„Zeitreise Neukölln“ verhilft Flüchtlingen zu Orientierung

terminal 99xneukoelln_museum neukoellnDie Versuchung liegt direkt nebenan. „Kein Englisch!“, instruiert Diana Mercher die Frauen und Männer, die sich um ein Computerterminal im Museum Neukölln mercher_goesswald_vhs-deutschkurs_zeitreise neukoelln_museum neukoellnversammelt haben. Viele sind mit dem Englischen vertrauter als mit der deutschen Sprache, aber alle entschlossen, das zu ändern. Im Deutsch-kursus der VHS Neukölln haben die Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, der Ukraine, Pakistan und dem Iran bereits die Kompetenzstufe A2 erreicht. „Dabei sind einige erst seit fünf Wochen hier“, sagt Diana Mercher, die Dozentin, nicht ohne Stolz: „Sie entdecken gerade, was Demokratie bedeutet, haben eine riesige Hoffnung, sich schnell zu Weiterlesen

Unter schönem Schein

rixdorfer weihnachtsmarkt neukoellnAm zweiten Advents-Wochenende – und wirk-lich nur an dem – lässt der Rixdorfer Weih-nachtsmarkt seit eh und je die Menschen zum Richardplatz strömen. Gestern Nachmit-tag wurde er zum 43. bzw. 42. Mal eröffnet, am morgigen Abend ist er wieder vorbei. Vorher gibt es noch heute von 14 bis 21 und morgen von 14 bis 20 Uhr Gelegenheiten, die von Petroleumlampen beschienenen An-gebote der 220 Stände in Augenschein zu nehmen.

Viele PS, wenig IQ und die Folgen für den Schlosspark Britz

vandalismus im park schloss britz_neukoelln„Mitteilungen der Verwaltung“ klingt dröge und ist es oft auch. Nicht so bei der letzten Sitzung des Aus-schusses für Grünflächen, Natur- und Umweltschutz: Eine „weniger schöne“ Mitteilung, die Neuköllns zuständiger Stadtrat Thomas Blesing verkündete, betraf demolierte Putten im Körnerpark, die andere, „noch schlimmere“, schwerste Vandalismusschäden im Britzer Schlosspark.

Wenige Tage vor der Ausschusssitzung war jemand mit „etwas SUV-mäßigem“ durch das aus Brand-schutzgründen unverschlossene Tor in die Parkan-lage hinter dem Schloss gefahren und hatte Runden auf den Rasenflächen gedreht. Die Folgen sind unübersehbar – und dürften es auch bleiben. Zwar Weiterlesen

Zweite Runde des Späti-Dialogs, Fortsetzung wahrscheinlich

späti-dialog_grüne neuköllnSchon im Juli hatten die Grünen-Abgeordneten Anja Kofbinger und Dr. Susanna Kahlefeld die Betreiber von Spätkaufläden sowie Polizei und Ordnungsamt zu einem ersten Späti-Dialog für Nord-Neukölln einge-laden. Grund der Zusammenkunft: Seit Frühjahr 2014 gehen Polizei und Ordnungsamt in einigen Teilen des Bezirkes unnachgiebig gegen die bislang geduldete Sonntagsöffnung der sogenannten Spätis vor, um das Berliner Ladenöffnungsgesetz durchzusetzen. Ein Vorgehen, das bei betroffenen Geschäftsleuten teils Existenzängste auslöste.

Am vergangenen Mittwoch konnten nun die beiden Landespolitikerinnen Kofbinger und Kahlefeld für die Folgerunde des Späti-Dialogs zwei Referenten der Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin Weiterlesen

Jeder Stern ein Herzenswunsch eines Neuköllner Kindes

ungeschmückter wunschbaum_rathaus neukoellnNicht nur vor dem Neuköllner Rathaus steht nun eine Tanne, sondern auch in dessen Foyer. Bis gestern Mittag sah diese noch ziemlich kahl aus, nur eine Lichterkette und einige Kugeln verloren sich in ihr. giffey_gilke_theodor-storm-gs_wunschbaum rathaus neukoellnAber dann kamen ein paar Kinder der Theodor-Storm-Grundschule, Bezirksbür-germeisterin Giffey, Schul-stadtrat Rämer, zwei Be-zirksverordnete und Marius Gilke (r.) nebst einigen Vertretern vom Schenk doch mal ein Lächeln e. V. – und seitdem ist die Tanne ein Wunschbaum.

Mit 38 gelben Papiersternen, auf die Neuköllner Kinder jeweils einen Herzenswunsch geschrieben hatten, wurde er dekoriert. „Bedingung war, dass das Weiterlesen

Wenn die gewohnte Umgebung fremd geworden ist

the bread station neuköllnWie lebt es sich in einem Kiez, dessen Bewohner-struktur sich binnen weniger Jahre rapide verjüngt hat, während man selber stetig älter wurde? Der Heimat ist, sich aber nicht mehr so anfühlt. In dem Bäckereien hope-seniorenzentrum neukoellneröffnen, die The Bread Station heißen, hippe Läden und Cafés in ehemalige Eckkneipen ziehen, und viel englisch, spanisch und italienisch gesprochen statt ber-linert wird.

Sie habe nie woanders als im Reuterkiez gelebt, erzählt eine Rentnerin. Nun wohnt sie am Maybachufer, vorher in anderen Straßen, die zwar noch heißen, wie sie immer hießen, ansonsten aber ihre Gesichter verändert haben: „Durch die Entwicklung der letzten Jahre hab ich den Eindruck, in einen anderen Kiez umgezogen zu sein.“ Für das seit Oktober 2012 laufende Weiterlesen

Neue Herberge für Kulturelles

hotel rixdorf_neukoellnNoch ist das Hotel Rixdorf am Böhmischen Platz ein Geheimtipp, aber eher keiner für Leute, die vorübergehend ein Bett in Neukölln suchen. Stattdessen sind dort, wo bisher das Central Rixdorf vor allem zum Puppenspiel einlud, auch künf-tig Kultur-Events zu erwarten: das erste schon am nächsten Samstag.