Neukölln putzt seine Stolpersteine

Über 200 Stolpersteine wurden in den vergangenen sechs Jahren in Neukölln verlegt. Sie sollen zwischen der Schillerpromenade, wo der erste Gedenkstein ins Pflaster eingelassen wurde, und Rudow, wo der jüngste Stolperstein liegt, die Erinnerung an die Opfer des Nazi-Regimes auch in unserem Bezirk wachhalten. Das Neuköllner Engagement Zentrum (NEZ) will deshalb gemeinsam mit Projekten, Initiativen […]

Bis Mittwoch werden alle in Britz gestohlenen Stolpersteine ersetzt und neuverlegt

Wenige Tage vor dem 9. November, dem Gedenktag an die Opfer der Reichspogrom-nacht von 1938, waren in Neukölln 16 Stolpersteine gestohlen und vier weitere beschädigt worden. „Diese Tat ist an Dummheit, Geschichtsvergessenheit und Menschenverachtung kaum zu überbieten“, verurteilte Bezirksbürgermeis-terin Dr. Franziska Giffey das Delikt und kündigte an, dass die kleinen Mahnmale so schnell wie möglich ersetzt […]

„Der Raub der Stolpersteine hat deutlich gemacht, wie aktuell der Gedenktag an die Pogromnacht vom 9. November 1938 ist“

„Diese Tat ist an Dummheit, Geschichtsvergessenheit und Menschenverachtung kaum zu überbieten“, verurteilte Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey den Diebstahl von über einem Dutzend Stolpersteinen in der Nacht von Sonntag zu Montag in Neukölln. Die Bürgermeisterin sprach am Donnerstagabend vor der ehemaligen Albrecht-Dürer-Apotheke in der Britzer Buschkrugallee 179 bei einer Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die Reichspogromnacht. In der […]

Britzer Stolpersteine ausgegraben und gestohlen

Zahlreiche Stolpersteine, die in Neukölln an Opfer des Nationalsozialismus erinnern, wurden in der Nacht zu Montag aus dem Pflaster gebrochen und gestohlen. Ein Passant meldete Montagvormittag bei der Polizei den Diebstahl zweier Stolpersteine, die in der Steinbockstraße zur Erinnerung an Lucie und Arthur Hecht verlegt wurden. Nachmittags teilte die Anwohner*inneninitiative Hufeisern gegen Rechts in einer […]

Stolpersteine als „Zeichen für die Verständigung über Glaubensrichtungen hinweg“

Was Ende letzter Woche in Neukölln geschah, wäre vor knapp 20 Jahren in Berlin undenkbar gewesen. Damals, im Mai 1996, verlegte Gunter Demnig die ersten Stolpersteine im Bezirk Kreuzberg – ohne vorherige behördliche Genehmigung, also: illegal. Freitag platzierte der Künstler im Beisein etlicher Polizisten fünf Stolpersteine, die von Berliner Ord- nungshütern gespendet wurden, vor Neuköllner […]

Gedenken an drei weitgehend Unbekannte: Stolpersteine für Daniel und Lucie Glassmann und Rosalie Rahel Brühl

Wenn in Neukölln Stolpersteine verlegt werden, geht das normalerweise recht flott. Eine Vier- telstunde vielleicht, mehr Zeit braucht es nicht, bis das neue kleine Denkmal für ein Opfer des Nazi-Regimes in den Bürgersteig gelassen ist und eine Messingplatte zwischen Pflaster-steinen glänzt. Sind es gleich mehrere, dauert es nur unwesentlich länger. Schon ob des Zeitfaktors war […]

Fünf neue Stolpersteine in Neukölln verlegt

Fast ein Jahr ist es her, seit Gunter Demnig die letzten Stolpersteine in Neukölln verlegte. Von 76 auf 118 wuchs damals an nur einem Tag (wir berichteten) die Zahl der Mahnmale für Verfolgte und Ermordete des Nazi-Regimes im Bezirk an. Heute war Gunter Demnig wieder hier – mit einem vergleichsweise über- schaubaren Programm. Wenn er […]

42 neue Stolpersteine für Neukölln

Natascha beugt sich tief über die drei Messingtafeln, die seit heute vor der Haustür ihrer Freundin liegen. „Die war ja  erst so alt wie mein kleiner Bruder! Und die ist in Auschwitz umge- bracht worden?“, fragt die 13-Jährige entsetzt. „In welcher Wohnung haben die denn ge- wohnt?“, will Renan, ihre Freundin, wissen. „Hoffentlich nicht in […]

Neukölln benennt Stadtteilbibliothek nach Margarete Kubicka

In großen Lettern steht seit gestern der Name Margarete Kubicka neben dem Eingang der Stadtteilbibliothek Britz Süd in der Gutschmidtstraße. Der Bezirk Neukölln ehrt damit eine Künstlerin, Pädagogin und Antifaschistin, die mit ihrer Familie von 1927 bis 1956 in der Britzer Hufeisensiedlung lebte. Schon während ihrer Schulzeit beobachtete die 1891 in gutbürgerlichen Verhältnissen geborene Margarete […]

Der erste Stolperstein in Rudow erinnert an einen überzeugten Kriegsgegner

Ein Held im klassischen Sinn ist Otto Laube sicherlich nicht gewesen: Der 1888 geborene Mann war oft erwerbslos und allenfalls prekär als Bauarbeiter oder Kraftfahrzeugfahrer beschäftigt. Seit 1909 kam der ungelernte Arbeiter wiederholt wegen Eigentumsdelikten mit dem Gesetz in Konflikt. Weil er im Ersten Weltkrieg desertierte, saß Laube bis nach der November-Revolution 1918 zwei Jahre […]

Ein buntes Fest mit ernstem Hintergrund: Rund 130 Veranstaltungen gegen rechtsextreme Hetze am Europawahl-Wochenende beim #ONK2019

Brandanschläge, Morddrohungen, eingeworfene Fensterscheiben und gestohlene Stolpersteine – seit 2016 verübten vermutlich Rechtsextreme zahlreiche Angriffe auf Personen und Institutionen, die für ein vielfältiges Neukölln eintreten, das sich gegen Rassismus, Neonazismus und Ausgrenzung engagiert. Mit dem Festival Offenes Neukölln #ONK2019, das von kommenden Freitag bis Sonntag bereits zum dritten Mal zwischen Hermannplatz und Rudower Stadtgrenze ausgerichtet […]

„Wer sich in Deutschland aufhält, kann der Vergangenheit nicht entrinnen“

Den ersten Neuköllner Stolperstein verlegte der Künstler Gunter Demnig im August 2014 in der Weisestraße 9.  Inzwischen liegen fast 200 goldglänzende Gedenksteine allein im Norden des Bezirkes. Am vergangenen Freitagvormittag ließ Demnig einen Stein zur Erinnerung an Isak Holzer in das Pflaster vor dem Haus in der Weserstraße 53 ein. An der kleinen Gedenkfeier, die […]

Schicksale verfolgter Berliner Lehrkräfte machen Geschichte lebendig

„Wir müssen zeigen, in welcher Weise und mit welchen Mitteln die Demokratie in Deutschland 1933 abgeschafft und Minderheiten ausgegrenzt und verfolgt wurden. Dadurch können Schülerinnen und Schüler dafür sensibilisiert werden, wie wichtig es ist, Menschen-rechte und demokratische Freiheiten immer wieder, auch hier und heute, zu verteidigen.“ Mit diesen Worten stellte Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres am […]

Gedenken an die November-Pogrome 1938 in Neukölln

Geschäfte, Häuser, Wohnungen und Synagogen – wie die in der Isarstraße – wurden am 9. November 1938 beschmiert, zerstört und in Brand gesteckt, auch in Neukölln. In Berlin waren zu Beginn der 1930er Jahre rund 50.000 jüdische Gewerbebetriebe ansässig – etwa die Hälfte aller jüdischen Unternehmen Deutschlands. Hilfsein-richtungen, Netzwerke und Kunden sicherten das Fortbestehen der jüdischen Unternehmen […]

Stolperstein für die Widerstandskämpferin Charlotte Adel in Britz verlegt

Der Diebstahl von 16 Stolpersteine in Neukölln im November letzten Jahres löste viel Entsetzen, Unverständnis und Empörung, aber auch eine breite Welle der Solidarität und Spendenbereitschaft aus. Allein mit Hilfe privater Spenden konnten die gestohlenen Stolpersteinen deshalb umgehend ersetzt werden. Zusätzlich regte die Anwohnerinitiative Hufeisern gegen Rechts an, dass überschüssige Spenden für neue Stolpersteine in Britz […]

Würdigung eines prominenten, aber unangepassten Paares der Hufeisensiedlung

„Ich habe 150 Besucher auf den Stufen gezählt“, sagte Jürgen Schulte von der Initiative Hufeisern gegen Rechts zufrieden am Ende der diesjährigen Hommage an Zenzl und Erich Mühsam. „Zu unserer ersten Veranstaltung 2013 waren 30 Gäste gekommen“, setzte er das gestiegene Publikumsinteresse ins Verhältnis. Zum sechsten Mal würdigte die Initiative das prominente, aber unangepasste Paar der […]

Stolperstein für Adolf Mockrauer in Britz verlegt

Rund 80 Familien jüdischer Herkunft lebten vor 1933 in der Großsiedlung Britz. Einer der Einwohner, dessen Lebensgrundlage von den Nationalsozialisten zerstört und der aus der Siedlung vertrieben wurde, war der Apotheker Adolf Mockrauer, der 1868 im heutigen Toszek in Polen geboren wurde. Gestern verlegte der Künstler Gunter Demnig zur Erinnerung an ihn einen Stolperstein ins Straßenpflaster […]

„Neukölln ist kein Ort des Hasses“

Bei strömendem Regen wurde gestern Nachmittag das diesjährige Festival Offenes Neukölln (ONK) auf dem Alfred-Scholz-Platz eröffnet. Anlass für das Festival ist die seit 2016 anhaltende unglaubliche Gewaltwelle mutmaßlich rechtsextremer Täter im Bezirk: Neben Brandstiftungen, bei denen die Täter den Tod von Menschen bewusst in Kauf nahmen, verübten Unbekannte symbolträchtige Propaganda-Taten: Rund um den 79. Jahrestag […]

Erstes Info- und Vernetzungstreffen für das zweite „Offenes Neukölln“-Festival

Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Sommer, soll es das Festival „Offenes Neukölln“ auch in diesem Jahr wieder geben: Vom 1. bis 3. Juni lädt das Bündnis Neukölln alle Neuköllner*innen ein, gemeinsam zu feiern und zu diskutieren; zahlreiche Initiativen und Vereine beteiligen sich mit spannenden Veranstal-tungen an dem Festival. 2017 verübten Rechtsradikale in Neukölln zahlreiche […]

Bald auch ein Stolperstein für den Apotheker Adolf Mockrauer in Britz?

Kurz vor dem 79. Jahrestag der Reichspogromnacht wurden mehr als ein Dutzend Stolpersteine in Neukölln gestohlen. Die Taten lösten viel Entsetzen, Unverständnis und Empörung, aber auch eine breite Welle der Solidarität und Spendenbereitschaft aus. Allein die Anwohner*inneninitiative Hufeisern gegen Rechts meldete, dass seit dem 7. November innerhalb von 5 Tagen 1.245 Euro Spendengelder bei ihr für […]