Die Tee- und Wärmestube Neukölln ist auch im Sommer gut besucht

„Armut dauert zwölf Monate im Jahr. Auch im Sommer sollte niemand auf der Straße, in Parks, U-Bahn-Schächten oder unter der Brücke schlafen müssen“, das sagte mir Thomas de Vachroi, Leiter des Diakonie Haus Britz, mit dem ich kürzlich am Rand der Jubiläumsfeier des inklusiv gestalteten Wohnhauses an der Buschkrugallee sprach. De Vachroi ist neben seiner beruflichen Tätigkeit auch Armutsbeauftragter des Diakoniewerks Simeon, Sozialbeauftragter des CDU-Kreisverbandes Weiterlesen

35 Jahre Diakonie Haus Britz

Ist Ihnen schon einmal die kleine rote Häuserzeile an der Buschkrugallee in unmittelbarer Nähe zum Park am Buschkrug und nicht weit entfernt von der Neuen Späthbrücke am Teltowkanal aufgefallen? 1984 entstand hier das Diakonie Haus Britz mit insgesamt 63 Mietwohnungen, von denen 23 rollstuhlgerecht sind. Es ist ein Mietshaus für rund 140 Menschen mit und ohne Handicap, die aus verschiedensten Kulturen kommen sowie die unterschiedlichsten Lebensformen und Religionen haben.

Am vergangenen Freitagnachmittag feierte das Haus, das in Trägerschaft des Diakoniewerks Simeon ist, sein 35-jähriges Jubiläum mit einem Weiterlesen

Auftakt in Neukölln: Mamanet will Cachibol nach Deutschland holen

„Ich freue mich immer, wenn Neukölln für eine gute Sache die Vorreiterrolle übernehmen kann“, sagte Sportstadträtin Karin Korte, als sie am vergangenen Sonnabendnachmittag in die Sporthalle an der Haarlemer Straße in Britz den Startschuss für die soziale Frauen-Sportbewegung „Mamanet“ in Deutschland gab.

Mamanet wurde 2005 in Israel als gesundes Bewegungsangebot für Mütter jeden Alters sowie für alle Frauen ab 30 – auch ohne Kinder – gegründet. Inzwischen beteiligen sich in Israel rund 20.000 Frauen in über 1.000 Teams an der Sportbewegung. Die Mamanet-Liga ist die größte Frauen-Liga des Landes und veranstaltet Weiterlesen

Etappensieg für BoeThie

Mit Erleichterung reagierte BoeThie, die Haus-gemeinschaft Böhmische Straße/Thiemannstaße, am Mittwochabend auf die Meldung, dass das Bezirksamt Neukölln sein Vorkaufsrecht für die 14 Häuser der Thiemannstraße 16-23 und Böhmische Straße 21 + 23a im Namen der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land ausgeübt hat. Die dänische Pensionskasse PFA, die das Haus erworben hatte, ließ zuvor die Frist für die Weiterlesen

Jobcenter, Sozialamt und LAF können jetzt Mitgliedsbeiträge für den Berliner Mieterverein übernehmen

Gute Nachricht zum Jahresbeginn für alle Mieterinnen und Mieter, die im Rahmen der AV-Wohnen Leistungen für Kosten der Unterkunft und Heizung nach dem SGB II, SGB XII (Sozialhilfe) und Asylbewerber-leistungsgesetz (AsylbLG) beziehen: Seit dem 1. Januar können das Jobcenter, das Sozialamt oder das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) nach einer entsprechenden Zustimmung den Mitgliedsbeitrag für zwei Jahre direkt an den Mieterverein zahlen. Wer bspw. wegen der Betriebskostenabrechnung, Schimmel, Kündigung, Modernisierung etc. einen mietrechtlichen Beratungsbedarf hat und Mietzuschüsse erhält, muss die Mitgliedsbeiträge also zukünftig nicht mehr Weiterlesen

Morus 14 verabschiedet sich mit der 815. Ausgabe von „Der Rollberg tafelt“ aus dem Gemeinschaftshaus

Eine öffentliche Institution und weit mehr als ein gewöhnlicher Mittagstisch ist die Initiative „Der Rollberg tafelt“, die 2002 unter dem Titel „Mieter kochen für Mieter“ im Gemeinschaftshaus in der Morusstraße 14 begründet wurde. Nachbarn, Politiker, Künstler, Unternehmer, Schriftsteller und lokale Akteure standen seit 2002 ein Mal wöchentlich am Mittwoch im Vereinshaus am Herd, um für Bewohner und Besucher des Quartiers zu kochen.

