Netzwerk Fahrradfreundliches Neukölln fordert: „Keine halben Sachen auf der Hermannstraße!“

Die Bezirksverordnetenversammlung Neukölln beschloss in der letzten Woche, im August für Teilabschnitte der Hermannstraße temporäre Fahrradwege, sogenannte Pop-Up-Bike-Lanes, einzurichten. „Wir kämpfen seit Jahren für einen sicheren Radweg auf der Hermannstraße“, freute sich das Netzwerk Fahrradfreundliches Neukölln über diesen ersten Schritt. Die Hermannstraße werde täglich von Tausenden genutzt. Für den Rad- und den Fußverkehr sei die Situation seit Jahren sehr gefährlich, weil die bisherige Flächenaufteilung einseitig Weiterlesen

„Britzer Flitzer“ macht die Nachbarschaft mobil

Umweltbewusste Britzerinnen und Britzer können im Nachbarschaftsbüro BENN Britz seit Anfang Juni das Cargobike „Britzer Flitzer“ ausleihen. Das Gefährt hat einen geräumigen Transportkasten (100x67x60cm), schafft mit seinen acht Gängen auch Steigungen und bewegt jede Last. Der „Britzer Flitzer“ ist als typisches Berliner Lastenrad für viele Zwecke einsetzbar: Egal ob Sie mal eben zum Baumarkt wollen, um Blumenerde zu holen, ein paar Stühle von A nach B transportieren oder die Schätze zum nächsten Hufeisenflohmarkt bringen müssen – und es eignet sich auch für Menschen, die noch keine Erfahrung mit Lastenfahrrädern gemacht haben.

Susen Engel, Teamleiterin bei BENN Britz, und Projektmanager Luca Gefäller traf ich vorgestern, als sie gerade die neueste Ausgabe der BENN-Rundschau aus dem Auto in den Transportkasten des Lastenrades umluden, um die Kiezzeitung in der Nachbarschaft zu verteilen. Wer den „Britzer Flitzer“ ausleihen will, kann sich beim Projekt „fLotte“ des ADFC registrieren und dort eine Buchung eintragen oder einfach im Nachbarschaftsbüro am Akazienwäldchen anrufen. Der ADFC Berlin stellt nicht nur die technische Infrastruktur, sondern betreibt im Auftrag der Bezirksämter den Ausleihprozess, betreut die Verleihstationen und koordiniert die Wartung der Räder. Bei BENN Buckow in der Christoph-Ruden-Straße 6 kann bereits seit längerem das „Lastenrad Benno“ ausgeliehen werden.

„Unsere Nachbarschaftsarbeit hat sich nach dem Ausbruch des Coronavirus ein wenig verändert. Solange die Abstands- und Hygieneregeln gelten, bleibt das Büro geschlossen, weil es keine guten Lüftungsmöglichkeiten gibt. Momentan bieten wir deshalb unsere Sprechstunde als „Bordsteingespräch“ vor dem Büro auf gemütlichen Gartenstühlen unter blauem Himmel an“, berichtete Susen Engel. Außerdem steht jetzt vor dem Büro ein gut sichtbarer Briefkasten, die sogenannte BENN-Eule. Hier können Sie ganz klassisch und analog Karten, Briefe oder Bilder einwerfen, wenn Sie Sorgen und Nöte schildern oder auch Wünsche und Ideen einbringen möchten.

Kontaktinfos zum Nachbarschaftsbüro BENN Britz (Hanne Nüte 1), Tel.: 030 62 60 86 14, E-Mail: Benn-Britz@stephanus.org

=Christian Kölling=

Parkplätze sollen Trimm-dich-Pfad des Campus Efeuweg weichen

Um eine Stellplatzfläche für PKW, die zwischen dem Gesundheitszentrum Lipschitzallee und dem benachbarten Sportplatz liegt, ist in Neukölln ein lokalpolitischer Streit entbrannt. In einer Anfrage wollte die CDU-Bezirksverordnete Ute Lanske kürzlich vom Bezirksamt wissen, ob mit dem Wegfall der Parkmöglichkeiten die Erreichbarkeit des Gesundheitszentrum für Menschen mit Behinderung weiterhin gewährleistet ist. Zudem fragte Lanske, warum die Planungen des Masterplans 1.0 für den Campus Efeuweg Weiterlesen

