„One Billion Rising“-Dance-Demo vom Rathaus Neukölln zum Brandenburger Tor

Rund 50.000 Menschen haben im vergangenen Jahr in über 150 deutschen Städten an den One Billion Rising-Veranstaltungen teilgenommen, um ein Zeichen der Solidarität gegen die Ausbeutung von Frauen zu setzen. Gewalt gegen Frauen und Mädchen zählt zu den meistverbreiteten und verheerendsten Menschenrechtsverstößen welt-weit. Schätzungen zufolge haben 35 Prozent aller Frauen irgendwann in ihrem Leben Gewalt erlitten; in manchen Ländern beträgt dieser Anteil sogar 70 Prozent. In Europa ist jede dritte Frau Weiterlesen

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Alternative für Sparfüchse

„Unter den Linden“ als Geschäftsanschrift nennen zu können, macht zweifellos etwas openair-büro unter der linde_neukoellnher. Gerade Jungunternehmer können sich die Anmietung von Geschäftsräumen am Pracht-boulevard der Hauptstadt jedoch nur selten leisten. Da auch die Gewerbemieten rund um Berlins wahre geografische Mitte inzwischen in astronomische Höhen geklettert sind, ist Krea-tivität beim Finden einer klangvollen Adresse gefragt. Als vorteilhaft für echte Sparfüchse erweist sich dabei die große Tilia-Dichte in den Straßen von Neukölln: Raus mit dem Mobiliar des Büros auf den Bürgersteig und schon steht es „Unter der Linde“.

Auf Landesebene „an sich gut“, in Neukölln voller Plattitüden

pariser_platz_12_12_12UhrVerhaltene Freude herrschte gestern, am 12.12. um 12 Uhr, vor dem Brandenburger Tor bei einer Kundgebung für den raschen Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas, als sich abzuzeichnen begann, dass es beim Weltklimagipfel in Paris einen Durchbruch für ein Klimaabkommen geben könnte, mit dem die globale Erderwärmung in Zukunft auf einen Wert zwischen 1,5 und 2 Grad Celsius begrenzt werden kann. Matthias Krümmel, Referent für Klima-schutzpolitik beim Landesverband Berlin des BUND sagte: „Jetzt sind konkrete Schritte gefragt, damit der Klimawandel aufgehalten werden kann! Ansatzpunkt unserer weiteren Arbeit ist das an sich gute Berliner Energie- und Klimaschutz-programm.“ Was bedeutet das zum Beispiel in Neukölln? Denn Weiterlesen

So sieht’s aus

Was am 23. Januar begann, soll im März enden: die Olympischen und Paralympi- schen Wochen, bei denen der Senat die Hauptstädter als verbindliche Unterstützer der Bewerbung Berlins für die Olympia-Austragung im Jahr 2024 bzw. 2028 gewin- nen will. Bereits im  letzten Jahr wurden mit  einem  Stimmungstest  erste Prioritäten-

wir wollen die spiele_olympia-kampagne berlin_neukölln

setzungen erfragt: 9.462 Leute haben sich daran beteiligt; 77 Prozent von ihnen stimmten dem Statement von DOSB-Präsident Alfons Hörmann zu, dass es darum gehen werde, dass sich „Olympia an die besonderen Bedingungen und Gegeben- heiten einer Stadt“ anpasst. Wie das zu verstehen ist, führt Neukölln schon mal vor.

 

Ab in die Mitte!

steven karlstedt_brandenburger tor_spremberger straße neuköllnArnold Zenkert hat es exakt berechnet. Vor gut vier Jahren ermittelte der Potsdamer Professor, der im letzten April fast 90- jährig verstarb, den westlichsten und östlichsten, nördlichsten und südlichsten Punkt der Hauptstadt und stellte anhand dieser Koordinaten fest: Nicht, wie bisher angenommen, in der Kreuzberger Alexandrinenstraße 12 – 14, sondern bei 52° 29′ 38“ nördlicher Breite und 13° 25′ 26“ öst- licher Länge liegt der geografische Mittelpunkt Berlins – und somit direkt zwischen den Hausnummern 3 und 4 in der  Spremberger Straße  im Neuköllner Reuterkiez.

Zwar sorgte die Berechnung von Zenkert nun nicht dafür, dass die in der Alexandri- nenstraße montierte Granitplatte mit der Inschrift „Hier befindet sich Weiterlesen

„Du bist nicht allein!“: Hilfe für Flüchtlinge in Neukölln

Ihre Familien und Freunde leben tausende von Kilometern entfernt – wenn sie überhaupt noch leben. Heimat ist ein Begriff, der auf Erinnerungen reduziert und mit Krieg, Verfolgung, Armut und Perspektivlosigkeit verbunden ist. Es ist der gepäckOrt, wo sie alles zurückließen und ihre Flucht be- gann.

Aus afrikanischen Ländern wie dem Senegal, Äthiopien und Sierra Leone kommen sie, aber auch aus Pakistan, Afghanistan und dem Iran. Bayern war das Bundesland, in dem sie erstmals deutschen Boden betraten. Doch dort, wo für Flüchtlinge eine  Lagerpflicht gilt und erst jetzt die Nahrungsmittel-Zuteilung durch Essenspakete abgeschafft werden soll, wollte niemand von ihnen bleiben. Residenzpflicht hin oder her. Im Oktober erreichte die aus 25 Personen bestehende Gruppe Berlin und richtete ein Protest-Camp am Brandenburger Tor Weiterlesen

Eine nicht mehr ganz so neue Erkenntnis und ihre Konsequenzen für Neukölln

Die Mitte Berlins liegt in Neukölln, fand der Potsdamer Geograf Arnold Zenkert im Frühjahr letzten Jahres heraus. Das wird man im Bezirk Mitte höchstwahrscheinlich nicht gerne gehört haben. Doch inzwischen gibt es sehr deutliche Anzeichen dafür, dass der Sachverhalt akzeptiert und bereits einiges in die Wege geleitet wurde, Neukölln mit allem auszustatten, was zu einer repräsentativen Stadt- mitte gehört. Und die soll nicht etwa auf der Karl- Marx-Straße, sondern auf der Hermannstraße er-  richtet werden. Dort, wo Friedhöfe das Straßenbild prägen und momentan eine Bau- stelle die Magistrale zum Nadel- öhr verengt. Von „Bauarbeiten am U-Bahntunnel“ ist offiziell die Re- de, die Beschilderung der Stra- ßensperren macht jedoch aus dem wahren Grund für die Baumaßnahmen kein Geheimnis mehr und lüftet es nonchalant: Die Buchhandlung BerlinStory finde man nun nach 250 Metern in Richtung Brandenburger Tor, erfahren alle, die die U8 an der Station Leinestraße verlassen. Der entsprechende Pfeil zeigt in die Stadt- auswärtsrichtung der Hermannstraße.

Wo das Wahrzeichen Berlins seinen neuen Standort bekommen wird, lässt sich derzeit nur vermuten: Der momentan ziemlich schmucklose S- und U-Bahnhof Her- mannstraße böte sich an.

=ensa=

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