Doch zum Ende des Jahres muss der Morus 14 e. V. aus finanziellen Gründen das Gemeinschaftshaus und damit auch die Gemeinschaftsküche aufgeben. Frank Bourgett, der Leiter des Gemeinschaftshauses, und zwei Weiterlesen

Oft werden rohe Gewalt und selbst Tötungsdelikte als Familiendrama bagatellisiert

„Gewalt kommt nicht in die Tüte“, hieß eine Kampagne, die vor einigen Jahren nicht nur in Neukölln für Aufsehen sorgte und auf das Problem häuslicher Gewalt aufmerksam machte. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey kündigte kürzlich ein Aktionsprogramm gegen Gewalt an Frauen an.

Cordula Klein, die SPD-Fraktionsvorsitzende in der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung, verfolgt das Thema kontinuierlich und fordert, häusliche Gewalt wirkungsvoll zu bekämpfen und die Opfer zu unterstützen. „Die von Franziska Giffey vorgestellten Zahlen des Bundeskriminalamtes zu Gewalt in der Partnerschaft machen wütend und betroffen“, erklärte Klein Weiterlesen

Im Rathaus Neukölln können wieder Sterne gepflückt werden

Etwa 40 Prozent der Neuköllner Bevölkerung leben laut Bezirksamt in Armutsnähe. In betroffenen Familien überstei-gen folglich selbst kleine Weihnachtswünsche der Kinder oft die Möglichkeiten der Eltern. Deshalb steht auch in diesem Jahr wieder ein Wunschbaum des Schenk doch mal ein Lächeln e. V. im Foyer des Neuköllner Rathauses. Vorgestern wurde er mit gelben Sternen geschmückt, auf die 90 Kita- und Schulkinder ihren Wunsch – im Wert von bis zu 25 Euro – geschrieben oder geklebt haben.
Seitdem kann jeder einen Stern pflücken, um den Kinder-wunsch zu erfüllen. Das Geschenk ist bis zum 7. Dezember unverpackt im Rathaus abzugeben; der Verein verpackt dann die Geschenke und übergibt sie den jeweiligen Familien.

0178 523 58 38 – eine Nummer, die Leben retten kann

Der Erfrierungstod eines Obdachlosen in Berlin war 1994 die Geburtsstunde einer mobilen Hilfseinrichtung. Seit dem 1. November fährt der Kältebus der Berliner Stadt-mission auch in diesem Winter wieder von 21 bis 3 Uhr durch Berlin, um Kon-takt zu hilflosen Menschen aufzuneh-men. und sie mit Tee, Schlafsäcken oder medizinischer Hilfe zu versorgen. Wer aber Obdachlose bemerkt, die nicht mehr ansprechbar sind, sollte statt der 0178 523 58 38 gleich die 112 anrufen.

„Die Aufwertung sozialer Berufe ist die Schlüsselaufgabe für das 21. Jahrhundert!“

„Is dit schön, ma wieda hier zu sein!“, begrüßte Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey am Donnerstagabend in der Aula der Britzer Otto-Hahn-Schule die vielen Aktiven aus dem Neuköllner Sozialbereich und der Kommunal-politik, die sie aufgrund ihrer früheren Arbeit als Bezirksbürgermeisterin und Bildungsstadträtin oft persönlich kennt. Der Neuköllner SPD-Bundestags-abgeordnete Dr. Fritz Felgentreu und sein Pankower Fraktionskollege Klaus Mindrup hatten die Veranstaltung organisiert, um der Ministerin die Gelegenheit zu geben, das jüngst im Parlament eingebrachte Gute-KiTa-Gesetz und seine Weiterlesen

Neuköllner Kältehilfestation hofft auf mehr Spendenbereitschaft und ehrenamtliche Unterstützung

Der Kiez-Trödelmarkt am Boddinplatz spendet seine Erlöse regelmäßig an soziale Einrichtungen in Neukölln. Flohmarkt-Organisator Dr. Christian Hoffmann (l.) überreichte am vergangenen Mittwoch einen 500 Euro-Scheck für die Kältehilfestation der Kubus gGmbH in der Teupitzer Straße 39.

