Miteinander, aber nicht – wie in TV-Talkshows – gegeneinander und durcheinander reden

Schein-Demokratien hat Pfarrer Dr. Reinhard Kees schon häufiger erlebt: In der DDR, wo er aufwuchs, aber auch in Äthiopien und im Königreich Swasiland, wo er als Seelsorger für die Evangelische Kirche arbeitete. „Wir dürfen unsere Demokratie in Deutschland nicht durch Gleichgültigkeit auf‘s Spiel setzen“, warnte Kees (r.) am vergangenen Montag im Inter-kulturellen Zentrum Genezareth, als er die Begrüßungsworte für die erste Gesprächsver-anstaltung der Initiative „Dialog – Aufbruch aus Neukölln“ sprach. „Gerade bei uns in Neukölln leben viele Menschen, die zwar Steuern zahlen, aber nicht wählen können“, sagte Kees. In Thüringen bestehe dagegen das Problem, dass Weiterlesen

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Dissonanzen im Museum Neukölln

Zum Abschluss der Ausstellung „Nebeltage – 70 Jahre nach der Berliner Luft-brücke“ fand am Sonntagvormittag im Museum Neukölln eine Gesprächsrunde mit den drei Herausgebern des Buches „Die Berliner Luftbrücke, Erinnerungsort des Kalten Krieges“ statt. Die Historikerin Prof. Dr. Corine Defrance sowie ihre Kollegen Prof. Dr. Ulrich Pfeil und Prof. Dr. Jörg Echternkamp trugen im Sammelband 20 Aufsätze von Wissenschaftlerinnen und Wissen-schaftlern zusammen, in denen die Ereignisse während der Berlin Blockade 1948/49 aus unterschiedlicher Sicht dargestellt und Einschätzungen zum gegenwärtigen Stellenwert der Ereignisse gegeben werden. Die Publikation Weiterlesen

Holländischer Griff kann Leben retten

„Bevor es die Kampagne gab, kannte ich den Holländischen Griff auch noch nicht“, gestand Luise Mania, die am vergangenen Wochenende auf der Fahrrad-Messe Velo Berlin, die in zwei Hangars und auf dem Vorfeld des ehemaligen Flughafens Tempelhof stattfand, einen Stand der Senatsverwal-tung für Umwelt, Verkehr und Klima mitbetreute.

Oft sind es schon kleine Dinge, die mehr Sicherheit für alle schaffen. Ein Beispiel ist der Holländische Griff, für den die Aktion „Berlin nimmt Rücksicht“ wirbt, um der Unfallursache Dooring entgegen zu wirken: „Er beschreibt das Öffnen der Fahrertür mit der rechten Hand. Dabei dreht sich der Oberkörper nach links und der Blick Weiterlesen

Berliner Demo für einen radikalen Kurswechsel in der Wohnungs- und Mietenpolitik

Gefühlt war fast die ganze Stadt auf den Beinen, um an der Demo „Gemeinsam gegen Verdrän-gung und #Mietenwahnsinn“ teilzunehmen, die sich gestern kurz nach 14 Uhr am Potsdamer Platz in Bewegung setzte und deren Ende deutlich nach 17 Uhr die Potsdamer-/Goebenstraße erreichte. Genauere Teilnehmerzahlen schwanken zwischen 13.500 (Polizei) und über 25.000 (Organisatoren). „So eine große Demo habe ich noch nicht gesehen“, sagte ein Neuberliner am Rand des Umzugs, während ein Alteingessener sich an Westberliner Weiterlesen

Modellprojekt IKMO will Migrantenorganisationen stärken

Wie können Migrantenorganisationen partizipativ in die Gesellschaft eingebunden werden? Unter dieser Fragestellung bauten der Verband für Interkulturelle Arbeit (VIA), der Club Dialog e. V. sowie der Türkische Bund Berlin Brandenburg (TBB) seit Sommer 2015 gemeinsam als Modellprojekt das Interkulturelle Kompetenzzentrum für Migrant*innenorganisa-tionen (IKMO) auf. Hauptanliegen des IKMO war es, die Potenziale seiner Adressaten zu stärken, speziell in den Bereichen Beratung, Qualifizierung, Vernetzung und Projektförderung.

Gestern zogen die drei soziokulturellen Initiativen im Sharehaus Refugio in Neukölln eine Zwischenbilanz ihres Modellversuches und gaben einen Weiterlesen

Fair Trade Town Neukölln: Im Norden des Bezirks vorbildlich, aber im Süden noch mit Nachholbedarf

Was müssen wir tun, damit Neukölln ein faires Profil bekommt? Um diese Frage ging es beim Gründungstreffen der Steuerungsgruppe „Fair Trade Town Neukölln“ am vergangenen Dienstag im Rathaus.

Weil es im Norden bereits viele Nachhaltigkeits-Initiativen gibt, war einerseits die Zuversicht groß, dass Neukölln bald alle Kriterien erfüllen wird, um als Fair Trade Town offiziell zertifiziert zu werden. „Wann soll Weiterlesen

Projekt „Dialog – Aufbruch aus Neukölln“ macht regionale Aktionen zu bundesweiten

„Demokratie leben!“ heißt ein Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, mit dem der Dialog zwischen den verschiedenen Kulturen in Deutschland ermöglicht und gefördert werden soll. Ziel des Bundes-programmes ist es, bewusste und unbewusste, insbesondere kulturspezifische Vorurteile zwischen verschiedensten Gruppen von Menschen zu thematisieren und abzubauen.

Der Aufbruch Neukölln e. V. stellte in diesem Zusammenhang gestern Mittag im Spiegelsaal des Deutschen Theaters in Mitte sein bundesweites Projekt „Dialog – Aufbruch aus Neukölln“ der Öffentlichkeit vor. Es wurde im September letzten Jahres begonnen und läuft bis Ende 2019. Weiterlesen