Der schönste Tag im Jahr – Weihnachten mit Frank Zander

21. obdachlosenfest estrel berlin-neukoelln„Oooooaaah, is dit schööön!“, ruft die Frau direkt vor mir ihrer Begleitung zu, und ich bekomme schon eine Gänsehaut, bevor ich den Saal des Estrel Hotels, zu Frank Zanders 21. Weihnachts-feier für Obdachlose und Bedürf-tige, überhaupt betreten habe.

Letztes Jahr war ich nicht da. Zeitprobleme einer Studentin. Umso glücklicher bin ich, dass es dieses Jahr geklappt hat. Denn ich musste feststellen, dass für mich ohne dieses liebevoll arrangierte Fest mit seinen über 2800 Gästen und 250 Helfern Weiterlesen

Unter Hipstern: Mit Uli Hannemann zu den Kreuzköllnern

Ich hatte ja ein bisschen gehofft, denjenigen bei der Buchpräsentation von Uli Hannemanns erstem Roman „Hipster wird’s nicht“ zu treffen, der mich Neuköllnerin uli hannemann_heimathafen neuköllnauf diesen Autor gebracht hat: ein Kreuz- berger mit Geschmack und der gleichen Vorliebe für Hipster-Lästereien. Das Publi- kum vorgestern Abend im Heimathafen Neukölln sah auch irgendwie nach Kreuz- berg aus – ab 30 aufwärts und mehr oder weni- ger intellektuell wirkend. Nicht ein Hipster in Sicht. Für mich ein guter Start in den Abend.

Es wurde so voll im Saal, dass den begeisterten Zuhörern sogar die Ränge geöffnet wurden. Immer wieder lachend und klatschend, lauschten wir alle der Weiterlesen

Mimi sucht …

Anna Sinnlos_4_mimiIch liebe meine Mimi, nur um das direkt klarzustellen! Und eben weil ich das tue, suche ich für sie ein neues Zuhause: Mimi ist eine kleine getigert-bunte Katze mit sehr viel, sehr weichem Fell, was mich vermuten lässt, dass sie entweder eine halbe Perserin oder so was ist, oder aber ein bisschen Kaninchen im Spiel war. Sie ist eine ganz besondere Katze. Mimi ist besonders kuschlig und verschmust. Besonders anhänglich und menschen-Anna Sinnlos_1_mimibezogen, und auch ihr Charakter ist sehr besonders.

Als meine Nachbarn Mimi zu sich holten, war sie noch viel zu jung um ohne Mama zu sein. Leider kümmerte sich die Familie auch nicht wirklich gut um sie. Denn als die kleine Katze hohes Fieber hatte, haben sie sie einfach ins Bad eingesperrt, anstatt mit ihr zu einem Tierarzt zu Weiterlesen

„Darf ick dit wirklich allet mitnehm?“

trixie-tisch_frank zanders obdachlosenfest_estrel_neukölln„Ham Se och wat für Katzen?“, „Kann man dit och für Ratten nehmen?“ oder „Darf ick dit wirklich allet mitnehm?“ Das sind die Fragen, die den guten Helfer- lein am Trixie Heimtierbedarf-Stand gestern bei Frank Zanders 19. Weihnachtsfest für Obdachlose und Be- dürftige pausenlos gestellt werden. Insgesamt 17.000 Geschenkbeutel mit Hundefutter und -leckerlies oder geschenke für hundehalter_frank zanders obdachlosenfest_estrel_neuköllngleichem für Katzen und Nagetiere, Kratzbäume, riesige Schlafkissen, Transportboxen, Leinen, Geschirre, Halsbänder füllen die Tische im Ho- tel Estrel. Auch die Tierarztpraxis Peter Rosin ist wieder vor Ort. Schon eine Stunde nach Einlass Weiterlesen

Keine Katzennot bei Frau Noto

4_katzen in not e.v._neuköllnAuf 125 Quadratmetern plus zahlreichen Hochebenen, verteilt auf drei Zimmer mit über 40 Toiletten, leben meist um die 30 Katzen bei Ingrid Noto und ihren Hel- 3_katzen in not e.v._neuköllnfern in einer Par- terrewohnung in der Emser Straße in Neukölln. Kat- zen in Not Berlin heißt der gemein-nützige Verein, der in Not geratenen Katzen und ihren Besitzern seit rund neun Jahren zur Seite steht.

Seit 1995 ist Ingrid Noto im Tierschutz tätig und kann darüber viel erzählen. Schöne Geschichten mit Happy- End und unschöne, die oft auch von ignoranten Menschen handeln, Weiterlesen

Sargenhaftes Dope in der Neuköllner Oper

„Mein Beileid“ heißt es zur Begrüßung an der Eingangstür zum Studio der Neuköllner Oper. Ein Sarg steht auf der Bühne. Naja, das war zu erwarten, bei einem Stück 1_Sarg Niemals Nie_© Philipp Plum_Neuköllner Opernamens „Sarg Niemals Nie“, das in einem Bestattungsunter-nehmen spielt. Ein Sarg, eine Schrankwand mit Urnen, und Dakmar  und David  ziehen sich erst mal einen Joint rein, nachdem sie über die letzten Trauergäste abgelästert haben. Schwarzer Humor, der Tod als Stoff zum Totlachen. Weiterlesen

Helene Nathan 2.0

Ich gebe es zu, ich finde Menschen manchmal ja auch doof und habe auf manche Gespräche wirklich keine Lust. Aber noch viel weniger möchte ich mit Automaten ausleihe-medienselbstverbuchung_helene-nathan-bibliothek neuköllnplaudern. Jetzt stehen allerdings ebensolche, von denen ich mir etwas sagen lassen soll, in der Helene-Nathan-Bibliothek in den Neu- kölln Arcaden: Selbstverbuchung heißt das System, das seit einigen Wochen per RFID (Radio-Frequency Identification) die automa- tische Identifizierung von Büchern und ande- ren Medien erlaubt.

Natürlich gibt es dem Eingang zur Bibliothek einen ganz neuen Charme. Den des Check-In-Bereichs eines Flughafens beispielswei- se, obwohl, nein, da sind ja mehr Menschen. Eher den einer Pfandflaschenrückgabe- oder Geldautomaten-Halle oder so. Auf jeden Fall den, den ich nicht erwarte und haben möchte, wenn ich in eine Bibliothek gehe. Alles noch anonymer, noch automatischer, noch unpersönlicher. Weiterlesen