Installation „all of a quiver“ von Mona Hatoum im Keselhaus des KINDL

In einem dreiteiligen Kooperationsprojekt präsentieren der Neue Berliner Kunstverein, das Georg Kolbe Museum  sowie das KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst erstmalig in Berlin das breitangelegte Werk der palästinensisch-britischen Künstlerin Mona Hatoum. Sie wurde 1952 in Beirut geboren, lebt heute in London und gilt als eine der wichtigsten und einflussreichsten Künstlerinnen ihrer Generation. In ihren Performances, Videos, Fotos, Skulpturen, Installationen und Papierarbeiten setzt sich Hatoum mit Vertreibung, Marginalisierung, Ausgrenzung und staatlicher Kontrolle auseinander.

„All of a quiver“ heißt die gänzlich neue, ortsspezifische Installation, die Mona Hatoum eigens für das Kesselhaus des KINDL entwickelte. Eröffnung ist am kommenden Sonnabend, 17.9., zwischen 18 und 21 Uhr. Die raumgreifende Installation nutzt die große Höhe des historischen Kesselhauses, das 20 x 20 x 20 Meter misst und sichtbare Spuren seiner früheren Existenz als Industriegebäude zeigt. Das Werk besteht aus einer hohen, gerasterten Struktur aus Metallröhren, die an das Gerüst eines im Bau oder Rückbau befindlichen Gebäudes erinnert. „Hatoums Arbeit verweist auf die Umwälzungen der Gegenwart und auf unsere prekäre und fragile Existenz – sie ist Zeugin des Zusammenbruchs der vorherrschenden Systeme und der Versuche der Erneuerung und Rekonstruktion“, erläutert das Zentrum für Zeitgenössische Kunst.  Die Installation wird bis 14. Mai 2023 im Kesselhaus des KINDL  zu sehen sein. Ort: Am Sudhaus 3, 12053 Berlin. Öffnungszeiten: Mittwoch 12 bis 20 Uhr sowie Donnerstag bis Sonntag 12 bis 18 Uhr.

=Christian Kölling=

 

%d Bloggern gefällt das: