Ab heute wird es ländlich …

… auf dem Tempelhofer Feld: Die jüngste Feldlerchen-Generation ist flügge und somit kann die alljährliche Wiesenmahd beginnen. Wenn das Wetter mitspielt, wird das mehrfach zum Trocknen gewendete Gras schon in ein paar Tagen zu großen Heuballen gepresst, die  für Wochen zum Besetzen, Beklettern und Bespielen  blei-

Tempelhofer Feld-Mahd_(c) Holger Koppatsch

ben. Anschließend werde das Heu verfüttert, teilt Parkmanager Dr. Michael Krebs von der Grün Berlin GmbH mit: „Meist an Pferde, die im Gegensatz zu Rindern mit der relativ schlechten Heuqualität des Tempelhofer Feldes noch gut Weiterlesen

„Irren ist amtlich“: Beratungsbus auf Jobcenter-Tour in Berlin

balz-beratungsbus jobcenter neukölln4.665 Klagen beim Sozialgericht sind aktuell laut einer bundesweiten Statistik der Arbeitsagentur allein im Bestand des Jobcenters Neukölln registriert. Unglaublich? Wer sich selbst davon überzeugen möchte, klicke den Link der Arbeitsagentur an, rufe den Monat Juni auf, öffne das Registerblatt Überblick 1.1 der erscheinenden Excel-Datei und werfe am Ende der Statistik einen vergleichenden Blick auf die 12 Berliner Jobcenter. Eine ähnlich hohe Klagequote wie beim Jobcenter Neukölln, wo die Klagen im Verhältnis zu den Bedarfsgemeinschaften 11,9 Pro-zent ausmachen, weisen nur Steglitz-Zehlendorf mit 13,5 und Charlottenburg-Wilmersdorf mit 9,9 Prozent auf. Vergleichsweise gering sind hingegen die Quoten der Jobcenter Friedrichshain-Kreuzberg mit 4,9 Prozent, Mitte und Marzahn-Hellersdorf mit je 5,2 Prozent sowie Lichtenberg mit Weiterlesen

Begehrter Vor-, Hinter- oder Nebeneffekt

Weil die aktuelle Jahreszeit auf dem Tempelhofer Feld Beteiligungssommer genannt wird, heißt nun auch der rote Container vis-à-vis des Eingangs am Columbiadamm nicht mehr Infopavillon, sondern Beteiligungsbox. An zwei Nachmittagen pro Woche öffnet sie, um zum  Dialog  über  den  Entwicklungs- und  Pflegeplan  des 303 Hektar-

infopavillon tempelhofer feld infopavillon tempelhoferfeld

Areals zu bitten und Spielzeug für die Feldforschung zu verleihen. Der Andrang fällt noch sparsam aus, permanent begehrt ist dagegen der Schatten, den die Bude wirft.

Nach 30 Jahren: Das Aus der Buchhandlung SoSch

sosch buchhandlung_gropius-passagen_neuköllnAm Heiligabend endet eine Ära, die 1985 begann, als dort, wo seit 1996 die Gropius Passagen sind, noch ein Einkaufszentrum mit nur 40 Ladenpavillons stand. In einem davon hatte Sonja Schwestka-Krause, die 1980 der gropius passagen_neuköllnLiebe wegen von Österreich nach Berlin gekommen war, eine Buchhandlung eröffnet – auf gerade mal 36 Quadratme-tern.

Heute hat die Buchhandlung SoSch 629 Quadratmeter Ver-kaufsfläche. Und zu dieser, die strategisch günstig nahe dem Haupteingang liegt, gehören außerdem drei Räume im Kellergeschoss. „Der 24. Dezember ist unser letzter Verkaufstag“, sagt Sonja Schwestka-Krause. Danach wird das Objekt geräumt, um es pünktlich am 11. Januar an Weiterlesen

Erfrischende Fata Morgana

Der Canal Grande in Venedig ist es nicht und hoffentlich auch kein Blaumilchkanal. Bei dem, was aktuell in der Karl-Marx-Straße die Zahl der Neuköllner Wasserstraßen

u7-tunneldecke_karl-marx-straße neukölln

zu vergrößern scheint, handelt es sich bei genauem Hinsehen gar nicht um etwas Fließendes, sondern um die frisch geteerte Tunneldecke der U 7.

Neue Flüchtlingsunterkunft in Neukölln beschlossene Sache

Fast ein Jahr dauerten die Verhandlungen zwischen dem Berliner Senat und der SoWo Berlin GmbH über den Bau eines weiteren Flüchtlingsheims in Neukölln. Ges-tern endlich konnte Bezirkssozialstadtrat Bernd Szczepanski verkünden, dass eine Einigung erzielt wurde: Voraussichtlich im März 2016, teilt er mit, könne nach Infor-mation der  SoWo Berlin GmbH auf dem Gelände des ehemaligen  Bewag-Sportplat-

flüchtlingsunterkunft karl-marx-straße neukölln

zes die Unterkunft für etwa 300 Geflüchtete eröffnet werden. Der Bezirk wünsche sich, so Szczepanski weiter, „eine offene und solidarische Willkommenskultur für alle Menschen, die bei uns Zuflucht suchen.“ Wie schon bei anderen Einrichtungen werde das Bezirksamt auch hier die Nachbarschaft per Anwohnerversammlung informieren.

Alle für einen

Christian Hönig rät, Gießgemeinschaften zu bilden. Die Wasserreserven der Berliner Straßenbäume seien aufgebraucht und die kommende Trockenheit werde ihnen arg zu schaffen machen. „Da hilft auch kein einzelner Gewitterschauer mehr“, meint der  Fachreferent für Baumschutz vom  BUND Berlin. Deshalb sollten sich die Anwoh-

bewässerung_gutshof britz neukölln

ner um die Bewässerung der Bäume vor ihrer Haustür kümmern. Einmal pro Woche acht bis zehn Eimer Wasser, empfiehlt Hönig: „Gemeinsam geht es schneller, kei-ner ist mit der Aufgabe überfordert, und zusammen macht es auch mehr Spaß.“