier in Neukölln ist

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das zum Glück anders.“ Erst Montag werde „das sichtbare Zeichen dafür, dass Ho- mophobie im Bezirk keinen Platz hat“, wieder eingeholt. So wird es Weiterlesen

Bunte Zeichen gegen Homophobie vor Neuköllns Rathaus

regenbogen-fahne rathaus neukölln, lsvdZiemlich undicht und grau ist seit gestern der Himmel über Neukölln. Ungewöhnlich bunt wurde es al- lerdings mittags vor dem Rathaus, und das wird es auch bis Montag bleiben – wetterunabhängig.

Vier Regenbogen-Flaggen schmü- cken seitdem die Fahnenmasten auf dem Rathausvorplatz, um zu zeigen: Das multikulturelle Neu- kölln ist gegen Homophobie und ein Bezirk, zu dem auch Lesben und Schwule gehören. „Daran darf es keinen Zweifel geben“, sind sich der Neuköllner Sozialstadtrat Bernd Szczepanski und Sylvia Edler, die Gleichstel- regenbogen-fahne rathaus neukölln, jörg steinert (lsvd), sylvia edler (gleichstellungsbeauftragte neukölln), bernd szczepanski (sozialstadtrat neukölln)lungsbeauftragte des Bezirks, einig. Zusammen mit Jörg Steinert (l.) vom Lesben- und Schwulen-verband Berlin-Brandenburg (LSVD) hissten sie die erste der vier Flaggen. An den anderen Masten machten sich Neuköllner Vereine wie RUT und ABqueer sowie Mitglieder der in der Bezirks- verordnetenversammlung  vertretenen Fraktionen zu schaffen. Einzig die CDU verzichtete darauf, durch Anwesenheit und Anpacken Solidarität zu demonstrieren.

Auf Initiative des LSVD wird seit 1996 anlässlich des Christopher Street Day an den Berliner Bezirksrathäusern die Regenbogenfahne aufge- zogen. „Am Anfang waren es nur Schöneberg, Tiergarten und Kreuzberg, die sich daran beteiligt haben“, erinnert sich Jörg Steinert. Spandau und Reinickendorf seien 2008 als letzte Bezirke zu Unterstützern der Aktion geworden. „Neukölln hat sich nicht ganz so lange Zeit gelassen und ist seit 2006 regenbogen-fahne rathaus neukölln, lsvddabei“, sagt er.

Für Bernd Szczepanski, der erst vor rund einem halben Jahr den Posten des Sozialstadtrats übernahm, ist das Hissen der Regenbogenflagge eine Premiere. In den Vorjahren war es immer seine Grüne-Kollegin Gabriele Vonnekold gewesen, die anstelle des Bezirksbürgermeisters als Vertreterin des Bezirksamts Spektralfarben vor dem Rathaus aufgezogen hat. Die Regenbogenfahne sei ein wichtiges Zeichen des Respekts gegenüber Lesben und Schwulen, findet Szczepanski und hofft, dass die CSD-Parade irgendwann auch durch Neuköllner Straßen  ziehen wird: „Durch den diesjährigen  Start in Kreuzberg  ist sie uns ja schon ein ganzes Stück näher gekommen.“

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