Neukölln erprobt temporäre Spielstraßen als Pilotprojekt

Pfingsten kann es für viele Kinder auf sechs Neuköllner Straßen richtig rund gehen: Das Bezirksamt will Straßenabschnitte in den Ortsteilen Neukölln und Britz zu temporären Spielstraßen erklären. Zunächst sechs Straßen sollen dafür ab 31. Mai an Sonn- und Feiertagen zwischen 13 und 19 Uhr in einem Pilotprojekt zeitlich begrenzt gesperrt werden. „In Corona-Zeiten benötigen Kinder und Jugendliche mehr Platz, auch um überfüllte Spielplätze zu Weiterlesen

Temporäre Rad-Infrastruktur während der Corona-Krise auch an Neuköllner Hauptstraßen?

Weniger Autoverkehr in der Stadt, dafür aber mehr Menschen auf den Straßen, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, das ist seit den Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Corona-Virus zu verzeichnen. Kürzlich begegnete ich beispielsweise am Hertzbergplatz dem Journalisten Stephanus Parmann, der nicht mit den Öffentlichen, sondern mit dem Fahrrad in Neukölln unterwegs war. Bundesweit wird inzwischen eine pandemie-gerechte Infrastruktur für den Rad- und Fußverkehr gefordert. In Friedrichshain-Kreuzberg gibt Weiterlesen

Am U-Bahnhof Rudow wird noch bis zum Spätsommer gebaut

Rund um die Neuköllner Straße finden seit Mai 2015 am U-Bahnhof Rudow Bauarbeiten statt, die eigentlich schon lange beendet sein sollten. Das war jedenfalls dem ursprünglichen Antrag auf die verkehrsrechtlichen Anordnungen zu entnehmen, der zunächst bis Oktober 2017 erteilt worden war.. „Laut Aussage der BVG entstanden zuletzt Verzögerungen aus dem Leitungsbau und durch insolvenzdrohende Subunternehmen sowie schwierige Baugrundsituationen“, Weiterlesen

Verkehrs-Ausschuss der BVV Neukölln will am U-Bahnhof Rudow einen Geh- und Radweg für eine BVG-Betriebshaltestelle verlegen

Auf Vorschlag der BVG soll für die Zeit nach der Eröffnung des Flughafens BER im Oktober 2020 in der Neuköllner Straße stadtauswärts in Höhe Rudower Fließ eine neue Betriebshaltestelle für den BVG-Bus X 7 eingerichtet werden, der zwischen U -Bahnhof Rudow und Flughafen verkehrt. Die Taktzeit soll dann in der Hauptzeit – d. h. von Montag bis Freitag zwischen 5:30 und 21 Uhr – auf 5 Minuten verdichtet werden. Im Augenblick stehen die Busse der Linie X7 in der Neuköllner Straße stadteinwärts in Höhe des Hanfgrabens, was hohe Belastungen Weiterlesen

Deutschland-Premiere: Lastenradparkplätze in Neukölln

Den dritten Platz beim Deutschen Fahrradpreis gewann der Bezirk Neukölln im Mai 2019 mit einem Regelplan für Lastenradparkplätze, der erstmals konkrete Vorgaben für die Parkmöglichkeiten von Cargobikes festlegt. Im Juni wurde das Pilotprojekt, das die Verkehrsingenieure des Bezirksamtes Denise Schröter und Christian Göttsche entwickelten, am Böhmischen Platz vorgestellt. Weiterlesen

Sanierter Gehweg in der Mahlower Straße eröffnet

Marode Gehwege sind bundesweit ein großes Ärgernis und für alle Medien immer wieder berichtenswert. So wandte sich auch Angelika Piepenhagen aus der Mahlower Straße im Sommer 2018 an die Presse. „Ich lebe hier seit 48 Jahren. Noch nie ist der Gehweg ordentlich gemacht worden!“, beklagte sie damals im auflagenstarken Berliner Boulevardblatt BZ. Nach anderthalb Jahren zeigte ihre Intervention in der Rubrik „B.Z. klärt das“ nun schließlich Erfolg: Bezirksbürgermeister Martin Hikel durchschnitt zusammen mit der 73-jährigen Rentnerin am Montagmittag ein rotes Band, um den auf beiden Seiten mit Gehwegplatten sanierten Weiterlesen

