„Aus der Energiekrise durch Effizienz und Suffizienz“

Was können wir tun, um die Öl- und Gasversorgung in Deutschland zu entspannen? Das Umweltbundesamt (UBA) hat hierzu kürzlich die Broschüre „Aus der Energiekrise durch Effizienz und Suffizienz“  herausgegeben, die sich gleichermaßen an Kommunen, Wirtschaftsunternehmen und Privathaushalte richtet. Das Kurzpapier nennt konkrete Maßnahmen, die dazu beitragen können, schnellstmöglich den Verbrauch von Gas und Öl zu reduzieren. Es enthält neben Vorschlägen, die innerhalb weniger Wochen problemlos umzusetzen sind, auch Anregungen, wie die Nachhaltigkeitstransformation mittelfristig beschleunigt werden kann. Schwerpunkte des 18-seitigen Maßnahmenpaketes sind die Handlungsfelder Gebäude und Verkehr.

Nach dem Motto “sensibilisieren – informieren – motivieren” hat der Neuköllner Klimaschutzbeauftragte Wolfgang Grimmecke auf der Webeite des Bezirksamtes ebenso bereits zahlreiche Tipps zusammengestellt. Die Homepage gibt Denkantöße und weist auf weiterführende Beratungsangebote hin. Vor allem aber liefert sie Ideen, wie Interessierte selbständig das Klima schützen können: So stellt beispielsweise das Projekt „Junge fLotte kommunal“ allen Bürgerinnen und Bürgern Neuköllns kostenlos Leihräder zur Verfügung und unterstützt damit die Mobilitätswende. Das Bildungsprojekt „Bis auf den letzten Krümel“ hat das übergeordnete Ziel, in Kitas ein Bewusstsein für mehr Wertschätzung von Lebensmitteln zu etablieren. Und das „Klimacoaching im Rollberg-Kiez“ motiviert zum klimafreundlichen Verhalten. Der Neuköllner Klimaschutzbeauftragte weist darüber hinaus auf Beratungsangebote für unterschiedlichste Zielgruppen hin: Für Eigenheimbesitzer in den Postleitzahlbereichen 12355 und 12357 führt das Projekt „Zuhaus in Berlin“ Energieberatungen durch. Haushalte mit geringem Einkommen können Stromspar-Checks in Anspruch nehmen. Energieberatungen gibt es ebenso für Ladengeschäfte. Für die Ausrichtung klimaneutraler Veranstaltungen ist ein Handlungsleitfaden erhältlich.

Zu guter Letzt setzt das Bezirksamt selbst ein Zeichen für Energieeinsparungen: Das Rathaus Neukölln, das ehemalige Krankenhaus Britz in der Blaschkoallee, das Gemeinschaftshaus Gropiusstadt sowie der Gutshof Schloss Britz werden als bezirkseigene Gebäude nachts bis auf Weiteres nicht mehr beleuchtet.

=Christian Kölling=

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