Lesung über das Leben von Gertrud Haß

Die Frauengeschichtsforscherin Claudia von Gélieu (r.) setzte sich lange dafür ein, dass die Sozialdemokratin Gertrud Haß (geschiedene Scholz, geborene Uster) für ihre Arbeit in Neukölln öffentlich geehrt wird.  Die Politikerin wurde nach der Novemberrevolution 1918 als einzige Frau in den Neuköllner Arbeiter- und Soldatenrat gewählt und war damals mit Alfred Scholz verheiratet, dem ersten sozialdemokratischen Bürgermeister des Bezirks, nach dem im Jahr 2014 nicht weit vom Rathaus ein Platz benannt wurde.

Inzwischen trägt der Neubau der Stadtteilbibliothek Rudow den Namen der Arbeiterin und Politikerin, die seit 1928 mit dem sozialdemokratischen Stadtverordnetenvorsteher Johannes Haß verheiratet war. Am kommenden Mittwoch, 21.9., stellt die Politikwissenschaftlerin Claudia von Gélieu das eindrucksvolle Leben der beachtenswerten Frau bei einer Lesung in der Stadtteilbibliothek Rudow vor. „Die Memoiren von Gertrud Haß sind einzigartig. Sie geben Einblick in das Leben von Frauen, die selten Aufzeichnungen hinterlassen haben“, kündigte von Gélieu jetzt ihre Lesung in einer Pressemitteilung der Abteilung Bildung und Kultur an: „Gertrud Haß war wie die meisten damaligen Neuköllnerinnen eine einfache Arbeiterin, die neben ihrer Erwerbstätigkeit auch noch Familie und Kinder zu versorgen hatte. Doch sie wollte mehr vom Leben. Sie bildete sich weiter und engagierte sich für die Gleichberechtigung von Frauen.“

„Mein Leben war ein hartes Ringen“, Lesung mit Claudia von Gélieu über das Leben von Gertrud Haß (1881- 1950)
Mittwoch, 21. September

!!! UPDATE !!!! (20.9.2022 / 16.45h) Lesung wurde auf 17 Uhr vorverlegt !!!

Gertrud-Haß-Bibliothek, Alt-Rudow 45, 12357 Berlin
Mail: rudow@stadtbibliothek-neukoelln.de
Tel: 030/90239 1940
http://www.berlin.de/stadtbibliothek-neukoelln

Die Lesung findet bei gutem Wetter im Garten der Bibliothek statt. Eine Anmeldung ist erwünscht, aber nicht erforderlich.

=Christian Kölling=

 

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