„Wir müssen die Sonnenallee dringend umgestalten!“

„Es gilt viel zu oft das Recht des Stärkeren auf der Sonnenallee. Radfahren ist hier der blanke Horror. Das wollen wir nicht länger hinnehmen!“ Die Rednerin des Netzwerkes Fahrradfreundliches Neukölln bekommt viel Applaus für ihre Ansprache, die sie bei der Zwischenkundgebung auf der Kreuzung Sonnenallee/Weichselstraße hält. Mehrere Hundert Menschen sind an diesem Sonnabendnachmittag am Hermannplatz aufgebrochen, um unter dem Motto „Demonstrieren und Flanieren“ bis zum S-Bahnhof Sonnenallee zu bummeln. Die Veranstalter wollen Weiterlesen

Überweg mit Hindernissen an der Karl-Marx-/Hobrechtstraße

Mehr Verkehrssicherheit will das Berliner Mobilitätsgesetz bringen, und Neuköllns erster geschützter Radfahrstreifen, der Mitte letzter Woche der Öffentlichkeit vorgestellt wurde ist ein vielversprechender Anfang – zumal auch gesicherte Querungshilfen für den Fußverkehr in die Protected Bike Lane sowie den gegenüberliegenden breiten Radstreifen zwischen Hermannplatz und Reuterstraße integriert wurden. Weiterlesen

Fast durchgängig freie Fahrt für den Radverkehr vom Südstern bis zur Reuterstraße

Neuköllns ersten geschützten Radfahrstreifen, in der Planersprache Protected Bike Lane genannt, stellte Bezirksbürgermeister Martin Hikel am Mittwochmittag der Öffentlichkeit vor. Rotweiß lackierte Poller schützen die Radfahrerinnen und Radfahrer vom Hermannplatz bis zur Reuterstraße in Richtung Rathaus Neukölln. Die Poller zwischen Radweg und Fahrbahn verhindern, dass Kraftfahrzeuge auf dem 300 Meter langen Abschnitt die Radspur überfahren und Falschparker den Weg versperren. Die Maßnahme ist zunächst auf Zeit angelegt und nicht unumstritten, Weiterlesen

Neukölln muss sich bei der Umsetzung des Berliner Mobilitätsgesetzes nicht verstecken

Heute vor einem Jahr wurde das Berliner Mobilitätsgesetz beschlossen. Es entstand unter dem Eindruck des Volksentscheides Fahrrad, für den die Trägerinitiative Changing Cities 2016 in weniger als vier Wochen über 105.000 Unterschriften sammelte, um weitreichende Verbesserungen für den Radverkehr in Berlin zu fordern. Ein geschützter Radstreifen (Fachbegriff: protected bike lane) ist in Teilen der Karl-Marx-Straße entstanden, was ohne die Volksinitiative und das folgende Mobilitätsgesetz nicht denkbar gewesen wäre.

Mit dem Gesetz, das nach dem Abgeordnetenhaus-Beschluss Weiterlesen

Der Böhmische Platz auf dem beschwerlichen Weg zum klimafreundlichen Kiez

Dass es in Rixdorf eigentlich viele wunderschöne Plätze gibt, die die Nachbarn gerne nutzen würden, wenn es nur nicht so viel motorisierten Durchgangsverkehr gäbe, davon ist die Initiative „Mehr Kiez für Rixdorf“ fest überzeugt. Vor zwei Jahren konnte sie ihre Vorschläge für einen klimafreundlichen Richardkiez der Umwelt- und Verkehrssenatorin Regine Günther bei einem Rundgang präsentieren. Im Sommer letzten Jahres legte die Initiative dem Bezirksamt über 1.000 Unterschriften für Verkehrsberuhigung im Richardkiez vor. Unter dem Aspekt der Umweltgerechtigkeit betrachtet ist der Richardkiez ähnlich stark belastet wie die anderen Quartiere im Weiterlesen

Neue Lastenräder für mehr umweltfreundliche Mobilität auf den Straßen von Neukölln

Sechs Lastenräder nahmen Wirtschaftssenatorin Ramona Pop und Bezirksbürgermeister Martin Hikel gestern zusammen mit Mitarbeitern des Bezirksamtes auf einer Fahrt vom Rathaus Neukölln zum Alfred-Scholz-Platz öffentlichkeitswirksam in Betrieb.