„Da sich normalerweise ab Herbst schon häufig die ersten kalten Nächte und Tage einstellen, fiel in diesem Jahr die Entscheidung leicht, das Geld an die Kubus-Kältehilfe zu spenden – eine der Weiterlesen

Haben Sie schon einen Adventskalender?

212 wertvolle Preise, Warengutscheine, Dinnergutscheine, Kosmetikbehandlungen, Mitgliedschaften im Fitnessclub, Hotelgutscheine und andere schöne Überraschungen mit einem Gesamtwert von 45.000 Euro verstecken sich diesmal hinter den 24 Türchen des Berliner Lions Adventskalender 2018.

Jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit geben der Hilfsverein LC Cosmopolitan und der Förderverein LC Glienicker Brücke mit Unterstützung großzügi-ger Sponsoren einen besonderen Adventskalender heraus, mit Weiterlesen

Drei Projekte der Wohnungslosenhilfe in Neukölln unter einem Dach

Seit Anfang Oktober arbeitet die Berliner Kältehilfe und bietet bis Ende April 2019 zusätzliche Notübernach-tungsplätze in der Stadt an. Erstmals beginnt die Hilfesaison einen Monat früher und dauert einen Monat länger als in den Vorjahren. Auch organisa-torisch sind die Helferinnen und Helfer besser als in der Vergangenheit vorbereitet. „In den vergangenen Monaten wurde in Verbänden, Projekten, Bezirken und Senatsverwaltungen intensiv gearbeitet, um die Unterbringung und Versorgung von wohnungs- und obdachlosen Menschen zu verbessern“, erklärte erst am Mittwoch vorletzter Woche Elke Breitenbach, die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, auf der 2. Berliner Strategiekonferenz zur Wohnungslosenhilfe. Die 1.Strategiekonferenz hatte im Januar Weiterlesen

Männercafé in Britz (nicht nur) für Geflüchtete geöffnet

Ein interkultureller Treffpunkt für Männer und Väter, die sich in entspannter Atmosphäre über die Themen Familie und Erziehung, Arbeit, Leben in Deutschland oder Kultur und Freizeit austauschen möchten, ist auf Initiative des Projektes „Zusammen in Britz“ entstanden: Seit 10. Oktober ist immer mittwochs von 18 bis 20 Uhr das Männercafé im Kinderclub Sternschnuppe in der Hannemannstraße 64 geöffnet.

„Eine Zielgruppe des offenen Angebotes sind geflüchtete Männer, die allein oder mit ihren Familien in den Hostels der benachbarten Bürgerstraße leben“, erklärte mir der Heilpädagoge Andreas Schmidt, der zusammen mit seinen Weiterlesen

Kita „Die Kubis“ beschert Neukölln 120 neue Kita-Plätze

„3.000 Kitaplätze fehlen für die kommenden zwei Jahre im Bezirk“, schätzte Jugendstadtrat Falko Liecke kürzlich das Ausmaß der gegenwärtigen Kita-Krise in Neukölln. Immerhin: Circa 12.500 Kinder werden im Bezirk aktuell mit Betreu-ungsplätzen versorgt, die allen Kindern und ihren Eltern in Berlin gesetzlich garantiert sind. Die feierliche Einweihung der Kita „Die Kubis“ in der Teupitzer Straße war deshalb am Freitag letzter Woche ein in vieler Hinsicht freudiges Weiterlesen

