Happy End im Neuköllner Passage-Kino

spatzenkino berlin_passage-kino neuköllnVormittags im Passage-Kino. Bis zum Beginn der ersten Vorstellung dauert es noch einige Stunden. Dennoch ist die Tür zum Saal 1 mit seinen 220 Plätzen schon geöffnet, und auch die Beleuchtung ist angeschaltet.

Vor dem dunkelroten Vorhang steht eine Frau, die eine große Handpuppe trägt, die ein Spatz sein soll, obwohl sich dieser farblich doch sehr von seinen natürlichen Vorbildern unterscheidet. Ihm, dem Spatz, gibt Tamara Rettenmund seit inzwischen 10 Jahren spatzenkino berlin_passage-kino neukoellnCharakter und Stimme. Dass er noch Weih- nachtslieder üben muss, lässt die Schauspielerin ihn sagen. Und, dass er, ganz frecher Spatz, schon alle 24 Türen von seinem Adventskalender geöffnet hat – obwohl eigentlich erst 18 offen sein dürften. Konnte man bisher den Eindruck haben, Tamara Rettenmund würde weitgehend leeren Kinoses- seln von dem erzählen, was der Spatz getan hat und noch tun muss, stellt sich nun schlagartig ein anderer ein: „Wenn ihr wollt, dass der Film losgeht, nach dem Weihnachten wieder über eine halbe Weiterlesen

Erst Knut, dann Tann Go

Wer bisher dachte, die „Knut“ genannte „Bäumchen raus!“-Feierei der Möbelschwe- den könnte ebenso gut „Bullerbü“, „Karlsson“, „Madita“, „Bootsmann“ oder „Pippilotta Viktualia Rullgardina Krusmynta Efraimsdotter Långstrump“ heißen, weil der Name der nachweihnachtlichen Kampagne frei erfunden ist, dem sei verraten: Es gibt in skandinavischen Kalendern wirklich seit  eh und je einen  St.-Knut-Tag, am 13. Janu-

knut_neuköllnweihnachtsbaum-abholung_neukölln

ar. Wesentlich flexibler wird dagegen in Berlin das Tann Go-Fest gehandhabt. In man- chen Bezirken beginnt es schon am 7. Januar, in anderen wird erst eine knappe Woche später damit begonnen, abgetakelte Weihnachtsbäume abzuholen: Neukölln ist am 12. und 19. Januar dran.