Ein bisschen Schwund ist immer, schon wegen der Besucher

Oder: Medienleitungen, Magnetventile, Manometer – Verfahrens- technik vom Feinsten

Stadtbad Neukoelln„Deine Augen sind ja ganz rot.“ – „Na, die haben hier wieder ordentlich gechlort, riecht man doch auch.“ Wolfram Kaube, der die Abteilung Bau/Technik der Berliner Bäder-Betriebe leitet, kennt solche Aus- Wolfram Kaube_Stadtbad Neukoellnsprüche. Schmunzelnd verrät er: „Chlorgas, das zur Beckenwas- serdesinfektion nötig ist, ist mit der Nase nicht wahrnehmbar.“ Der auch für das Stadt- bad Neukölln typische Geruch wird durch die Bade- gäste hervorgerufen. Von denen eingebrachte or- ganische Stoffe wie Bakterien, Schweiß, Hautab- sonderungen, Urin, Textilabrieb oder Hautpflegemittel, erklärt Kaube, würden mit dem Chlor sogenannte Chloramine bilden, die wiederum an der Wasseroberfläche aus- gasen. Zweifellos, sie riechen nicht gerade angenehm und reizen Weiterlesen

Antike Kultur in Neukölln: Zeitreise durch die 100-jährige Geschichte des Stadtbads

Einweihung 10.5.1914_stadtbad berlin-neukoellnSechs Jahre Planung, zwei Jahre Bauzeit und Kosten von fast 2 Millionen Mark haben ein Bauwerk entstehen lassen, das heute vor 100 Jahren eingeweiht wurde: das Stadtbad Neu- kölln in der Ganghoferstraße.

Die Stadtbauräte Heinrich Best und Reinhold Kiehl, beide beamtete Architekten, entwarfen das Bad und planten die bauliche Durch- führung. Die Gesamtanlage des Stadtbades wurde dominiert von einen viergeschossigen Mittelbau, der die Betriebsräume, Wannen-, Brause-, medizinischen und römisch-russi- schen Bäder enthielt und mit einem Was- Grafik Hauptansicht_stadtbad berlin-neukoellnserturm ge- krönt war.

In den beiden Seitenbauten befanden und befin- den sich die beiden dreigeschossigen Schwimm- hallen. Die größere war, dem damaligen Verständ- nis entsprechend, für die Männer, die kleinere für die Frauen bestimmt. Allein das Angebot an 40 Wannen- und 42 Brausebädern war zu jener Zeit nötig, da die Weiterlesen