Verlängerung der Tram M10 nach Neukölln im Zeitplan

Im April 2021 beschloss der Senat die Verlängerung der Tram M10 vom S+U-Bahnhof Warschauer Straße bis zum Hermannplatz. „Wie ist der aktuelle Stand der Planung für die Verlängerung der M10 von der Warschauer Straße zum Hermannplatz?“, fragte der Abgeordnete Felix Reifschneider (FDP) den Senat fast auf den Tag genau ein Jahr später. Die Verlängerung der M10 gilt als eine leistungsfähige Ost-West-Verbindung, die neue Anbindungen an die U-Bahnlinien U7 und U8 schafft. Das betriebs- und volkswirtschaftliche Kosten-Nutzen-Verhältnis des Netzlückenschlusses im Herzen der Stadt beträgt 2,87. Ein beachtlicher Wert für das bereits 1993 ins Gespräch gebrachte Projekt, denn damit ein Projekt mit Bundesmitteln gefördert werden kann, muss die Kennzahl nur über 1 liegen.

„Die Grundlagenuntersuchung mit Erarbeitung der planerisch zu bevorzugenden Trasse ist abgeschlossen. Die Weiterführung der Planung wurde durch einen Senatsbeschluss bestätigt“, teilte Staatssekretärin Dr. Meike Niedbal dem Abgeordneten Reifschneider mit. Nach aktuellem Stand sei weiterhin im Jahr 2028 mit der Inbetriebnahme der Tram-Verlängerung zu rechnen. Fünf neue Straßenbahnhaltestellen, die die Arbeitstitel Falckensteinstraße, Reichenberger Straße, Framstraße, Pannierstraße und Hermannplatz tragen, seien geplant. Auf welchen Abschnitten die Straßenbahn ein eigenes Gleisbett nutzen könne, sei noch nicht geklärt. „Im Rahmen der Grundlagenermittlung wurde eine Stellplatzbilanz von rund minus 255 Stellplätzen ermittelt“, antwortete die Staatssekretärin im Namen der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz. Das Netto-Investitionsvolumen für die rund 2,9 Kilometer lange Strecke belaufe sich auf circa 61,6 Millionen Euro, wie ursprünglich veranschlagt.

„Derzeit wird die Vorplanung vorbereitet. Beteiligte an der Planung sind der Senat, die Bezirke, Träger öffentlicher Belange. Parallel ist ein Partizipationsverfahren vorgesehen“, erklärte Staatssekretärin Niedbal zum aktuellen Stand des Verfahrens. Der Grüne-Wahlkreisabgeordnete André Schulze  kommentierte: „Auch in diesem Verfahrenschritt ist die Beteiligung der Öffentlichkeit wichtig. Ich freue mich auf die Rückkehr der Straßenbahn nach Neukölln!“

=Christian Kölling=

 

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