Bringt Tempo-30-Nachtkonzept mehr Ruhe in die Gerlinger Straße?

„Generell beschäftigt das Thema Lärmbelästigung durch zunehmenden Verkehr viele Buckower:innen“, schrieb mir vor einigen Tagen die Abgeordnete Nina Lerch (SPD).  Entsprechende Beschwerden würden häufig an Infoständen oder während der Bürgersprechstunde in ihrem Büro an sie herangetragen, nähmen aber seltener den direkten Weg zur zuständigen Senatsverwaltung, erläuterte Lerch. Die gezielt bei ihr eingegangene Beschwerde einer Bürgerin über nächtlichen Verkehrslärm, veranlasste die direkt gewählte Wahlkreisabgeordnete deshalb zu einer Schriftlichen Anfrage (Drucksache 19/13604) über Tempo 30 in der Gerlinger Straße, die zwischen dem Neubaugebiet am Buckower Damm (r.) und dem Drusenheimer Weg verläuft.

Die für Mobilität zuständige Staatssekretärin Dr. Meike Niedbal beantwortete kürzlich diese parlamentarische Anfrage und erklärte, dass die Gerlinger Straße für die Einrichtung einer Tempo-30-Zone auch im Streckenabschnitt zwischen Warmsteinacher Straße und Drusenheimer Weg als Nebennetzstrecke klassifiziert werden müsste. „Als örtliche Straßenverbindung mit Busverkehr ist dieses derzeit nicht zu erwarten“, lautete Niedbals Antwort wörtlich. Gleichzeitig verwies sie allerdings auf den Lärmaktionsplan Berlin 2019 – 2023,  der als zentrales Vorhaben die Ausweitung von Tempo 30 zur Lärmminderung sowohl nachts als auch tagsüber vorsehe.

„Dass ein Teilabschnitt der Gerlinger Straße (r.) zum übergeordneten Straßennetz gehört, wo spezielle rechtliche Vorgaben gelten, verkompliziert den Sachverhalt natürlich“, kommentierte die Parlamentarierin die Antwort der Staatssekretärin. Andererseits sei mit dem Lärmaktionsplan 2019 – 2023 Bewegung in die generelle Frage nach mehr 30er Zonen in Berlin gekommen. „Durch das neue Tempo 30-Nachtkonzept sehe ich zumindest gewisse Chancen zwischen 22 bis 7 Uhr die Lärmbelästigung durch Verkehr auf der Gerlinger Straße zu verbessern. Die Durchsetzung des Tempolimits erfordert dann eben auch regelmäßige Kontrollen“, so Lerch. „Hinsichtlich der geplanten Untersuchung des Hauptstraßennetzes zur Lärmbelastung werde ich den Anwohnenden raten, sich auch direkt an die Senatsverwaltung zu wenden, sodass die Beschwerde registriert werden kann“, fügte die Buckower Abgeordnete hinzu.

=Christian Kölling=

%d Bloggern gefällt das: