Im Museum Neukölln soll der Brückenschlag zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gelingen

Mit Beginn des neuen Jahres wurde Dr. Matthias Henkel zum Leiter des Fachbereichs Museum, Stadtgeschichte, Erinnerungskultur und Leiter des Museums Neukölln berufen. „Er ist ein erfahrener Museumsexperte mit 20-jähriger Praxis innerhalb des bundesdeutschen Museumswesens. Gemeinsam mit Archiven, Bibliotheken und Schulen bilden Museen so etwas wie die Seele einer Stadt – das ist Henkels kulturelles Grundverständnis“, stellte Stadträtin Karin Korte den Nachfolger für Dr. Udo Gößwald vor, der in mehr als 30 Jahren das Museum Neukölln zu einer regionalgeschichtliche Institution mit überregionaler Ausstrahlung entwickelt hat. Mit der Wiederaufnahme der Ausstellung „Großstadt Neukölln. 1920 – 2020“, die erstmals vor anderthalb Jahren auf dem Gutshof Britz präsentiert wurde, hatte Henkel am vergangenen Sonntag seinen ersten großen öffentlichen Auftritt in Neukölln.

Dr. Matthias Henkel studierte Europäische Ethnologe und Archäologe. Zwischen 2001 und 2009 leitete er die Stabsstelle Presse, Kommunikation und Sponsoring in der Generaldirektion der Staatlichen Museen zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Damals machte er auch Bekanntschaft mit Dr. Udo Gößwald und demMuseum Neukölln, das nach dem Märkischen Museum das zweitälteste regionalgeschichtliche Museum Berlins ist. Von 2009 bis 2013 war Henkel Direktor der Museen der Stadt Nürnberg, später arbeitete er u. a. als Kulturberater der Agentur MetaDesign. Seit 2013 nimmt er am Institut für Kultur- und Medienmanagement der FU-Berlin einen Lehrauftrag mit Forschungsschwerpunkt Kulturmarktanalyse wahr, 2016 gründete er die Agentur Embassy of Culture.

Seine erste eigene Ausstellung in Neukölln, die als Wechselausstellung der Kultur und Geschichte des Bezirks gewidmet ist, will Henkel im Herbst zum Thema Hochzeit eröffnen. Dafür trifft er sich zur Zeit regelmäßig auch mit Udo Gößwald, der ihn als „Senior Coach“ berät. Zur Wiederaufnahme der Ausstellung „Großstadt Neukölln. 1920 – 2020“ am Sonntagmittag hielten Bezirksbürgermeister Martin Hikel und Stadträtin Karin Korte kurze Reden. Die Percussiongruppe der Musikschule Paul Hindemith Berlin-Neukölln spielte zwei Stücke. Anschließend gab es Führungen durch die Ausstellung sowie über den Gutshof, einschließlich Turmbesteigung. Matthias Henkel wünscht sich – ganz im Sinn von Joseph Beuys – das Museum als den Ort einer permanenten Konferenz, wo ein Brückenschlag zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gelingt.

Die Ausstellung „Großstadt Neukölln. 1920 – 2020“ ist noch bis zum 11. September im Museum Neukölln (Alt-Britz 81) zu sehen; Öffnungszeiten: täglich 10 – 18 Uhr, Eintritt frei.

=Christian Kölling=

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