„Wir haben es mit den ‚Mauergesprächen‘ geschafft, die Leute zusammenzubringen“

berliner mauer, heidelberger straße, neukölln, treptow„Wahnsinn“ – In der Nacht vom 9. zum 10. November 1989 und in den darauffolgenden Tagen, war das das Wort, mit dem die überraschende Öffnung der Mauer zwischen Ost und West im Fernsehen, im Radio. in den Wohnzimmern und auf den Straßen am häufigsten kommentiert wurde. Was folgte auf die Euphorie der ersten Tage? Gibt es in Deutschland Ost und West weiterhin eine Mauer in den Köpfen, oder ist der Begriff nur eine abgedroschene Metapher? Weiterlesen

„Unsere Begegnung an der Mauer konnte kein Zufall gewesen sein!“

Mit einer öffentlichen Unterhaltung, die zwei alte Schulfreundinnen nach 58 Jahren führten, lüftete das Museum Treptow am vergangenen Freitagabend das Geheimnis um ein ikonisches Foto, das während des Mauerbaus 1961 an der Grenze zwischen Neukölln und Treptow entstand.

Rosemarie Badaczewski und ihre Schulfreundin Kriemhild Meyer wurden im August 1961 an der noch nicht Weiterlesen

Sozialdemokraten in Neukölln und Treptow suchen zum 30. Jahrestag des Mauerfalls ehemalige Mauergucker und Mauerspechte

Erinnern Sie sich noch an die Berliner Mauer? Die SPD-Kreisverbände Treptow-Köpenick und Neukölln haben gemeinsam unter der Überschrift „Mauergucker und Mauerspechte“ einen Erinnerungsaufruf zum 30. Jahrestag der friedlichen Revolution und des Mauerfalls verfasst. „Wir sind froh, dass die Mauer gefallen ist und die Sonnenallee heute an beiden Enden wieder für alle erreichbar ist. Wir wollen aber, dass die schönen und traurigen Erinnerungen gleichermaßen nicht in Vergessenheit geraten und rufen daher Weiterlesen

Neuer Standort für ein Neuköllner Mauerkreuz

Das schlichte Holzkreuz, das an Dieter Berger und Lutz Schmidt erinnert, die im Dezember 1963 und im Februar 1987 an der ehemaligen Berliner Mauer erschossen wurden, steht seit Anfang April nicht mehr an der Köpenicker Straße in Neukölln, sondern am Neudecker Weg. Not-wendig wurde die Umsetzung wegen Arbeiten am Neubau der Clay-Schule. „Das Holzkreuz hat jetzt im Neudecker Weg 7 einen angemessenen neuen Standort nur wenige Meter vom markierten Weiterlesen

Ost-West-Geschichte an der Waltersdorfer Chaussee

waltersdorfer_stein_berlin-neukoelln„Die Maueröffnung begann 1989 hier“, verkündet die Inschrift seitlich auf dem Meilenstein an der Waltersdorfer Chaussee. Der Stein steht am Berliner Mauerweg, an der Stadtgrenze zur Gemeinde Schönefeld in Brandenburg, und zeigt an, wie weit der waltersdorfer_stele2_mauerweg-berlin-neukoellnWeg zum U-Bahnhof Rudow und zum Rathaus Neukölln ist.

Nicht an der Bornholmer Straße habe sich am Abend des 9. November 1989 der erste Schlagbaum zwischen Ost und West geöffnet, sondern an der Waltersdorfer Chaussee, vertraute der einstige Grenztruppen-Oberstleutnant Heinz Schäfer im Oktober 2009 den Machern der ZDF-Dokumentation „Der schönste Irrtum der Geschichte – Wie Weiterlesen

Eine Biografie, die zum Katalysator wurde

stroebele_1.mai-demo2015_berlinObwohl Neukölln wegen der Nachbarschaft zu Kreuzberg seit jeher eine enge Beziehung zur Alternativkultur hat, die Ende der 1970er Jahre als Folgebewegung der außerparlamentarischen Oppo-sition APO entstand, vermitteln beide Bezirke oft ein ganz unterschiedliches Bild nach außen. Bestes Beispiel: Während Kreuzberg wegen seiner krawalli-gen revolutionären 1. Mai-Demonstration alljährlich in den Medien ist, verlaufen die wenigen Demos in Neukölln meist unspektakulär. Zieht ausnahmsweise aber doch ein politischer Umzug durch den Bezirk – wie etwa die revolutionäre 1. Mai-Demo 2015 – ist die Wahrscheinlichkeit hoch, den Kreuzberger Bundestagsabgeordneten Hans-Christian Ströbele mit seinem Fahrrad zu treffen. „Die Straße ist Weiterlesen

Zwischen Neukölln und Treptow

Wer heute, am 25. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung, entlang der Stadt-route des Berliner Mauerwegs der Spur des ehemals Trennenden folgt, trifft früher oder später auch auf die zwischen Neukölln und Treptow gelegenen Gedenkstätten für Maueropfer. In der  Kiefholzstraße erinnert seit 1999 eine Skulptur an die 15 Men-
denkmal maueropfer treptow_berliner mauerweg neukölln
schen, die in Treptow starben: Jörg Hartmann im Alter von 10 Jahren und Lothar Schleusener und Wolfgang Glöde als 13-Jährige. Christian Peter Friese war nur 22 Jahre alt, als sein Fluchtversuch tödlich endete. Fünf Grenzposten, schildert eine mehrsprachige Texttafel, gaben hier 98 Schüsse auf ihn ab.