Vom Ersten zum Zweiten – und jetzt zum Dritten

Wer am Anfang der Eschersheimer Straße wohnt und Fenster in Richtung Osten hat, guckt nun nicht mehr gegen eine Ruine. Denn die wurde abgerissen, und mit den baufeld1 ehem frauenklinik neukoellnArbeiten auf dem Baufeld 1 an der ehemaligen Frauenklinik Neukölln geht es voran. Getan hat sich auch etwas beim Baufeld 2, südlich des Mariendorfer Wegs. Mit einer Pressemeldung bestätigte die BUWOG-Group, was bisher als Gerücht umging: Das im Januar 2015 von der Comer- an die Avila-Gruppe verkaufte Gelände hat wieder einen neuen Besitzer. Nach aktu-ellem Planungsstand will der dort, im „ange-sagten Trendbezirk Neukölln“, für rund 183 Mio. Euro „über 560 Miet- und Eigen-tumswohnungen“ bauen, die eine „breite urbane Zielgruppe“ ansprechen sollen.

Durchblick statt Ruinen

ehemalige frauenklinik neuköllnJahrelang passierte, abgesehen vom Verfall, nichts an der ehemaligen Frauenklinik, aber jetzt geht es vor- bzw. erstmal rückwärts: Nicht denkmalgeschützte Ruinen auf dem Areal an Neuköllns Bezirksgrenze zu Tempel-hof wurden abgerissen oder werden es noch. Damit setzt der Bauträger, die Avila-Gruppe um, was er im Mai ankündigte und schafft Platz und vorübergehend Durchblick, wo eine neue Silhouette entstehen soll.

Fragen und Antworten zu Bauplänen auf dem Areal der ehemaligen Frauenklinik Neukölln

ehemalige frauenklinik neuköllnUm bei Bauvorhaben Irritationen und Überraschungen in der Nachbarschaft zu vermeiden, trat vor kaum zwei Jahren eine Änderung des Verwaltungsverfahrens-gesetzes in Kraft: Bauherren müssen bei größeren Bauvorhaben nun laut Paragraph 25 Absatz 3 des Gesetzes eine frühe Bürgerbeteiligung durchführen, mit der die betroffene Öffentlichkeit über Ziele und voraussichtliche Auswirkungen des Bauprojektes informiert wird.

Dr. Douglas Fernando und seine Mitarbeiter von der Avila Projektmanagement GmbH stellten deshalb vorgestern in der Albrecht-Dürer-Oberschule allen Interessierten ihre Pläne für das Gelände der ehemaligen Frauenklinik Neukölln vor. Fernando, der 2003 das katholische Petruswerk übernahm, war Weiterlesen