Verteilung kostenloser Corona-Schutzmasken geht weiter

Erinnern Sie sich noch an den Anfang der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020? Im öffentlichen Personennahverkehr und in Geschäften mussten plötzlich textile Mund-Nase-Bedeckung getragen werden. Die sogenannten Community-Masken, die an Bedürftige kostenlos abgegeben wurden, waren im Nu vergriffen. Auch später, als FFP2-Masken obligatorisch wurden, fanden Gratis-Masken für arme Neuköllnerinnen und Neuköllner einen reißenden Absatz. Inzwischen scheint sich die Lage aber entspannt zu haben: Am 20. Januar kündigte das Bezirksamt die Ausgabe von bis zu 70.000 kostenfreien Masken in Neukölln an – und Mitte dieser Woche konnten Bedarfsberechtigte weiterhin ihre Masken im Rathaus Neukölln erhalten. Die Masken des Herstellers Liaoyuan Wide&Clean Disinfector Co., Ltd stellt die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales zur Verfügung.

Bei den Masken handelt es sich um Corona-Pandemie-Atemschutzmasken (CPA). Auch wenn kein FFP2-Logo aufgedruckt ist und sie nicht FFP2-Masken heißen, haben die Masken die gleiche Schutzwirkung wie FFP2-Masken“, teilt das Rathaus in einem Begleitschreiben vom 27. Januar mit. Die hohe Schutzfunktion der CPA-Masken habe ein unabhängiges Labor im Auftrag von Vivantes festgestellt. Der Testbericht kann auf der Homepage des Bezirksamtes heruntergeladen werden. Das Landesamt für technische Sicherheit und Arbeitsschutz (LAGetSi) habe die Masken freigegeben, auch für die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs. Abschließend warnt der Geschäftsbereich I des Bezirksamtes Neukölln in seinem Begleitschreiben die Bedarfsberechtigten: „Die Masken dürfen nicht in den freien Handel gelangen, d.h. Sie dürfen sie nicht weiterverkaufen.“

Die Ausgabe von CPA-Masken findet von Montag bis Mittwoch zwischen 9 und 18 Uhr im Eingangsbereich vom Rathaus Neukölln (Karl-Marx-Str. 83) statt. Berechtigt sind Personen, die einen Berlinpass besitzen. Darüber hinaus erhalten Personen, die BAföG oder Ausbildungsbeihilfe erhalten, ebenfalls kostenfreie Masken. Die Berechtigung wird nur in Einzelfällen überprüft. Pro Person sind 5 Masken vorgesehen.

=Christian Kölling=

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