Ausstellungsprojekt „Anonyme Zeichner“ startet Teilnahme-Aufruf

Wo ist die Grenze zwischen Kunst und Nicht-Kunst? Nach welchen Kriterien werden die Qualität eines Kunstwerkes und sein monetärer Wert bestimmt? Das Ausstellungsprojekt „Anonyme Zeichner“ der Berliner Künstlerin Anke Becker hinterfragt seit 2006 auf originelle Weise die Beurteilungsmaßstäbe des individuellen Kunstgeschmacks ebenso wie die herrschenden Mechanismen des Kunstmarktes.

Die Ausstellung Anonyme Zeichner 2022 wird vom 18. Juni bis zum 31. August in der Galerie im Körnerpark wieder 500 internationale Zeichnungen von 500 unbekannten Urhebern und Urheberinnen präsentieren. Die Arbeiten werden ohne Namensnennung ausgestellt und für einen Einheitspreis von 250 Euro zum Verkauf angeboten. Da die Preise der Arbeiten einheitlich und die Namen der Künstler unbekannt sind, werden gängige Beurteilungskriterien außer Kraft gesetzt. Stattdessen zählt nur noch die Frage: Was ist eigentlich eine gute Zeichnung?

Für die Ausstellung im Sommer wurde jetzt der internationale Aufruf zur Teilnahme gestartet, der für alle offen ist. Bis zum 27. März können tatsächlich alle – Künstler und Talente ebenso wie Anfänger und Laien – ihren Beitrag zur Ausstellung über ein Online-Formular einreichen. Für die Zeichnungen gibt es keine inhaltlichen Vorgaben. Es gilt nur die formale Regel, dass die Arbeiten maximal das Format DIN-A3 haben dürfen. Biografische Angaben der Teilnehmenden werden hingegen nicht erfragt und sind für die Auswahl unerheblich! Die Zeichnungen, die in der Ausstellung gezeigt werden, werden stattdessen anhand anonymisierter, digitaler Bilddateien ausgewählt. Weitere Informationen: www.anonyme-zeichner.de

=Christian Kölling=

%d Bloggern gefällt das: