Nina Bußmann liest „Dickicht“ in Neukölln

Die Schriftstellerin Nina Bußmann, geboren in Frankfurt am Main, studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaften und Philosophie in Berlin und Warschau. Heute lebt sie in Berlin und schreibt hauptsächlich Prosa. Ihre drei Romane „Große Ferien“ (2012), „Der Mantel der Erde ist heiß und teilweise geschmolzen“ (2017) sowie „Dickicht“ (2020) sind bei Suhrkamp erschienen. Für das Romanprojekt „Dickicht“ erhielt sie 2019 den Robert-Gernhardt-Preis, der Autorinnen und Autoren die Realisierung eines größeren literarischen Vorhabens ermöglicht. Am Donnerstag nächster Woche liest Nina Bußmann aus ihrem Großstadtroman in der Neuköllner Helene-Nathan-Bibliothek.

In ihrem Roman „Dickicht“ erzählt sie von drei Menschen in der Großstadt, die um Kontrolle kämpfen, die sie aber längst verloren haben. In prekäre Arbeits- und Lebensverhältnisse verstrickt, taumeln sie zwischen Abhängigkeiten und Freundschaften, Therapieversprechen und spirituellen Verlockungen. Ohne Rausch kommt kaum einer aus. Und dennoch suchen sie alle nach Klarheit. Die Alkoholikerin Ruth braucht Unterstützung nach einem schweren Unfall und wendet sich im Krankenhaus an ihre Mitpatientin Katja. Sie merkt bald, Ruth zu mögen ist nicht leicht. Und auch Max, der Ruth mit seinem linken Kollektiv beim Kampf gegen die neue Vermieterin unterstützen wollte, bemüht sich um die schwierige Zeitgenossin. Katja kennt Max nur aus Erzählungen und empfindet Eifersucht. Was ist das für einer, der angeblich nie die Geduld verliert, keine feste Widerstandsfläche bietet?

Nina Bußmann liest am 23. Juni um 18:30 Uhr in der Helene-Nathan-Bibliothek (Karl-Marx-Str. 66) aus ihrem Roman „Dickicht“.

Eine frühzeitige Anmeldung ist gewünscht: info@stadtbibliothek-neukoelln.de oder 030/90239-4313. Der Eintritt ist frei.

=Christian Kölling=

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