Sozialstadtrat Liecke warnt vor unseriösen Wohnungsangeboten für Geflüchtete

„Ich nehme zunehmend wahr, dass bereits bekannte Anbieter problembehafteter Immobilien den hohen Druck auf den Wohnungsmarkt, aber vor allem die Unkenntnis von ukrainischen Flüchtlingen auszunutzen versuchen. Sie erhalten von diesen unseriösen Vermietern teilweise vollkommen überteuerte Mietangebote oder sollen in viel zu kleine Wohnungen einziehen“, warnte Neuköllns Sozialstadtrat Falko Liecke in dieser Woche. Manche Angebote würden statt einer üblichen Miete eine Bezahlung nach – sehr viel höheren – Tagessätzen erwarten. Solche Angebote prüfe das Neuköllner Sozialamt für die Leistungsberechtigten und verweigere die Kostenübernahme. „In einem Fall sollte eine Frau mit Kindern in einen – laut Gewerbedaten – ‚bordellartigen Betrieb‘ einziehen“, teilte der Sozialstadtrat mit

„Soweit eine Kostenübernahme durch das Sozialamt angestrebt wird, ist unbedingt zu beachten, das Mietangebot vor Unterzeichnung zur Prüfung vorzulegen“, hob Liecke hervor. Da von einer hohen Dunkelziffer unseriöser Angebote auszugehen sei, bestehe ein hoher Beratungsbedarf für Geflüchtete aus der Ukraine. „Ich werde den Senat bitten, die bisher ausschließlich in deutscher Sprache vorliegenden Informationen zur Angemessenheit von Wohnraum auch in verschiedenen Fremdsprachen anzubieten“, kündigte Liecke an.

In Berlin sind mittlerweile über 236.000 Flüchtlinge aus der Ukraine angekommen, von denen das Land Berlin 50.000 temporär untergebracht hat. Für Wohnungssuchende stehen umfassende Informationen zu geltenden Grenzwerten und Beratungsangeboten hier zur Verfügung:
https://www.berlin.de/sen/soziales/soziale-sicherung/grundsicherung-fuer-arbeitssuchende-hartz-iv/av-wohnen

=Christian Kölling=

 

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