Neuköllnopoly: Neue Studie weist Wohnungsbau-Potenziale im Bezirk aus

wohnungsbaupotenziale-studie neuköllnFast 300 neue Wohnungen auf dem Gelände der ehemaligen Kindl-Brauerei und über 400 auf ak- tuell gewerblich genutzten Flächen zwischen dem Neuköllner Schiffahrtskanal und der Bezirksgrenze zu Treptow, 1.660 entlang der Oderstraße auf dem Tempelhofer Feld und über 1.000 am Mariendorfer Weg, wo heute die alte Frauenklinik und andere keine wohnung frei_neuköllnGebäude zu Ruinen verkommen.

Neukölln will vorberei- tet sein auf das Jahr 2030, wenn Prognosen zufolge die Bevölke- rung im Bezirk um knapp 21.000 Einwohner ange- wachsen sein wird und statistisch an die 11.000 Wohnungen mehr Weiterlesen

Visionen ausgebremst – zugunsten der Berliner

Hier könne man das Paradies erleben, verspricht das Schild an der Einfahrt zum Al Andalus im Neuköllner Ortsteil Britz. Dass sich ranhalten muss, wer paradiesische Erfahrungen machen will, verrät es nicht. Die Mitglieder der Wellness-Oase wissen indes schon seit über einem Monat davon: „Leider müssen wir Ihnen mitteilen“, erfuhren sie in einem von Geschäftsführer Dr. Harald Frisch unterzeichneten Schreiben, „dass wir zum 30. April den Betrieb der Saunawelt Al saunawelt al andalus, ehemaliges blub, neukölln-britzAndalus einstellen müssen.“

Doch es ist nicht nur deren Ende auf dem Gelände des ehemaligen Blub- Spaßbads, das damit besiegelt ist. Auch die Pläne der WIP Willmeroth Projektentwicklungsgesellschaft, die das 45.000 Quadratmeter-Areal am Teltowkanal vom Liegenschaftsfonds Berlin erwarb und dort Deutsch- lands erstes City-Resorthotel  bau- en wollte, sind begraben – wiewohl die WIP-Homepage das Tourismus-Projekt nach wie vor als „aktuell“  aufführt und über die Betreibersuche für ihr „einmaliges und zukunftsweisendes Resorthotel“ informiert.

saunawelt al andalus, ehemaliges blub, neukölln-britzDer Vision von Urlauberzim- mern, -Appartments und einem Ferienclub auf der einst größten Wasserfreizeitanlage Berlins schob aber das Umdenken des im letzten Jahr neu gewählten Senats hinsichtlich der Woh- nungspolitik einen Riegel vor: Alle vorhandenen Gebäude würden abgerissen werden und das Grundstück künftig aus- schließlich für den Bau von Wohnungen zur Verfügung ste- hen, entnahmen die Al Andalus-Mitglieder Frischs Schreiben. Ebenso, dass man sich bemühe mit der Saunawelt zum Ende des Jahres an einen anderen innerstädtischen Standort umziehen zu können.

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