„Am Straßenrand abgelegte Matratzen sind Sinnbild für die Vermüllung im Kiez“: Startup räumt im Reuterkiez auf

Dass sich in Neukölln hinter unscheinbaren Haus-eingängen zuweilen beachtenswerte Jungunterneh-men mit originellen Idee verbergen, konnte Bezirksbürgermeisterin und Wirtschaftsdezernentin Dr. Franziska Giffey gestern bei einem Besuch des Unternehmens „Snooze Project – Die ehrliche Matratze“ in der Pflügerstraße 18 erleben.

„Am Straßenrand abgelegte Matratzen sind Sinnbild für die Vermüllung im Kiez“, sagte Alexander Behr einer der vier Gründer des Snooze Projects, dessen Namen aus dem englischen Verb „to snooze“ für „schlummern, dösen, ein Nickerchen machen“ abgeleitet ist, bei einem Pressetermin am Mittwochmittag. Behr und seine drei Mitgründer Bijan Mashagh, Marco Tijanic und Felix Dammann Weiterlesen

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Eislaufsaison 2017/2018 im Werner-Seelenbinder-Sportpark gestartet

Für jung und alt, sportliche und weniger sportliche Eislauffans ist es wieder soweit: Mit dem traditionell entgeltfreien „Tag der offenen Tür“ wurde Freitagnach-mittag im Neuköllner Werner-Seelenbinder-Sportpark an der Oder-straße die Eislaufsaison 2017/2018 eröffnet.

Das Eisstadion Neukölln hat eine 2.400 Quadrat-meter große Publikumsfläche unter freiem Himmel. Im Hintergrund Weiterlesen

Tag der Offenen Tür im Erlebniscircus Mondeo: „Im Zirkus hat die Wirklichkeit das Wort, nicht der Schein“

Dass dieses Zitat, das dem Autor und Philosophen Walter Benjamin zugeschrieben wird, auch heute Gültigkeit besitzt, bewies am vergangenen Freitag der Erlebniscircus Mondeo bei seinem Tag der Offenen Tür einem staunenden Publikum. Zirkusdirektor Gerhard Richter (r.) und seine Familie gewährten zudem einen Blick hinter die Kulissen des Zirkuszelts in Neukölln. „Von Alpaka bis Zuckerwatte“ lautete die Überschrift des bunten Nachmittags, bei dem Ponyreiten und ein Besuch im Streichelzoo ebenso wie Schubkarren-Rennen, Tellerdrehen, Tischtennis und Fußball eingeschlossen waren.

Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey ließ sich trotz eines vollen Termin-kalenders nicht die Gelegenheit nehmen, die Zirkusvorführung Weiterlesen

Eine „gute Geste zur Bewahrung des Berliner Erbes tschechischer Kultur“: Liberda auf dem Böhmischen Gottesacker in Neukölln wiederbeigesetzt

Auf einer Audienz bei König Friedrich Wilhelm I. konnte Johann Liberda im August 1732 die Ansiedlung böhmischer Exulanten in Berlin bewirken. Zu Liberdas 275. Todestag, dem 9. August 2017, wurden seine sterblichen Überreste von Nachfahren der Glaubensflüchtlinge – im Anschluss an eine feierliche Gedenkveranstaltung – auf dem Böhmischen Gottes-acker wiederbeigesetzt. Liberdas Gebeine waren im April 1994 im Zuge archäologischer Grabungsarbeiten unter dem Altar der böhmisch-lutherischen Kirche in Berlin – Mitte gefunden worden. Nach einer Weiterlesen

Eine schwierige Aufgabe und ihre Lösung

Das Tempelhofer Feld ist ein circa 400 Hektar großes Areal direkt am hoch- verdichteten Neuköllner Norden. Über den aktuellen Planungstand zur Nutzung dieses Geländes berichteten letzte Woche zwei Vertreter der Tempelhof Projekt GmbH  im Köln-Zimmer des Rathauses Neukölln bei einer  gemeinsamen Veran- staltung von Lokaler Agenda 21 und Volkshochschule Neukölln.

Die Planung, an der die Senats- verwaltungen für Stadtentwick- lung und Finanzen, die Se- natskanzlei sowie die drei An- rainerbezirke Tempelhof-Schö- neberg, Neukölln und Fried- richshain-Kreuzberg mitarbei- ten, sieht sich unterschied- lichsten Forderungen gegen- über: Wollen einige  das Ge- lände bebauen, fordern andere, es einfach so zu lassen wie es ist. Die  Tempelhof Projekt GmbH steht also vor keiner einfachen Aufgabe.  Für deren Lösung wurde ein eingängiges Konzept erarbeitet, das auf folgenden sechs Leitbildern basiert:

1. Leitbild „Bühne des Neuen“: Nutzung des Flughafengebäudes für qualitätsvolle Ausstellungen und Messen, um finanziellen Defizite in anderen Bereichen aus- zugleichen oder zu verhindern.

2. Leitbild Thema „Wissen und Lernen“: Bildungscluster mit Zentral- und Lan- desbibliothek sowie Gedenkstätte für das ehemalige KZ Columbia-Haus.

3. Leitbild Thema „Saubere Zukunftstechnologien“:  Industrieansiedlung auf dem Gelände als Ergänzung zu denm Standorten in Adlershof und Tegel nach Schließung des dortigen Flughafengeländes.

4. Leitbild Thema „Sport und Gesundheit“: Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten für individuelle Breitensportler und Vereine.

5. Leitbild Thema „Integration der Quartiere“: Voraussetzungen für die Verbindung hochverdichteter Wohnquartiere in Neukölln und Tempelhof mit dem Gelände schaffen.

6. Leitbild Thema „Dialog der Religionen“: Schaffung von Begegnungsstätten der Weltreligionen.

Detailliert sind die Pläne der  Tempelhof Projekt GmbH  hier nachzulesen.

In der Lokalen Agenda 21 der Stadt Berlin (Abgeordnetenhausbeschluss Drs. 15/3245), dem SPD, Linke und einige Parlamentarier der Grünen im Sommer 2006  zustimmten, fehlen leider genaue Aussagen zur Nutzung des ehemaligen Flughafengeländes vollständig. Alle, die für eine naturnahe Nutzung des Geländes eintreten, können sich allerdings  am Kapitel 4 der Berliner Agenda 21 mit dem Titel „Berlin in der märkischen Landschaft“ orientieren.  Die Broschüre steht hier zum Download bereit.

Der nächste öffentliche Auftritt der Tempelhof Projekt GmbH ist heute ab 18.30 Uhr bei der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Bauen der BVV Friedrichshain-Kreuzberg.

=Christian Kölling=