Ursache und Wirkung

Daran, dass Vögel Straßenlaternen besetzen, um in ihnen Nistplätze einzurichten, liegt es nicht, dass es derzeit in einigen Neuköllner Kiezen westlich der Karl-Marx-Straße nachts düsterer als sonst  ist. Das ist in erster Linie dem grassierenden  Aus-

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tausch der Lichtquellen im Rahmen des Umweltentlastungsprojekts 700 LED-Auf- satzleuchten  für  Berlin-Neukölln  geschuldet, das im Mai abgeschlossen sein soll.

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Auch sie sind Neukölln!

Eine Ausstellung, die in mehrfacher Hinsicht eine besondere ist, zeigt derzeit das Rathaus Neukölln: Zum einen war ihre Eröffnung die letzte Amtshandlung von Bil- dungsstadträtin Franziska Giffey (r., neben  Ausstellungsinitiatorin Annette  Wallentin),

ausstellung wir in neukölln_rathaus neukoelln vernissage wir in neukölln_rathaus neukölln

zum anderen portraitiert „Wir sind Neukölln!“ Menschen, die einem tagtäglich im Be- zirk über den Weg laufen können. Oder fahren, wie im Fall von Aydin Akin, der mit Tril- lerpfeife, Lautsprecher und Plakaten omnipräsent für das kommunale Weiterlesen

Nicht immer, aber öfter: Die Dicke Linda geht mit zwei Markttagen pro Monat in die zweite Saison

landmarkt die dicke linda_neuköllnTheresa Dühn scheint einen recht guten Draht nach oben zu haben: Schönes Wetter hatte sie am Ostersamstag für den Auftakt der zweiten Saison ihres Landmarkts Die Dicke Linda bestellt, und das hat sie auch über weite Strecken bekommen – was die Händler und Besucher mindestens genauso freute.

Nur der Mann hinter dem Atelier Cacao-Stand voller edler Schokoladen und Pralinés sah etwas missmutig gen Himmel, wenn das Blau dort überhand nahm und Wolken in weite Ferne rückten: „Angenehmer für die Atmosphäre auf dem Markt ist es schon, wenn die Sonne scheint, Weiterlesen

„Ich will als erste Frau an der Spitze Neuköllns eine pragmatische, ehrliche und aufrechte Bürgermeisterin sein“

bzbm-ernennungsurkunde_rathaus neuköllnWie wacht man an einem Tag auf, den man als jüngste Bezirksbürgermeisterin Berlins beenden wird? „Ohne Wecker!“, sagt Franziska Giffey strah- lend und wohl wissend, dass es künftig noch weniger Tage als bisher geben wird, die mit diesem mor- gendlichen Luxus beginnen. Und der erste Gedanke danach? „Heute isses endlich soweit!“ Eine irre Anspannung sei das gewesen. „Aber“, findet sie, „wenn man die nicht hat, sollte man es gar nicht erst machen.“

Die Anspannung war der 36-jährigen Verwaltungs- und Politikwissenschaftlerin deutlich anzusehen, als sie zum letzten Mal als Bezirksstadträtin für Bildung, Schule, Kultur und Sport den BVV-Saal im Neuköllner Rathaus betrat und Weiterlesen

Für manche neu, für andere ein alter Hut

Die Ausstellung, die seit 13 Tagen und noch bis zum 4. Mai im Einkaufszentrum Neuköllner Tor  gezeigt  wird, heißt  zwar „Neues Wohnen Neukölln“, doch neu ist sie selber  nicht. Bereits  vor  über  zwei Jahren begann im Rathaus Neukölln die Wande-

ausstellung neues wohnen neukölln_ekc neuköllner tor ausstellung neues wohnen neukölln_ekc neukoellner tor

rung der Schautafeln, die von Studenten vom Center for Metropolitan Studies der TU Berlin und dem Mobilen Museum Neukölln erstellt wurden, um Wohnquartiere von 1900 bis heute zu portraitieren. So ist die Ausstellung wenigstens für alle neu, die ihren Start verpasst haben.

„Der Senat schützt uns nicht, deshalb machen wir jetzt selber Politik“: Berliner Mietenvolksentscheid gestartet

auftakt berliner mietenvolksentscheid_tempelhoferfeld„Das Land fördert die Schaffung und Erhal- tung von angemessenem Wohnraum, ins- besondere für Menschen mit geringem Einkommen“, ist in Artikel 28 Absatz 1 der Berliner Landesverfassung festgelegt. Doch in der Mieterstadt Berlin, in der 85 Prozent aller Haushalte zur Miete wohnen, fehlen nach Schätzung des  Berliner Mietenvolks- entscheid e. V.  heute mehr als 120.000 preisgünstige Wohnungen. Um eine Neuausrichtung der sozialen Wohnraum- versorgung in Berlin mit einem Gesetz per Volksentscheid zu erzwingen und dem Gebot der Landesverfassung nachzukommen, startete die Initiative deshalb am vergangenen Sonnabend eine Unterschriftensammlung. Bis Ende Weiterlesen

Vorübergehend geschlossen: ein Novum in der Geschichte der bekanntesten Neuköllner Fleischerei

Es hätte ihr sicher niemand übelgenommen, wenn sie nach 48 Dienstjahren den Geist aufgegeben hätte. Hat sie aber nicht, sondern stets getan, was von ihr erwartet wurde – erst für die Fleischerei Gleich und dann, nachdem Marcus Benser das Ge- schäft  am  Karl-Marx-Platz übernommen und es 2007  umbenannt hatte, für die  Blut-

blutwurstmanufaktur_neukölln kühltheke_blutwurstmanufaktur neukölln

wurstmanufaktur. Trotzdem wird die gewiss dienstälteste Kühltheke Neuköllns nun durch eine jüngere ersetzt. „Es wurde einfach immer schwerer Ersatz für Verschleiß- teile zu bekommen“, begründet Benser die Entscheidung. Außerdem rechnet er durch die Inbetriebnahme des maßgefertigten, fabrikneuen Modells mit Weiterlesen