Die Transporträder wurden aus Mitteln des Aktionsprogramms „Saubere Stadt“ der Senatsver-waltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe angeschafft. Bürgerinnen und Bürger können die E-Lastenräder künftig kostenlos ausleihen, um Weiterlesen

Critical Mass Neukölln: „Wir behindern nicht den Verkehr, wir sind der Verkehr!“

Mehr Aufmerksamkeit für den Radverkehr wünscht sich Johannes Kick (r.), der seit Sommer letzten Jahres regelmäßig an der Critical Mass Neukölln teilnimmt. Bei frühlingshaften Temperaturen – rund 10 Grad wärmer als für die Jahreszeit üblich – versammelten sich gestern Nachmittag ein Dutzend Radfahrerinnen und Radfahrer auf dem Herrfurthplatz, um zu einer zweistündigen, scheinbar zufälligen und unorgani-sierten Tour durch den Bezirk aufzubrechen.

Critical Mass ist eine weltweite Aktionsform, mit der Radfahrende in einer möglichst großen Gruppe unter Beachtung einiger Verhaltensregeln für mehr Verkehrs-sicherheit und ihre umweltfreundliche Art des Individualverkehrs Weiterlesen

Schüler-Filmprojekt erkundet die Dauerbaustelle auf der Karl-Marx-Straße

Wundern Sie sich eigentlich noch über die Baustelle, die auf der Karl-Marx-Straße seit Dezember 2010 langsam von Süden nach Norden wandert?

Schülerinnen und Schüler einer 6. Klasse der Konrad-Agahd-Grundschule sowie einer 9. Klasse der Zuckmayer-Oberschule sahen sich von März bis November 2018 ausgerüstet mt Helmen, Warnwesten und Arbeitsschuhen die Dauerbau-stelle einmal genauer an, um die Entwicklung auf der Karl-Marx-Straße filmisch festzuhalten. Die Jugendlichen befragten mit Kamera und Mikrofon die Passanten und Anwohner ebenso wie Weiterlesen

Radverkehr in Neukölln im Aufwind

Die einzige Radverkehrs-Zählstelle in Neukölln, die am Maybachufer zwischen Hobrechtbrücke und Liberdastraße bereits 2017 weit über eine Million Fahrten registrieren konnte, meldete für das vergangenen Jahr wieder ein Rekordergebnis: 1.804.532 Radfahrerende überquerten 2018 die in die Fahrbahn eingelassenen Induktionsschleifen, das ist ein Anstieg um knapp 200.000 Fahrten und entspricht einer Zunahme von 12 Prozent im Vergleich zu 2017.

„Wir sind guter Dinge, dass 2019 die Zwei-Millionen-Grenze am Maybachufer fallen kann“, kommentierte das Netzwerk Fahrradfreundliches Neukölln die Ergebnisse und veröffentlichte auf Weiterlesen

Acht Wochen lang Schienenersatzverkehr auf der U7 zwischen Grenzallee und Britz-Süd

Rund 800 Millionen Euro werden die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) in den nächsten Jahren für die Sanierung des U-Bahnnetzes aufwenden. Auch auf der U7, der längsten Linie des Berliner Traditionsunternehmens, das vorgestern sein 90. Jubiläum feiern konnte, wird wieder einmal gebaut.

Grund der Bauarbeiten: Als Mitte der 1960er Jahre die U7 vom Bahnhof Grenzallee bis Britz-Süd verlängert wurde, wurden Teile der Tunneldecke mit mineralischen Stoffen und Leichtbauplatten gedämmt, die Holzwolle enthalten. Aus Brandschutzgründen müssen nun alle Dämmstoffe sowie eine Holzkonstruktion auf einem knapp 350 Meter langen Tunnelabschnitt Weiterlesen

Nach langem Hin und Her endlich auf und ab

Bald hat das Warten für alle, die die Bahnsteige der U7 an der Station Karl-Marx-Straße bisher nur mühevoll oder gar nicht erreichen konnten, ein Ende. Für den kommenden Freitag hat die BVG die finale Freigabe der Aufzugsanlage in Höhe des Herrnhuter Wegs und damit den Quantensprung zur Barrierefreiheit angekündigt.

Bereits im September letzten Jahres sollten die Bau-arbeiten für den Aufzug beginnen, und Anfang dieses Jahres sollte er fertiggestellt sein: So hatte es die BVG jedenfalls noch im März 2017 geplant. Später war erst von einer Inbetriebnahme im Frühjahr und dann vom September 2018 die Rede. Dass auch dieser Termin nicht zu halten ist, erfuhr die Lenkungsgruppe der [Aktion! Karl-Marx-Straße] bei ihrer Sitzung im August: „Planungsprobleme und Personalmangel“  Weiterlesen