„Dosta heißt: Genug, es reicht !“: Dokumentationsstelle Antiziganismus fasst die Ergebnisse ihrer fünfjährigen Arbeit zusammen

„Mit Zigeunern wollen wir nichts zu tun haben.“ „Wir schließen keine Verträge mit Rumänen und Bulgaren ab.“ „Die Roma machen nur Lärm und Müll.“ In den letzten fünf Jahren hat die Dokumentationsstelle Antiziganismus, kurz Dosta, des Amaro Foro e. V. beleidigende und diskriminierende Aussagen und Vorfälle in insgesamt acht Lebensbereichen kontinuierlich erfasst. Am vergangenen Dienstag zog die Registerstelle, deren Akronym Dosta auf Serbisch, Kroatisch und in anderen Sprachen des Balkans „Genug, es reicht!“ bedeutet, eine ernüchternde Bilanz: Beim Antiziganismus ist keine Besserung in Sicht! Dosta hat von 2014 bis 2018 insgesamt 699 antiziganistische und diskriminierende Vorfälle erfasst. 2018 blieb die Zahl mit Weiterlesen

„Antiziganistische Beleidigungen und Angriffe geschehen überall“

rathausturm neukoellnAm vergangenen Sonnabend fand zum achten Mal das Herdelezi-Straßenfest in der Boddinstraße unweit des Neuköllner Rathausturmes statt. Herdelezi, der St. Georgstag, ist für christlich-orthodoxe und muslimische Roma einer der wichtigsten Feiertage, der vor allem in Südost-europa zelebriert wird. Georgi Ivanov vom Amaro Foro e. V. erinnert sich, dass das erste Herdelezi im Mai 2009 aus einer spontanen Musik-Performance in der Boddinstraße enstand. Seitdem kommen Roma und Nicht-Roma aus ganz Berlin Weiterlesen

72 Meldungen mehr als im Vorjahr: Neuköllner Register macht Diskriminierung im Alltag auf lokaler Ebene sichtbar

refugees welcome_neuköllnMorgen beginnt nicht nur eine neue Woche, morgen beginnen auch die Internationalen Wochen gegen Rassismus. Mehr als 70 Organisationen und Einrichtungen beteiligen sich bundesweit mit Veranstaltungen an den beiden Aktionswochen rund um den Welttag gegen Rassismus. Zum ersten Mal ist, nach einem Mehrheits-Beschluss der Bezirksverord- netenversammlung, auch das Neuköllner Be- zirksamt dabei.

Um rechtsextreme und diskriminierende Vor- fälle in der Hauptstadt zu erfassen und doku- mentieren, wird seit zehn Jahren von der Koor- dinierungsstelle Berliner Register ein Netz bezirksbezogener Register aufgebaut: Das erste wurde 2005 in Pankow eingerichtet; Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick und Friedrichshain-Kreuzberg folgten. Seit Juni 2013 gibt es auch ein Neuköllner Register. Inzwischen Weiterlesen