„Silvester ist und bleibt eine besondere Nacht für die Feuerwehr“

Weniger Einsätze zu Silvester als gewöhnlich, aber mehr Notrufe als im Vorjahr, meldeten Feuerwehr, Rettungsdienste und Polizei in ihren Bilanzen zum Jahreswechsel 2021/22. „Damit haben sich auch im zweiten Jahr in Folge das Verkaufsverbot von Feuerwerk und die sogenannten Böllerverbots-zonen positiv auf die Gesamtzahl der Einsätze, verglichen mit Silvesternächten aus den Jahren zuvor, ausgewirkt“, erklärte Landesbranddirektor Dr. Karsten Homrighausen am Neujahrstag. „Silvester ist und bleibt eine besondere Nacht für die Feuerwehr“, sagte der Landesbranddirektor. Während die Feuerwehr an üblichen Tagen im Jahr innerhalb von 24 Stunden rund 1.400 Einsätze bewerkstellige, sei sie in der diesjährigen Silvesternacht allein zwischen 19 und 6 Uhr zu 1.026 Einsätzen ausgerückt, davon 219 Brände und 755 Rettungsdiensteinsätze. „Für das nächste Jahr wünsche ich mir, dass die Menschen in Berlin noch mehr Vorsicht und Verantwortung im Umgang mit Feuerwerkskörpern und Alkohol walten lassen“, so Homrighausen.

Die Berliner Polizei blickte in ihrer Bilanz ebenfalls auf einen Jahreswechsel zurück, der ähnlich ruhig wie im vergangenen Jahr verlief. Während des Silvester-Großeinsatzes nahmen die Einsatzkräfte berlinweit 279 Personen fest. Insgesamt wurden 339 Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen Verstößen gegen das Waffengesetz, das Betäubungsmittelgesetz und wegen des Abbrennens von Pyrotechnik, eingeleitet. Unverständlicherlicherweise wurden auch in der zurückliegenden Silvesternacht wieder Einsatzkräfte und Fahrzeuge der Berliner Feuerwehr angegriffen. Schwerster Zwischenfall in Neukölln: Feuerwehrleute, die auf der Sonnenallee in Höhe High-Deck-Siedlung einen brennenden Müllcontainer löschen wollten, wurden mit Böllern attackiert. Unweit davon beschossen und bewarfen Unbekannte gegen 0.30 Uhr einen Funkwagen in der Peter-Anders-Straße mit Pyrotechnik, sodass die Frontscheibe des Polizeifahrzeugs auf der Beifahrerseite stark beschädigt wurde. Insgesamt wurden berlinweit 10 gewalttätige Übergriffe auf Feuerwehrleute dokumentiert, davon acht unter Einsatz von Pyrotechnik. Im Vergleich dazu war es in der letzten Silvesternacht zu fünf Übergriffen, davon vier unter Einsatz von Pyrotechnik, gekommen. Zum Jahreswechsel 2019/2020 registrierte die Feuerwehr noch 24 Angriffe.

=Christian Kölling=

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