Kiezgespräch zu steigenden Wohnungs- und Gewerbemieten

„Milieu statt Millionen“, unter dieser Überschrift fand am Mittwochabend im gemeinsamen Wahlkreisbüro Grün vor Ort von Anja Kofbinger und Dr. Susanna Kahlefeld ein gut besuchtes Kiezgespräch statt. Die beiden Abgeordneten hören aus ihren Wahlkreisen am Reuterplatz und an der Schillerpromenade immer wieder, dass nicht nur langjährige Mieterinnen und Mieter aus den Kiezen verdrängt werden. Auch soziale Einrichtungen und Kitas verlieren oft ihre Bleibe, weil die kaum reglementierten Gewerbemieten rasant Weiterlesen

10 Jahre Nachbarschaftshilfe für junge Eltern durch „wellcome“ in Neukölln

Kleine Auszeiten, in denen junge Eltern mit Baby wieder Kraft schöpfen können, ermöglicht die Initiative wellcome an über 230 Orten in Deutschland. In Neukölln hat die Lebenswelt gGmbH sich der Idee ange-nommen und koordiniert seit nunmehr 10 Jahren im Bezirk die praktische Nachbarschaftshilfe für Eltern, die sich im ersten Jahr nach der Geburt eines Babys Unterstützung wünschen.

Zur Feier des runden Jubiläums kamen Montag-nachmittag in den Räumen von LebensWelt in der Hobrechtstraße Ehrenamtliche, Familien und wich-tige Wegbegleiter zusammen. Jugend- und Gesundheitsstadtrat Weiterlesen

„Für ein gutes Leben in der Gropiusstadt! Wir wollen hier nicht aus- oder wegziehen!“

So fasste eine Mieterin gestern Nachmittag am Ende ihrer Rede bestimmt zusammen, was viele Mieterinnen und Mieter der Großsiedlung derzeit bewegt. Die Mieterinitiative Löwensteinring 23/25 hatte mit Unterstützung der Neuköllner Linken zur Protest-kundgebung „Mietenwahnsinn stoppen!“ auf dem Lipschitzplatz aufgerufen.

„Schon heute ist jeder Dritte in der Gropiusstadt von staatlichen Hilfen abhängig, jedes zweite unserer Kinder lebt in Armut und die älteren unter uns müssen ihre Rente aufstocken. Doch bisher waren wenigstens die Mieten niedrig. Das ändert sich jetzt rasant. Die Mieten steigen von ehemals knapp über 4 Euro pro Quadratmeter auf Weiterlesen

Ehemaliges Bürogebäude in Neukölln zur Unterkunft für 400 Wohnungslose umgebaut

Eines der größten Wohnheime für wohnungslose Menschen in Berlin eröffnete der Internationale Bund (IB) vorgestern in der Lahnstraße 56 in Neukölln. „Uns ist eine menschenwürdige Unterbringung der Bewohnerinnen und Bewohner wichtig, deshalb haben wir viel Zeit und Geld in den Umbau investiert“, sagte Michael Pintz, verantwortlicher Regionalleiter beim IB in Berlin, anlässlich der Eröffnung, an der u. a. die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Elke Breitenbach und Neuköllns Sozialstadtrat Jochen Biedermann teilnahmen. Künftig werden 400 Menschen eine neue Bleibe im Haus finden, das ursprünglich als Bürogebäude errichtet wurde. Das Besondere Weiterlesen

Vereinsjubiläum überschattet: Morus 14 muss sich vom Gemeinschaftshaus und dessen Angestellten trennen

„Heute Abend ist feiern angesagt!“, begrüßte Marianne Johannsen, 1. Vorsitzende des Morus 14 e. V, betont optimistisch alle Freunde und Wegbereiter, die am Freitagabend zum 15. Jubiläum des vielfach ausgezeichneten Vereins ins Gemeinschaftshaus im Rollbergviertel gekommen waren. Bezirksbürgermeister Martin Hikel, der Bundestagsabgeordnete Dr. Fritz Felgentreu, die Berliner Landesparlamentarierinnen Anja Kofbinger und Dr. Susanna Kahlefeld, Dr. Necla Kelek und viele andere gehörten zu den Gratulanten. Ein langjähriger Unterstützer des Vereins hatte Weiterlesen