„Lenkungsruppe vor Ort“ auf der Suche nach urbanen Freiräumen im Norden Neuköllns

Urbane Freiräume ergänzen bebaute Flächen in einer sich verdichtenden Großstadt, sind klimatisch bedeutsam und fördern die Biodiversität. Die „Lenkungsgruppe vor Ort“, ein stadtentwicklungspolitischer Rundgang im Sanierungsgebiet Karl-Marx-Straße, den die Lenkungsgruppe der [Aktion! Karl-Marx-Straße] seit 2018 einmal im Jahr ausrichtet, stellte am vergangenen Mittwochnachmittag Bezirksstadtrat Jochen Biedermann sowie rund 30 Interessierten aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft vier Orte im Neuköllner Norden vor, an denen urbane Freiräume qualifiziert, rückgewonnen oder gesichert werden können. Auf dem Alfred-Scholz-Platz interviewte Cindy Wegner aus der Lenkungsgruppe  den Gastronomen Hossein Eggebrecht, der auf dem Platz die Rixbox betreibt. Eggebrecht hat an der Rixbox inzwischen zahlreiche Blumenkübel aufgestellt und kooperiert für deren Bepflanzung und Pflege mit einem Gartenarbeitsprojekt im Rollbergviertel.

Vor dem Szenenwechsel, einem interkulturellen Zentrum für Mädchen und junge Frauen an der Donau-/Ganghoferstraße, sprach Annette Beccard aus der Lenkungsgruppe mit Ruth Frey vom Frauen- und Mädchenzentrum. Auf dem Hof des Szenenwechsels, der lange Zeit als Parkplatz genutzt wurde, könnte ein Garten entstehen, wenn die Fläche entsiegelt wird. Wenige Meter entfernt, gegenüber der Rückseite des Neubauprojektes „Kalle Neukölln“, erläuterte Kerstin Schmiedeknecht von der BSG mbH, welche Perspektiven es für die Schaffung urbaner Freiräume im Sanierungsgebiet in der östlichen Donaustraße gibt. Wilhelm Laumann aus der Lenkungsgruppe führte das Gespräch an der vierten und letzten Station des Rundgangs. Hier informierten Hans-Christian Ziebertz und Asli Varol von der TRNSFRM eG auf den Kindl-Höfen im Rollberg-Viertel über ihre weiteren Pläne und über das Freiraumkonzept des Kindl-Areals.

=Christian Kölling=

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