Wie kommt die Verkehrswende im Süden Neuköllns voran?

„Wann beginnen die Planungen des Ausbaus der U7 zum BER?“ Auf diese und zwanzig weitere Fragen zum Themenkomplex „Mobilität, öffentlicher Personennahverkehr und Verkehrsanbindungen im Süden Neuköllns“ hat der SPD-Abgeordnete Marcel Hopp von Staatssekretär Markus Kamrad aus der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz kürzlich eine Reihe mehr oder minder ausführlicher Antworten erhalten. Die Fragen des Parlamentariers und die Antworten des Senats (Drucksache 19 / 12446) geben auf rund 10 Seiten einen aktuellen Überblick zum Stand der Verkehrswende im Neuköllner Tarifbereich B des ÖPNV.

Hopp, der im Wahlkreis 4 (Gropiusstadt, Buckow Nord und nördliches Blumenviertel) direkt gewählt wurde, erkundigte sich u. a. nach Planungen für die Buslinie 171 und für das Nachtbusnetz der BVG. Er wollte Neues zum Ausbau der Elektro-Mobilität erfahren und fragte nach Sharing-Angeboten sowie nach Parkplätzen für Autos und Fahrräder. Auch ein möglicher Ausbau des Straßenbahnnetzes, die Entlastung des Nadelöhrs in der Straße Alt-Buckow für den Bus- und Radverkehr sowie die verkehrliche Anbindung des entstehenden Wohngebietes auf den ehemaligen Buckower Feldern, interessierten den Politiker aus der Gropiusstadt.

„Für die Gewährleistung gleicher Mobilitätsbedingungen überall in Berlin und damit auch für das Gelingen der Verkehrswende ist es von zentraler Bedeutung, dass der ÖPNV vor allem in den Stadtteilen außerhalb der City engmaschig ausgebaut wird“, bilanzierte Hopp und forderte: „Dazu gehören in Südneukölln eine enge und zuverlässige Taktung der Busse, der Ausbau der Straßenbahn genauso dazu wie die Verlängerung der U7 zum BER.“ Auch im Bereich der Sharing-Dienstleister und der Ladeinfrastruktur für Elektroautos müssten außerhalb der Innenstadt mehr nutzbare Angebote geschaffen werden, schrieb mir Hopp und erklärte: „Der Koalitionsvertrag bietet hier eine gute Grundlage, aber für die Umsetzung dieser Ziele müssen von der Senatsverkehrsverwaltung nun auch große Schritte gegangen werden.“

Und die Verlängerung der U-Bahnlinie U7 zum Flughafen Berlin-Brandenburg? Die Verkehrsverwaltung antwortete, dass der Senat den Ausbau der U-Bahnlinie nach Schönefeld beschlossen habe. Bezüglich der Planungsfinanzierung seien jedoch weitere Abstimmungen mit dem Land Brandenburg notwendig. Insofern könne ein genauer Zeitpunkt noch nicht benannt werden. „Die Maßnahme steht auf der Prioritätenliste des Senats für eine zeitnahe Bearbeitung. Mit dem jüngst vorgelegten Haushaltsgesetz können die Personalergänzungen erfolgen, um die U-Bahn-Planungen voranzutreiben“, so Staatssekretär Kamrad.

=Christian Kölling=

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