Fotoausstellung im Rathaus Neukölln zeigt Arbeiten exilierter Afghaninnen

Drei Frauen aus Afghanistan, die Künstlerin Tahmina Alizada (r.), die Journalistin Lailuma Sadid und die Sängerin Ziba Hamidi (l.), leben seit der Rückkehr der Taliban im Exil. Im Vorfeld des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, der am heutigen 25. November begangen wird, berichteten sie am Mittwochmittag im BVV-Saal des Rathauses Neukölln, warum es wichtig ist, sich überall für die universellen Rechte von Frauen einzusetzen und nicht zuzulassen, dass Mädchen und Frauen gesellschaftlich ausgeschlossen werden. 

Im Anschluss an die gut besuchte Podiumsveranstaltung, durch die der ZDF-Moderator Abdul-Ahmad Rashid führte, wurde die Wanderausstellung „Was die Afghaninnen uns zu sagen haben…“ in der ersten Etage des Rathauses eröffnet. „Mit dieser Ausstellung, die bereits in Frankreich und Belgien zu sehen war, solidarisieren wir uns mit afghanischen Mädchen und Frauen sowie ihrem Widerstand gegen die Taliban“, erklärte Naila Chikhi (M.) vom Verein Migrantinnen für Säkularität und Selbstbestimmung, der die kleine Werkschau mit Bildern fünf afghanischer Fotografinnen erstmals nach Deutschland brachte.

Zum Auftakt des Informationstages fand auf dem Rathausvorplatz die alljährliche Fahnenhissung anlässlich des Internationalen Tages „Nein zu Gewalt an Frauen“ statt, an der u. a. die stellvertretende BVV-Vorsteherin Beate Bruker (l.) sowie Stadträtin Karin Korte und Bezirksbürgermeister Martin Hikel teilnahmen. Hikel erinnerte daran, dass Gewalt gegen Frauen ein weltweiter Missstand bleibe, der auch in der Stadt Berlin und im Bezirk Neukölln virulent sei. Im Foyer des Rathauses Neukölln ist deshalb ein Informationsstand zum Thema Gewalt gegen Frauen aufgebaut worden. Dort, wo aber die Rechte und die Freiheiten von Frauen grundsätzlich infrage gestellt werden, werde immer die Demokratie angegriffen.

Wanderausstellung „Was die Afghaninnen uns zu sagen haben…“
Mit Fotografien von Tahmina Alizada, Fatimah Hossaini, Najiba Noori, Tahmina Salem und Roya Heydari.
Bis 10. Dezember
Werktags von 8 bis 20 Uhr
Eintritt frei

Rathaus Neukölln
Foyer im 2. OG
Karl-Marx-Str. 83
12043 Berlin

=Christian Kölling=

 

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