„Neukölln ist kein Ort des Hasses“

Bei strömendem Regen wurde gestern Nachmittag das diesjährige Festival Offenes Neukölln (ONK) auf dem Alfred-Scholz-Platz eröffnet. Anlass für das Festival ist die seit 2016 anhaltende unglaubliche Gewaltwelle mutmaßlich rechtsextremer Täter im Bezirk:

Neben Brandstiftungen, bei denen die Täter den Tod von Menschen bewusst in Kauf nahmen, verübten Unbekannte symbolträchtige Propaganda-Taten: Rund um den 79. Jahrestag der Pogrom-nacht wurden im November letzten Jahres 16 Stolpersteine, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern, aus dem Boden gerissen und Weiterlesen

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Tag der Offenen Tür in der Gemeinschaftsunterkunft Haarlemer Straße

Gut besucht war gestern Mittag ein Tag der Offenen Tür in der neuen Gemeinschafts-unterkunft für Geflüchtete in der Haarlemer Straße / Neue Späthstraße. Anwohnerin-nen und Anwohner konnten sich selbst ein Bild davon machen, wie ihre neuen Nachbarn untergebracht sind, die ab Montag schrittweise einziehen werden.

Die Kapazität der Einrichtung im Neuköllner Ortsteil Britz beträgt zunächst 600 Plätze in 175 Wohnein-heiten zwischen 40 bis 60 Quadratmetern mit jeweils drei bis fünf Betten. Die Appartments, die teilweise rollstuhlgerecht ausgestattet sind, haben alle eine Küchenzeile sowie einen eigenen Sanitärbereich und sind für Familien sehr geeignet. Die seit 2014 Weiterlesen

Erstes Info- und Vernetzungstreffen für das zweite „Offenes Neukölln“-Festival

Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Sommer, soll es das Festival „Offenes Neukölln“ auch in diesem Jahr wieder geben: Vom 1. bis 3. Juni lädt das Bündnis Neukölln alle Neuköllner*innen ein, gemeinsam zu feiern und zu diskutieren; zahlreiche Initiativen und Vereine beteiligen sich mit spannenden Veranstal-tungen an dem Festival.

2017 verübten Rechtsradikale in Neukölln zahlreiche Übergriffe. Menschen wurden bedroht und angegriffen, Autos angezündet. 16 Stolpersteine, die an Opfer des Nationalsozialismus erinnern, wurden aus dem Boden gerissen. Auch in Neukölln gewannen Weiterlesen

„Der Raub der Stolpersteine hat deutlich gemacht, wie aktuell der Gedenktag an die Pogromnacht vom 9. November 1938 ist“

„Diese Tat ist an Dummheit, Geschichtsvergessenheit und Menschenverachtung kaum zu überbieten“, verurteilte Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey den Diebstahl von über einem Dutzend Stolpersteinen in der Nacht von Sonntag zu Montag in Neukölln. Die Bürgermeisterin sprach am Donnerstagabend vor der ehemaligen Albrecht-Dürer-Apotheke in der Britzer Buschkrugallee 179 bei einer Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die Reichspogromnacht.

In der Nacht zum 10. November 1938 zerschlugen Neuköllner Nationalsozialisten die Schaufensterschei-ben sowie die Einrichtung des Geschäftes und verprügelten den jüdischen Apotheker Adolf Mockrauer. Ein Terror-Überfall unter unzähligen, der veranschaulicht wie – beginnend mit der Weiterlesen

Neukölln feiert Vielfalt und Offenheit und setzt Zeichen gegen Ausgrenzung und Rassismus

Bis zur offiziellen Eröffnung des Festivals Offenes Neukölln waren es noch acht Stunden, da begann im Ortsteil Neubritz bereits die erste von rund 100 Veran-staltungen: Auf dem Kranoldplatz hatten die Mitglieder des Kranold-Weder-Netzes alles für ihr interkultu-relles Frühstück aufgebaut, das inzwischen traditionell einmal jährlich Anwohner zum so nahrhaften wie kommunikativen Miteinander in entspannter Atmosphäre einlädt.

Eigentlich war auch bei der offiziellen Eröffnung des Festivals vor dem Neuköllner Rathaus alles ganz entspannt: Idil Efe von der Bürgerstiftung Weiterlesen

Vorbild May-Ayim-Ufer: „Wir werden weitere Namensvorschläge machen, bis Wissmann weg ist“

„Es gibt keinen Zusammenhang zwischen diesen Kannibalen und Erdogan. Was soll das? Das ist tiefsitzender Rassismus!“ Moctar Kamara ist sichtlich empört über eine großformatige Karikatur in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 19. März. „Ich habe Anzeige gegen die FAZ wegen Verun-glimpfung erstattet. Mal sehen, wie die Frankfurter Staatsanwaltschaft darauf reagiert“, erklärt der Vorsitzende des Zentralrats Afrikanischer Gemeinden in Deutschland weiter und verweist auf seine Veröf-fentlichung bei Facebook. Kamara erhält bei den Umstehenden viel Verständnis und Zustimmung für seine Empörung: Anlässlich des internationalen Tages gegen Rassismus ist er auf Einladung der Grüne-Abgeordneten Dr. Susanna Kahlefeld Weiterlesen

Nicht nur gegen Migranten, sondern gegen eine offene, solidarische Gesellschaft

antirassismus-kundgebung rudow_neukoelln„Heute ist der 21. März: Der internationale Tag gegen rassistische Diskriminierung.“ Unablässig macht der graubärtige Mann in der roten Jacke seine Laut-sprecherdurchsage am U-Bahnhof antirassismus-kundgebung rudow-neukoellnRudow, während zwei Dutzend Menschen mit Fahnen und Trans-parenten über die Fuß-gängerüberwege rund um den Platz an der Rudower Spinne ziehen.

„Es ist 5 vor 12! Seit Monaten steigt die Zahl der rechtsextremen Straftaten“, warnt ein Bündnis für 100 Prozent Menschenwürde in einem gemeinsamen Aufruf, der begleitend zur Kundgebung an Weiterlesen