CDU Neukölln fordert Weiterbetrieb der Brunnengalerie in Rudow

„Blumenviertel vor dem Absaufen retten!“ Eindringlich und ohne Umschweife hat der Abgeordnete Christopher Förster, der im September über die Liste der Neuköllner CDU ins Berliner Landesparlament gewählt wurde, die Überschrift seiner ersten Pressemitteilung formuliert. „Mit meinem Antrag (Drs. 19/0017) habe ich den Senat aufgefordert, die Brunnengalerie in Rudow auch nach Ende dieses Jahres weiterhin zu betreiben. Ich will mit dem Antrag erreichen, dass kurzfristig die wasserbetriebliche Genehmigung für die Brunnengalerie und der Vertrag mit den Berliner Wasserbetrieben verlängert werden“, schreibt Förster, der bereits als Bezirksverordneter in Neukölln mit dem Thema zu tun hatte. Im Rudower Blumenviertel bestehe akuter Handlungsbedarf, nachdem alle Pilotversuche zur Grundwasserabsenkung gescheitert seien. „SPD, Grüne und Linke dürfen sich nicht länger vor einer Entscheidung drücken, wenn sie verhindern wollen, dass die Berlinerinnen und Berliner in ihren Häusern regelrecht nasse Füße bekommen“, so Förster.

Die Grundwasserproblematik im Blumenviertel wurde zuletzt im Mai 2019 auf einer Veranstaltung im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt ausführlich diskutiert. Nur wenig hat sich seitdem verändert: Die Initiative Siedlungsverträgliches Grundwasser Berlin e. V. (SGV) reichte im Dezember 2020 beim Verwaltungsgericht eine lange angekündigte sogenannte „Leistungsklage“ gegen das Land Berlin ein. Ziel ist es, den Senat zum Weiterbetrieb der Pumpanlage zu verpflichten. Ein Urteil des Verwaltungsgerichtes Berlin ist bis zum Ende des Jahres allerdings nicht zu erwarten. Im Herbst richtete zudem ein Anwohner eine Eingabe an den Petitionsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses, über die sehr wahrscheinlich in diesem Jahr nicht mehr beraten werden kann. Um weiteren Druck zu machen, steht nun zusätzlich Försters Antrag heute auf der Tagesordnung des Abgeordnetenhauses, wie der Politiker bei Facebook mitteilte.

=Christian Kölling=

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