Friedens-Vorlesetag im Süden der Gropiusstadt

An drei Orten im südlichen Bereich der Gropiusstadt richtete die Gropiusstädter Bewohner*innen-Vertretung (GBV)  am Sonnabend einen großen Vorlese-Tag aus. Zum Fest der Nachbarschaft waren alle Nachbarinnen und Nachbarn zwischen Lipschitzallee und Zwickauer Damm eingeladen, von 12 bis 17 Uhr aus Ihren Lieblingsbüchern zum Thema Frieden, Solidarität und Gemeinschaft vorzulesen. Für das Tipi-Zelt im Park am Vogelwäldchen, wo ausschließlich für Kinder gelesen wurde, hatten Neuköllner Stadtteilmütter des Diakoniewerks Simeon Bücher in Deutsch, Arabisch, Bengalisch und Türkisch mitgebracht.

Im gemütlichen Zelt saß Bezirksbürgermeister Martin Hikel zwischen den Kindern, die spannenden Geschichten lauschten. Wenige hundert Meter weiter am „Gropione“, so werden die neuen Sitzbänke im Grünzug am U-Bahnhof Wutzkyallee genannt, traf ich den SPD-Abgeordneten Marcel Hopp. Hier wurde deutschsprachige Literatur für Erwachsene präsentiert. Juana Schulze, die Koordinatorin der GBV, hatte als Orientierungshilfe für die Nachbarschaft eine Bücherliste mit knapp 20 Titeln zusammengestellt, die von Frieden, Solidarität und Gemeinschaft handeln.

Eine U-Bahnstation entfernt gab es Kurzgeschichten, Gedichte und Auszüge aus Romanen, die neben dem Glücksgarten am Gemeinschaftshaus Gropiusstadt in den verschiedensten Sprachen präsentiert wurden. Kulturstadträtin Karin Korte las am Mittag aus dem Roman „Der Zopf meiner Großmutter“ von Alina Bronsky. Eine Geschichte über eine Frau, die versucht, in einer Gesellschaft Fuß zu fassen, die ihr entgleitet und über einen Mann, der alles kontrollieren kann außer seine Gefühle.

=Christian Kölling=

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