Abbas schon dagewesen

Und dann kommt man ins Deutsche Auswandererhaus und stellt fest: Einer, der nach

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Neukölln eingewandert ist, war schon da – der Schriftsteller Abbas Khider.

Neukölln: Einfach und kompliziert und der Ort, wo Abbas Khider die besten Geschichten finden kann

Für den Literaturkritiker Denis Scheck ist die Sache klar: Abbas Khider stellt „eine enorme Bereicherung für die deutsche Gegenwartsliteratur“ dar, weil er die „formal erstaunlichsten Bücher“ schreibt und es beherrscht, „große Kunst mit ganz einfachen Mitteln“  zu produzieren. „Wie machen Sie das?“, fragte er  den Schriftsteller in einem

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Interview für die ARD-Sendung „ttt – titel thesen temperamente“ während der Leip- ziger Buchmesse. Er habe das große Glück gehabt, in bestimmten Städten gelebt zu haben, in denen alles kompliziert und einfach ist, erklärte der gebürtige Iraker, der 1973 in Bagdad zur Welt kam, als 19-Jähriger für zwei Jahre inhaftiert wurde, an- schließend im Exil lebte, vor 13 Jahren nach Deutschland kam und 2002 die deut- sche Staatsbürgerschaft annahm. Bagdad, Kairo und Benghazi nannte Abbas Khider als Beispiele für eben solche Städte. „Der letzte Ort, wo ich wirklich die besten Geschichten finden kann, die einfach und kompliziert sind“,  ist Neukölln in Berlin – und da wohne ich“, beendete Khider die Aufzählung. Kürzlich erschien mit  „Brief in die Auberginenrepublik“ das dritte Buch des Neuköllners, dessen Literatur für Denis Scheck zu den „schönsten Entdeckungen“ gehört.